Fußball Bezirksliga Ost – Saison 2015/16
Montabaur sammelt wichtige Punkte
TuS Montabaur – SG Puderbach 2:0 (0:0)
Montabaur. Aufatmen beim TuS Montabaur. Im Kreisderby landete das Team von Benedikt Lauer einen wichtigen 2:0-Sieg und festigt damit seinen zehnten Tabellenplatz in der Bezirksliga Ost. Nach Spielende gab sich Puderbachs Chef Oliver Haag, aufgrund der personellen Probleme seiner Mannschaft diplomatisch: „Kämpferisch kann ich meiner Elf heute keinen Vorwurf machen. Sie hat, trotz der personellen Probleme, alles gegeben“. Hier scheint die SG Puderbach zuletzt wirklich stark gebeutelt. Bereits vor dem Spiel hatte Haag darauf hingewiesen, dass er kaum in der Lage sei elf gesunde Akteure auf das Feld zu schicken. Und die Situation scheint sich sogar noch verschärft zu haben, denn die SGP hatte in der Schlussviertelstunde nur zehn Spieler auf dem Feld, da Henry Sawadsky wegen einer Zehenverletzung ausscheiden musste und das Wechselkontingent bereits erfüllt war.
Die Mannschaftsschwierigkeiten merkte man den Gästen während der gesamten neunzig Minuten an. Im Mittelfeld gefällig doch nach vorne viel zu harmlos agierend kamen die Puderbacher zu selten zu Torgelegenheiten. Montabaur allerdings hatte an Tordrang, zumindest gut eine Stunde, kaum mehr zu bieten, was auch Benedikt Lauer nicht verborgen geblieben war. „Insgesamt war das zwar ein verdienter Sieg meiner Mannschaft, aber zufrieden mit der Leistung bin ich dann doch nicht“, fasste Lauer nach Spielende die Geschehnisse zusammen.
Was Lauer in seiner Kritik ansprach, war die phasenweise fehlende Kreativität und mangelnde Laufbereitschaft seiner Offensivkräfte. So mussten die rund 60 Anhänger des TuS auch gut eine Stunde warten, bis sie erstmals jubeln konnten. Rico Brenner war in halblinker Position freigespielt worden und versenkte das Spielgerät per Lupfer zum Führungstreffer. Philipp Krokowski war in dieser Szene erstmals machtlos. Kurz zuvor hatte der Puderbacher Schlussmann, nach einem Foul an Karol Obrebski, noch einen Strafstoß von Oliver Merl parieren können. Doch als richtiger Türöffner erwies sich dieser Führungstreffer nicht. Auch in der Folgezeit taten sich die Hausherren schwer im Spielaufbau. So dauerte es dann noch gut zwanzig Minuten bis zur endgültigen Entscheidung. Ein starkes Solo von Leutrimm Husaj nutzte der Mittelfeldakteur, sieben Minuten vor Spielende zum 2:0-Endstand.
TuS Montabaur: Lollert, O. Merl, Schwickert, Schulz, Hatta, Husaj, K. Obrebski, Stähler (86. Kubota), Omi, Denker (88. P. Merl), Brenner (84. Fujiwara).
SG Müschenbach – TuS Montabaur 1:2 (1:1)
Einen hochverdienten Sieg feierte der TuS Montabaur auch bei der SG Müschenbach/Hachenburg. 2:1 siegte der TuS Montabaur und verabschiedete sich damit erst einmal in Richtung Ligamittelfeld. Trotzdem brauchten die Gäste die tatkräftige Unterstützung der Hausherren, denn für den Siegtreffer sorgte Müschenbachs Mannschaftskapitän Maximillian Mies nach knapp einer Stunde. In Halbzeit eins hatte Mies aber auch ins richtige Tor getroffen. Nach dem Führungstreffer von TuS Angreifer Pascal Tillmanns (13.) hatte Mies fünf Minuten später ausgeglichen.
Das war es fast in einer insgesamt schwachen Partie. Geordneter Spielaufbau, packende Torraumszene, Kampf und bedingungsloser Einsatz. All diese Attribute fehlten an diesem Nachmittag. Gefährlich wurde es, wenn überhaupt, nur nach Ecken und bei Freistoßen. So auch bei Tillmanns Führungstreffer wo er punktgenau die Lücke ausmachte und so ins Schwarze traf. Auch dem Ausgleichstreffer ging ein Freistoß voraus. Vorlangengeber war hier Duncan Dykewice. Bei dessen Freistoß kam Mies einen Tick schneller an den Ball als sein Bewacher Yannik Leisenheimer und spitzelte das Spielgerät so über die Linie. Auch Treffer Nummer drei machte der Müschenbacher Mannschaftskapitän dann selbst. Mit einem Kopfball überliste er seinen eigenen Keeper und sorgte somit für den Siegtreffer des TuS Montabaur. „Klar, wenn man durch so ein Tor gewinnt ist das ganze schon ein wenig glücklich aber insgesamt gesehen denke ich das wir hier verdient den Platz als Sieger verlassen haben“, war TuS Coach Benjamin Lauer zumindest mit dem Ergebnis zufrieden.
TuS Montabaur: Lottert, P. Merl (70. Fujiwara), O. Merl, Schulz, Kubota, Brenner, Tillmanns, Stähler, Hatta, Leisenheimer, Schwickert.
