Lokalsport | 22.03.2016

Mosel SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport

Moritz Pies behielt wieder mal die Nerven

Jan Ackermann (links) klärt per Kopf, Julius Kaufmann (Mitte) muss nicht mehr eingreifen. Im Hintergrund (Zweiter von rechts) sieht Dominik Bender zu.Rainer Forster

Mosel SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport - SG Hocheifel Adenau 1:0 (1:0). Der Gast aus der hohen Eifel spielt um die Tabellenspitze mit. In Löf musste unbedingt ein Sieg her, wollte er nicht den Anschluss an die SG Elztal verlieren. Die Mosel SG hingegen konnte befreit aufspielen, steht sie doch im gesicherten Mittelfeld. So fanden sich bei gutem Fußballwetter zahlreiche Fans im Alzbachstadion ein. Die erste Viertelstunde war geprägt von einem guten taktischen Verhalten beider Mannschaften, bei leichten Feldvorteilen für die Gäste. Im Abwehrverhalten gab es kaum Fehler, so spielten sich viele Szenen im Mittelfeld ab. Nach der ersten Abtastphase kam das Heimteam besser ins Spiel, die Aktionen wurden zwingender. In der 20. Minute wurde Felix Horn über den linken Flügel auf die Reise geschickt. Er konnte den Ball kontrollieren und drang in den Strafraum ein. Beim Zweikampf mit dem generischen Verteidiger wurde Horn elfmeterreif gefoult. Der Schiedsrichter zeigte ohne zu zögern auf den Punkt, es gab anschließend auch keine Kritik an der Entscheidung. Moritz Pies schnappte sich den Ball und vollstreckte eiskalt.

Auch in der Folgezeit konnte Adenau keinen Druck auf den Kasten von Stephan Aldorf ausüben. Anders die Heimelf, immer wieder konnten Nadelstiche gesetzt werden. Tim Ackermann brachte nach einer Flanke das Spielgerät im Tor unter, der sicher leitende Schiedsrichter entschied aber direkt auf Abseits. Die größte Chance hatte aber der sehr aktive Jan Rottländer. In einer Eins-gegen-eins-Situation mit dem gegnerischen Innenverteidiger kam es zu einem Pressschlag. Rottländer erkannte die Situation als erster und lief auf den gegnerischen Torhüter zu, der den Ball in höchster Not kurz hinter der Strafraumgrenze mit der Hand aufnahm. Der fällige Freistoß aus aussichtsreicher Position landete in der Mauer. Und so ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff versuchte Adenau, die Schlagzahl zu erhöhen und setzte die Mosel SG viel früher unter Druck. So gab es ein leichtes Übergewicht für die Gäste, denen aber die spielerischen Mittel fehlten, um das Löfer Abwehrbollwerk um die stark spielenden Innenverteidiger Dominik „Bommel“ Bender und Jan Ackermann zu knacken. Die Gäste versuchten es mit vielen langen Bällen, aber Bender und Ackermann hatten absolute Lufthoheit und ließen nichts anbrennen. Leichte Gefahr brachten lediglich die Eckbälle, aber auch hier kam es zu keiner echten Torchance.

Nach und nach konnte sich Löf von dem Druck befreien und kam selbst zu vielversprechenden Konterchancen. Besonders der eingewechselte Tobias Wilkening sorgte gehörig für Durcheinander in der Gästeabwehr und hatte drei Einschussmöglichkeiten. Alles in allem fehlte in den Aktionen der Gastgeber aber die allerletzte Präzision. Adenau konnte das Tempo der ersten 20 Minuten nicht mehr aufrechterhalten. So endete das Spiel mit dem verdienten 1:0-Sieg für die Mosel SG.

Trainer Udo Seifert sagte nach dem Spiel: „Heute haben wir eine respektable Defensivleistung gezeigt, angefangen ganz vorn beim Mittelstürmer bis ganz hinten zum Torhüter. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben Adenau keine echte Torchance gestattet, das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Es spielten: Stephan Aldorf, Vincent Bast, Yannik Ackermann (82. Matthias Züll), Jan Ackermann, Tim Ackermann, Fabian Kneip, Julius Kaufmann, Jan Rottländer (51. Tobias Wilkening), Felix Horn (89. David Port), Moritz Pies, Dominik Bender.

Jan Ackermann (links) klärt per Kopf, Julius Kaufmann (Mitte) muss nicht mehr eingreifen. Im Hintergrund (Zweiter von rechts) sieht Dominik Bender zu.Foto: Rainer Forster

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