Fußball-Regionalliga Südwest - Saison 2019/20 - aktuell
Niederlage zum Jahresabschluss
Rot-Weiß Koblenz unterliegt beim Tabellenführer 1. FC Saarbrücken mit 0:7 (0:6)
Koblenz. Bittere Niederlage zum Jahresabschluss. Mit 0:7 unterlag Rot-Weiß Koblenz beim 1. FC Saarbrücken und kassierte somit die höchste Punktspielniederlage in diesem Jahrtausend. Das letzte Mal sieben Gegentreffer gab es, auf überkreislicher Ebene, in der Saison 1967/68. Damals unterlag die Mannschaft auf eigenem Platz der SpVgg Cochem mit 2:7 und musste am Saisonende in den Kreis Koblenz zurückkehren.
Was am meisten schmerzt, ist wohl die Tatsache, dass man auch im Völklinger Herrmann-Neuberger-Stadion erkennen musste, dass es für die 4. Liga nicht reicht. „Der Sieg war auch in der Höhe verdient“, gestand der Koblenzer Coach Manuel Fuster nach Spielende unumwunden ein. Nach einer guten halben Stunde drohte, vor gut 2.500 Zuschauern, sogar ein zweistelliges Debakel. Innerhalb von 34 Minuten hatte Fanol Perdedaj schon seinen dritten Treffer markieren können. Dies war aber zu diesem Zeitpunkt eben nur die halbe Miete. Zuvor hatte neben Perdedaj (26., 31.) auch Sebastian Jacob (11., 27.) und Markus Mendler (15.) getroffen. Jakob (76.) schloss dann in Halbzeit zwei mit seinem Mitspieler Perdedaj noch gleich und sorgte mit dem 7:0 für seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag und somit für einen deutlichen Endstand.
Auf Saarbrücker Seite hatte man, nur wenige Tage vor der Partie von Trainer Dirk Lottner getrennt. Für ihn standen mit Marcus Mann und Taifour Diane gleich zwei Mann in verantwortlicher Position an der Seitenlinie. „Die erste Halbzeit war überragend. Wir haben richtig guten Fußball gespielt. Nach dem Wechsel ging das Tempo bisschen runter, aber wir hätten trotzdem das eine oder andere Tor mehr machen können“, sagte Saarbrückens Marcus Mann nach der Partie. Ob er dann auch im Februar, wenn die Rückrunde startet, noch an der Seitenlinie steht, bleibt offen.
Offen ist auch noch vieles bei Rot-Weiß Koblenz. Dominik Schmidt und Viktor Klein beendeten in Saarbrücken ihre Tätigkeit als Co-Trainer. „Dies war von unserer Seite so mit dem Verein abgesprochen das wir bis zur Winterpause mithelfen“, gaben beide in einem Interview zum Ende ihrer Tätigkeit vor dem Saarbrücker Spiel bekannt. Ob auch im Kader weitere Veränderungen anstehen, bleibt dagegen offen. In Saarbrücken stand zwar Leon Erbstroh erstmals in einem Regionalligaspiel auf dem Platz, aber die war kurzfristig einer Verletzung von Teamkollegen Julian Bibleka (Innnenbandverletzung) geschuldet. Mehr wird man dann wohl beim Trainingsauftakt erleben, der auf den 15 Januar angesetzt wurde. Auch die Vorbereitungsspiele sind mittlerweile bereits fest terminiert. Mit Spielen gegen die SG Mülheim-Kärlich am 25. Januar, Hassia Bingen am 29. Januar in Nörtershausen, gegen den FSV Mainz 05 II am 1. Februar, beim FV Engers am 5. Februar, beim VfR Eintracht Koblenz am 8. Februar und bei der SG Eintracht Mendig/Bell am 15. Februar soll sich auf den Ligaauftakt gegen Bayern Alzenau vorbereitet werden.
Rot-Weiß Koblenz: Erbstroh, Masala, Kraemer, Baltic – Fritsch (46. Baloki), Meinert, Miles (46. Mateus), Ahlbach, Klein (77. Scheid), Noel, König. TH
