Lokalsport | 25.06.2018

Tischtennis Regionstag: TT-Sportler mit Versammlung zu Gast Treis-Karden

Nur 23 Vereine schickten ihre Vertreter

Ehrungen beim Regionstag: (v.l.n.r.) Paul Bell. Frank Ortmeier, Hans Peter Führer Regionsvorsitzender Ingo Terschanski und Dirk Schmitt.BL

Kreis Ahrweiler. Der Tischtennis-Regionstag war jüngst zu Gast in Treis-Karden: TTC Treis-Karden hatte das Treffen der TT-Spieler im Gasthaus Turdel Gräf im Ortsteil Treis ausgerichtet. Und TTC-Vorsitzender Johnny Wessler und sein Team hatten glänzende organisatorische Vorbereitung geleistet. Insgesamt enttäuschend: Nur 23 der insgesamt 65 in der Region organisierten Vereine hatten ihre Vertreter an die Mosel entsandt.

Auch in der als Musterregion bezeichneten Tischtennisregion Ahrweiler-Mayen-Cochem-Zell stehen die Zeichen für den Tischtennissport längst nicht mehr bestens. Regionsvorsitzender Ingo Terschanski stellte einen erschreckenden Rückgang der Meldungen bei den Regionsmeisterschaften fest.

Und auch die Anmeldezahlen für die neue Saison lassen nur wenig Gutes ahnen. Denn die Vereine haben nur 43 Nachwuchsmannschaften gemeldet. Am Rande wurde festgestellt, dass die Hälfte der Vereine in der Tischtennisregion überhaupt keine Jugendarbeit mehr betreibt.

Begrüßt wurden die Tischtennisspieler durch den Ortsbürgermeister von Treis-Karden Philipp Tönnes. Der hatte kurz zuvor die traditionsreiche Kirmes im Ortsteil Treis eröffnet. Dicht gepackte Informationen gab es anschließend vonseiten des Tischtennisverbandes. Winfried Gerhard seines Zeichens Vizepräsident Finanzen im Tischtennisverband Rheinland (TTVR) informierte über die Fortschritte bei der geplanten Fusion zwischen dem TTVR und dem rheinhessischen Tischtennisverband.

Negativtrends im TT-Bereich

Doch zunächst galt es weitere Negativtrends auszuhalten. „Das Frauen- Tischtennis ist in der Region fast schon ausgestorben“, so Vorsitzender Ingo Terschanski. Ganze drei Mannschaften werden in der kommenden Saison noch an den Start gehen. Erschreckend dabei: mit diesem Wert steht die Region im Vergleich zum Gesamtverband sogar noch gut da.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen einmal mehr die Ehrungen der Meister und Pokalsieger und natürlich auch die Verleihung der Leistungspokale in Nachwuchsbereich. Die Ehrungen fanden „blockweise“ statt, was den Ablauf der Versammlung deutlich beschleunigte.

Dank viel Computereinsatz in der Vorbereitung konnten die Tischtennisspieler die Klasseneinteilung für den Frauen- und den Männerbereich erledigen. Ohne große Probleme übrigens. Auch bei der Umschiffung der Probleme in den vierten Kreisklassen zeigte sich Spieleiter Andreas Ueberbach (Kripp) souverän. Die Diskussionen bei der stets sehr diskussionsfreudigen Basisveranstaltung der Tischtennisspieler, entzündeten sich vor allem an der Frage der Einrichtung von Vierermannschaften in der 1. Kreisklasse. Fast alle der anwesenden Vereinsvertreter votierten dafür.

Umdenken gefordert

Doch die Entscheidung liegt letztenendes beim Regionsvorstand. Dies hatten die Tischtennisdelegierten zuvor ausdrücklich in einen Grundsatzbeschluss festgehalten. Doch auch dort scheint es ein Umdenken zu geben. „Die Meinungsbildung geht ganz klar in Richtung Vierermannschaften und dies könnte dann mit einiger Wahrscheinlichkeit auch so kommen“, führte Andreas Ueberbach aus.

Mit der Ehrennadel in Bronze für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz im Tischtennissport wurden Paul Bell (DJK Mayen) und Frank Ortmeier (SG Sinzig Ehlingen) ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Gold ging an Vorstandsmitglied Hans-Peter Führer (SC Niederzissen). Die Siegernadel in Gold für 30 Jahre aktiven Tischtennissport ging an Dirk Schmitt (DJK Mayen).

Umfangreiche Informationen zum Geschehen in der Tischtennisszene gibt es im Internet unter www.aw-my-coc.ttvr.net.

Ehrungen beim Regionstag: (v.l.n.r.) Paul Bell. Frank Ortmeier, Hans Peter Führer Regionsvorsitzender Ingo Terschanski und Dirk Schmitt.Foto: BL

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