Saisonvorbereitung TuS Oberwinter
Offensiv besteht bei der Öztürk-Elf Nachholbedarf
Zwei Testspiele und zwei Niederlagen
Oberwinter. In der Vorbereitungsphase für die neue Saison blickt der TuS Oberwinter auf einen Doppel-Test ohne Happy End zurück. Am Donnerstag zog die Öztürk-Elf gegen Rheinlandligisten SV Windhagen mit 0:3 (0:2) den Kürzeren. Drei Tage später unterlag der TuS Oberwinter dem SV Wachtberg, seines Zeichens Landesligaaufsteiger im Verband Mittelrhein, ebenfalls zuhause mit 2:5 (1:3). Trotz der 0:3-Niederlage gegen den Rheinlandligisten präsentierte sich die Mannschaft unter Coach Deniz Öztürk vielversprechend. „Ich war mit dem Defensivverhalten sowie der Lauf- und Einsatzbereitschaft zufrieden. Lediglich die Abstimmung bei den Gegentoren war verbesserungswürdig“, so Öztürk und fuhr fort: „Wir waren über weite Strecken gleichwertig. Beide Teams zeigten sich in der Offensive aber schwach.“ In der Tat machten die Gäste aus ihren wenigen Torchancen drei Tore, während die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht nutzten.
Ein typisches Testspiel
Gegen einen starken SV Wachtberg merkte man vor allem, dass die TuS-Elf im taktischen Bereich noch nicht gearbeitet hat. Zudem gingen die Einheimischen nicht richtig in die Zweikämpfe, zeigten zu wenig Cleverness und ließen vor dem gegnerischen Tor jegliche Gefahr vermissen. Dass die taktisch schlauen und aggressiven Wachtberger an diesem Tag eine Nummer zu groß waren, lag aber auch daran, dass Öztürk neun Spieler ein- und auswechselte. Dass dadurch kein Spielfluss entstand, war verständlich. Deshalb legte der TuS-Coach die Latte auch nicht allzu hoch. „Es war ein typisches Testspiel, weshalb das Ergebnis auch keine große Rolle spielt. Wir haben noch vier Wochen Zeit, um uns taktisch weiter zu entwickeln, in der Abwehr kompakter zu stehen sowie vor allem nach vorne ideenreicher und torgefährlicher zu agieren“, sagte Öztürk, der vor allem mit der Vorstellung der Neuzugänge zufrieden war. Vor allem Michael Tscherepanov aus der zweiten Mannschaft war ein positiver Lichtblick. Der Stürmer bestreitet die Vorbereitung im Kader der ersten Mannschaft mit und hat somit Chancen sich zu empfehlen. Zumal der torgefährliche Angreifer Jonas Jaber seine Rotsperre noch absitzen muss und er urlaubsbedingt am zweiten Spieltag gegen den FC Metternich fehlt. Tscherepanow und Mario Jäger, der vom SV Oedingen kam, markierten die beiden Oberwinterer Treffer. „In der Abwehr mache ich mir weniger Gedanken - trotz der fünf Gegentore“, betonte Öztürk. „Im Sturm ist das aber eine andere Sache. Aber wir haben ja noch vier Wochen Zeit bis zum Saisonbeginn.“ LS
