Fußball-Rheinlandliga: SG Eintracht Mendig/Bell feierte zum Saisonauftakt einen Arbeitssieg über den SV Windhagen
Philipp Franzen nahm genau Maß
Englische Woche: Am Mittwoch geht es zur SG Malberg, am Sonntag stellt sich der FC Metternich an der Brauerstraße vor
Mendig. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber unter dem Strich standen für die SG Eintracht Mendig/Bell drei wichtige Punkte auf dem Konto: Der 1:0 (0:0)-Erfolg über den SV Windhagen lässt die Mannschaft von Spielertrainer Kodai Stalph mit Selbstvertrauen in die Englische Woche gehen. Am Mittwoch, 9. September, führt die Reise zur SG Malberg (Anstoß 19.30 Uhr), am Sonntag, 13. September, stellt sich Aufsteiger FC Metternich um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße vor. Gegen Windhagen gelang Philipp Franzen vor 250 Zuschauern nach exakt einer Stunde das Tor des Tages.
„Wir wollten ein unbequemer Gegner sein, das ist uns fast über die gesamte Spielzeit gelungen. Wir haben uns trotz unserer prekären Personalsituation sehr gut verkauft“, lobte Windhagens Trainer Uwe van Eckeren, zusammen mit Richard von Klass verantwortlich für das SV-Team, seine Spieler. „Dieser Auftritt macht mich ein Stück weit glücklich. In den ersten 15 Minuten hatten wir noch Anpassungsprobleme, aber je länger das Spiel dauerte, umso mehr Kontrolle haben wir bekommen. Zwischen der 30. und 45. Minute hatten wir es selbst in der Hand, in Führung zu gehen. Wenn wir einen Punkt mitgenommen hätten, wäre es nicht unverdient gewesen.“
Mit dieser Einschätzung lag van Eckeren nicht falsch. In der 39. Minute landete ein abgefälschter Schuss von Oliver Kubatta am rechten Außenpfosten, nur 180 Sekunden später zeigte sich Eintracht-Schlussmann Robin Rohr, der einen souveränen Auftritt hinlegte und viel Ruhe ausstrahlte, bei einem Heber aus 40 Metern von Pawel Klos auf dem Posten. Der Routinier hatte Florian Schlich und André Marx in der Nähe der Mittellinie den Ball stibitzt und gesehen, dass Rohr zu weit vor seinem Kasten stand.
Die Gastgeber wirkten im ersten Abschnitt uninspiriert und verzeichneten durch Neuzugang Julian Schäfer lediglich drei Halbchancen (16., 31., 45.). „Im Spiel nach vorn haben wir viel zu hektisch agiert und zu früh versucht, hinter die Kette zu kommen“, befand SG-Spielertrainer Stalph. „Wir hätten den Ball länger in den eigenen Reihen halten müssen.“
Viel besser wurde es nach Wiederanpfiff nicht. Nach einem Steckpass von Stalph brachte Marx das Spielgerät nach innen, doch Pierre Mohr konnte im letzten Moment vor Marcel Berg klären. Der Torjäger hatte allerdings auch im Abseits gestanden. Mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Eintracht sorgte Franzen nach 60 Minuten schließlich für die Entscheidung: Einen weiten Ball von Kapitän Schlich legte Berg mustergültig ab, der Ex-Kottenheimer vollendete per Dropkick. „Dass ich ein Tor erziele, gibt es ja eher selten“, gab sich der 25-Jährige bescheiden. Erst in der Abschlussbesprechung hatte er von seiner Startelfnominierung erfahren, da Leander Mombaur wegen seiner Leistenverletzung pausieren musste.
Franzen kann sich als Matchwinner fühlen
Franzen begann im 4-4-2 mit Raute auf der Acht und tauschte kurz vor der Pause mit dem auf der Zehn nominierten Niklas Heinemann. Es sollte sich auszahlen. „Ab der 75. Minute musste ich schon pumpen und an die Grenze gehen“, räumte Franzen einen leichten Trainingsrückstand ein. „Ich wollte der Mannschaft aber helfen und jeden möglichen Meter machen.“ Knapp 20 Minuten später durfte er sich als Matchwinner fühlen, die Eintracht brachte den knappen Vorsprung abgezockt und sicher über die Zeit.
SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, Pascal Zimmer, Florian Schlich, Kodai Stalph, Manuel Oster, Philipp Franzen, André Marx, Niklas Heinemann (90. + 2 Lars Assenmacher), Julian Schäfer (78. Tim Montermann), Marcel Berg.
SV Windhagen: Heinz Job, Sebastian Alt, Pierre Mohr, Endrit Baftija (63. Johannes Rahn), Christopher Alt (89. Jan Hilbers), Dardan Morina, Oliver Kubatta, Tobias Blumenthal, Pawel Klos, Alex Hansens (74. Martin Walter), Ilias David Merzouk.
Schiedsrichter: Ralf Volk (Brey).
Zuschauer: 250.
Tor: Philipp Franzen (60.).
Vorschau
Nächste Aufgaben für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Mittwoch, 9. September, um 19.30 Uhr bei der SG Malberg und am Sonntag, 13. September, um 14.30 Uhr gegen den FC Metternich.
Perfekte Schusshaltung: Philipp Franzen (leicht hinter Marcel Berg verdeckt) beim Siegtreffer. Milan Rawert (links) schaut staunend hinterher.
Niklas Heinemann (am Ball) lieferte gegen den SV Windhagen (links Sebastian Alt) eine starke Vorstellung ab.
