SV Hertha Buschhoven
Pokalaus gegen Bezirksligisten erst im Elfmeterschießen
SV Hertha Buschhoven unterliegt Fortuna Bonn
Buschhoven. Den wohl größten Achtungserfolg in der 1. Runde des Bonner Kreispokals landete B-Ligist Hertha Buschhoven gegen den Bezirksligisten Fortuna Bonn. Bei hochsommerlichen Temperaturen auf der staubigen Buschhovener Asche fand die Begegnung erst im Elfmeterschießen einen Sieger. Über Pokalspiele ist im Laufe der Jahrzehnte schon jede Geschichte erzählt worden. Und doch ist der Reiz jedes Jahr aufs Neue verlockend, dass „David gegen Goliath“ gewinnt. Zwar trennen die Hertha und die Fortuna nur zwei Ligen, dennoch war die Favoritenrolle vor der Partie natürlich klar verteilt. Die Fortuna konnte nur verlieren, die Gastgeber hatten nichts zu verlieren.
Erste Halbzeit
Umso überraschender verlief die erste Halbzeit. Bonn schien teils unsicher und nervös, Buschhoven spielte munter drauf los und wirkte leicht überlegen. Dennoch waren es die Gäste, die zum ersten Mal jubeln konnten. Eine kurze Unaufmerksamkeit in der Buschhovener Hintermannschaft begünstigte einen Konter in Überzahl, den Rachid Ednaouene in der 19. Minute zur Führung abschloss. Den unverdienten Rückschlag steckten die Schwarz-Weißen erstaunlich souverän weg und kamen nach herausragender Vorarbeit von Roschan Monsef in der 28. Minute zum Ausgleich durch Abdullah Aslan.
Zweite Halbzeit
Die Fortuna ahnte spätestens in der Pausenansprache, was an diesem Nachmittag noch auf sie zukommen könnte, den besseren Start in die zweiten 45 Minuten erwischte aber Buschhoven. Einen blitzsauberen Angriff, eingeleitet von Michael Schallenberg links raus zu Nico Dressler, dessen Hereingabe Thomas Arenz fand, schloss dieser aus elf Metern eiskalt in der 55. Minute ab. Das Spiel war gedreht und die Spannung erhöhte sich mit jeder gespielten Minute. Auch konditionell machten sich bei den unangenehmen Temperaturen auf beiden Seiten erste Aussetzer bemerkbar, während die Fortuna den Druck erhöhte. Folgerichtig kam der Bezirksligist nach 68 Minuten zum Ausgleich durch Ednaouene. Nur zwei Minuten später schien die Partie mit dem dritten Treffer der Bonner entschieden, Hannes Bauerett traf zur Führung. Wieder war das Spiel gedreht, doch die Moral der Buschhovener blieb ungebrochen. Statt sich ihrem Schicksal zu ergeben, hielt die Elf von Günter Weber und Heinz Prior weiter dagegen und kämpfte um jeden Meter. Simon Stute im Tor der Gastgeber tat sein Übriges und vereitelte gleich mehrfach hervorragend. Doch als alle mit dem 2:4 und der endgültigen Entscheidung rechneten, zappelte der Ball plötzlich im Tor der Fortuna, 3:3 in der 82. Minute. Einen Freistoß von Mike Schröder aus halbrechter Position nickte Roschan Monsef am langen Pfosten in das Gehäuse. Die Spannung der Partie erreichte mit dem Ausgleich einen neuen Höhepunkt. Und das Spiel erreichte noch kurz vor Ende der regulären 90 Minuten fast einen epischen Schlusspunkt, als der eingewechselte Sven Schlösser in der Drehung aus 16 Metern die Kugel aufs Tor beförderte, aber nur die Unterlatte traf.
Verlängerung
Der Sieger musste in der Verlängerung gefunden werden, doch beide Teams agierten nun vorsichtiger. Wieder konnte Stute in einigen Situationen den erneuten Rückstand verhindern, während sein Gegenüber oftmals einen unsicheren Eindruck hinterließ, jedoch ohne Folge. Der gute Schiedsrichter Gunnar Meinecke beendete den spannenden aber sehr fairen Pokalfight schließlich nach etwas mehr als 120 Minuten und beide Teams schworen sich schweißgebadet auf das Elfmeterschießen ein.
Elfmeterschießen
Einen Start nach Maß erwischte dabei der B-Ligist. Monsef traf und Stute hielt 1:0. Doch die klassenhöheren Gäste hatten in der Folge das Glück auf ihrer Seite. Der zuvor noch wacklige Rene Lotz im Tor der Bonner avancierte zum Matchwinner und parierte die Elfmeter von Arenz und Schallenberg, während Aslan auf dem staubigen Boden wegrutschte und neben das Tor schoss. Der Treffer von Schröder reichte nicht mehr, da alle anderen Bonner Schützen verwandelten. Mit viel Lob vom Gegner und einer Menge neuem Selbstbewusstsein schied Buschhoven aus, die Fortuna kam mit einem blauen Auge davon und wird sich in der nächsten Runde gegen Wachtberg und spätestens zum Saisonbeginn in der Bezirksliga noch steigern müssen. Die Hertha startet gut regeneriert am Sonntag, 16. August um 15 Uhr beim Absteiger aus Merzbach in die neue Saison.
Kader
Stute, H.Schlösser (70. S.Schlösser), Overkamp, Weber, Arenz, Quast, Schröder, Monsef, Dreßler, Schallenberg, Aslan
Pressemitteilung des
SV Hertha Buschhoven
