Lokalsport | 30.07.2019

Fußball Regionalliga Südwest - Saison 2019/20 - Aktuell

Premierenniederlage für Rot-Weiß

Team von Fatih Cift unterliegt beim Saisonauftakt gegen Astoria Walldorf mit 0:1

Nur selten konnte sich Moritz Hannappel, wie hier gegen Walldorfs Max Müller, durchsetzen. Foto: TH

Koblenz. So ein erstes Saisonspiel hat viele Facetten. Meist dient es als Standortbestimmung und das für beide Teams. Und wenn man dann das Ergebnis sieht, muss man feststellen, das die Gäste aus Walldorf eben mindestens einen Schritt weiter sind. Denn die gewannen am Oberwerth mit 4:1 (1:0) und zeigten den Rot-Weißen schmerzlich auf, das in der vierthöchsten Liga in Deutschland ein ganz anderer Wind weht. Dies war den Verantwortlichen der Gastgeber schon vor dem Anpfiff klar. „Der Klassenverbleib, da sind sich alle Rot-Weißen bewusst, wäre eine Sensation“, übte sich Abteilungsleiter Guido O´Donnokoe in seinem Vorwort im neuen Stadionheft in Understatement. Manch einem Zuschauer dagegen scheint diese neue Zurückhaltung jetzt schwerzufallen, denn bereits frühzeitig gab es laute Kritik an Schiedsrichterin Katrin Rafalski, die ihre Sache insgesamt aber gut machte.

In der „neuen“ Liga geht es rustikaler zu

Walldorf allerdings zeigte den Akteuren der Rot-Weißen auf, dass in der „neuen“ Liga eben rustikaler zu Werke gegangen wird. Und da fehlt es bei den Hausherren noch ein wenig an der erforderlichen Gegenwehr. Das heißt aber nicht, dass die Gastgeber die drei Punkte kampflos wegschenkten. Im Gegenteil. Möglichkeiten zu einem weiteren Treffer außer dem zwischenzeitlichen Ausgleich waren durchaus vorhanden. Vor allem nach dem Führungstor von Andre Becker, Mitte der ersten Halbzeit, schien das Team von Fatih Cift aufzuwachen. Doch dieser Aufschwung war zehn Minuten später wieder verpufft. So blieb es bis zur Pause bei der knappen Führung. Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Während die Badenser wohl schon frühzeitig in den Verwaltungsmodus umgeschaltet hatten, schafften es die Gastgeber nicht, genug Druck aufzubauen, um gefährlich zu werden. Insgesamt hatte dann Walldorf aber doch die besseren Gelegenheiten. Wie zum Beispiel sechs Minuten nach der Pause als Andreas Schön, mit einer Direktabnahme am Strafraumeck nur knapp sein Ziel verfehlte. Rot-Weiß kam dagegen noch durch einen Freistoß von Neuzugang Tomislav Baltic zu einer Gelegenheit ehe Alan Muharemi (71.) mit einem Sonntagsschuss den Ausgleich erzielte. Zu wenig aber am Ende, um am heutigen Nachmittag, gegen einen insgesamt besser organisierten Gegner zu bestehen. Denn die ganz in Blau gekleideten Gäste legten noch drei Mal nach. Und hier kristallisierte sich Becker zum Spieler des Tages heraus. Innerhalb von drei Minuten traf er zweimal ins Schwarze und sorgte somit im Alleingang (75., 78.) für den Erfolg der Walldorfer am Oberwerth. Den Schlusspunkt setzte dann Luca Stellwagen (86.) mit seinem Treffer und sorgte für einen zufriedenen Matthias Born. „Natürlich sind wir happy über diesen Erfolg, weil ein Auftaktspiel bei einem euphorischen Aufsteiger nicht zu den leichtesten Aufgaben gehört. Das 4:1 hört sich zwar deutlich an, aber so groß waren die Unterschiedene zwischen den beiden Teams dann doch nicht“. Dies sah Fatih Cift genauso. „Das Ergebnis ist ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Das Team konnte rund 70 Minuten lang gut mithalten. Wir müssen nun versuchen die guten Phasen der Begegnung in die nächsten Spiele mitzunehmen“.

Rot-Weiß Koblenz: Bibleka, Meinert, Kraemer, Baltic, Arndt, Muharemi, Miles, Stojanovic (81. Ahlbach), Masala, Hannappel (67. König), Baloki (76. Fritsch).

TH

Nur selten konnte sich Moritz Hannappel, wie hier gegen Walldorfs Max Müller, durchsetzen. Foto: TH

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