Lokalsport | 08.08.2022

Packende Rennen beim GT Masters Wochenende auf dem Nürburgring

Raffaele Marciello feiert samstags seine Halbzeitmeisterschaft

Die Fahrzeuge und Fahrer präsentierten sich in der Startaufstellung.  Fotos: WAMFO.DE

Nürburgring. Tolles Wetter, packender Rennsport, super Stimmung – was will man mehr beim GT Masters, dass am vergangenen Wochenende auf den Nürburgring stattfand. Neben den zahlreichen weiteren Rennserien versprachen aber die GT Masters Rennen die größtmögliche Spannung am Samstag und auch Sonntagnachmittag.

Zum Rennen am Samstag

Raffaele Marciello (27/I) ist Halbzeitmeister im ADAC GT Masters. Nach dem überzeugenden Qualifying am Samstagmorgen legte der Pole-Setter vom Mann-Filter Team Landgraf im Rennen am Mittag auf dem Nürburgring nach. Zusammen mit seinem Fahrerkollegen Maro Engel (36/Monte Carlo) gewann er im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 den siebten von insgesamt 14 Läufen in der Deutschen GT-Meisterschaft und übernahm nach seinem ersten Saisonsieg die Führung in der Gesamtwertung. „Ich bin natürlich schon sehr happy heute und freue mich riesig über den Sieg. Aber es gibt immer etwas, was man verbessern kann. Wir müssen auch in den nächsten Rennen Top-Leistungen bringen“, sagte Raffaele Marciello, der somit Sonntags als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte ging. Die Zuschauer erlebten ein spektakuläres Rennen mit vielen Duellen und harten Überholmanövern. Pole-Setter Raffaele Marciello setzte sich sofort nach dem Start vom Feld ab, fuhr wie entfesselt und baute seine Führung kontinuierlich aus. Nach dem ersten Saisoneinsatz des Safety-Car, das nach Kollisionen gleich zweimal auf die Strecke musste, damit Karbonteile entfernt werden konnten, büßte der Mercedes-AMG-Werkspilot seinen Vorsprung von über sechs Sekunden ein. Dennoch konnte er sein Fahrzeug beim Pflicht-Boxenstopp, den er als einer der letzten Fahrer absolvierte, mit einem Vorsprung von über drei Sekunden an Maro Engel übergeben. Der 36-jährige Serien-Rückkehrer kontrollierte von der Spitze aus das Feld und fuhr nach 41 Runden als Erster über die Ziellinie. Dahinter krönte Sven Müller (Bingen/30) mit Platz zwei eine starke Aufholjagd und taktische Meisterleistung des Teams Allied-Racing. Müllers Fahrerkollege Joel Sturm (20/Brühl) hatte sich mit dem Porsche 911 GT3 R #22 in der ersten Rennhälfte vom siebten Startplatz auf Rang vier vorgearbeitet. Nach einem frühen Boxenstopp und sehr schnellen Runden schob sich Sven Müller auf Rang zwei vor, den er souverän bis ins Ziel verteidigte. Eine ebenfalls starke Leitung zeigte das Duo Fabian Schiller (24/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F) vom Drago Racing Team ZVO, das im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4 Dritter wurde. Dahinter belegte die Kombination Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) von Rutronik Racing im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 mit einem Abstand von über zehn Sekunden Platz vier. Etwas enttäuschend verlief das Rennen für Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR). Das Duo vom Team Joos Sportwagentechnik war als Tabellenführer von der dritten Startposition aus ins Rennen gegangen, verlor aber im Porsche 911 GT3 R #91 nach dem Boxenstopp zwei Plätze und damit als Fünfter auch die Führung im Gesamtklassement.

Stimmen nach dem Samstagrennen

Maro Engel: „Raffaele hat heute einen Mega-Job gemacht. Er hat mir das Auto mit einem guten Vorsprung und guten Reifen übergeben. Wir haben uns vorgenommen, so viele Siege wie möglich zu holen, heute war ein guter Anfang. Das Team hat insgesamt wunderbar zusammengearbeitet. Morgen fahre ich das Qualifying und ich werde natürlich Vollgas geben.“

Raffaele Marciello: „Ich bin sehr froh, das Cockpit mit Maro zu teilen. Er ist sicher einer, wenn nicht sogar der beste GT-Fahrer der Welt.“

Zum Rennen am Sonntag

Das Drago Racing Team ZVO mit Jules Gounon (27/F) und Fabian Schiller (24/Troisdorf) hat am Sonntag den spannenden achten Lauf gewonnen. Schlussfahrer Fabian Schiller überquerte im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4 nach 42 Runden als Erster die Ziellinie und sorgte damit für den zweiten Sieg von Mercedes-AMG an diesem Rennwochenende. „Es war ein tolles Rennen. Unser Wagen lief fantastisch und wir hatten eine gute Pace. Am Samstag waren wir Dritter, jetzt der Sieg – ich bin total glücklich“, so der 24-Jährige. 23.500 Fans sahen spektakulären und spannenden Motorsport, erlebten actionreiche Rahmenserien und sorgten für einen weiteren Besucherrekord in der Deutschen GT-Meisterschaft am Nürburgring.

In der ersten Hälfte des Rennens sah es nach einer Kopie vom Samstag aus. Pole-Setter Maro Engel (36/Monte Carlo) lag wie Raffaele Marciello (27/I) am Vortag im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf in Führung. Jules Gounon hielt jedoch Tuchfühlung zu seinem Markenkollegen, der zweite Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team Landgraf mit Frank Bird (22/GB) am Steuer folgte auf Platz drei. Auch nach dem Pflicht-Boxenstopp blieb diese Reihenfolge vorerst bestehen. Dann erwischte es den führenden Raffaele Marciello. Wegen Blockierens von Verfolger Schiller in der Boxengasse wurde der Mercedes-AMG-Werksfahrer mit einer Penaltylap bestraft und musste Fabian Schiller, der das Steuer von Jules Gounon übernommen hatte, vorbeiziehen lassen. Dieser kontrollierte an der Spitze das Rennen und fuhr nach einer fehlerlosen Vorstellung mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den zweiten Saisonsieg für sein Team sicher vor Marciello nach Hause. Joel Sturm (20/Brühl) von Allied-Racing krönte im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 22 erneut eine taktische Meisterleistung mit Platz drei. Sein Fahrerkollege Sven Müller (30/Bingen) hatte sich nach einem Blitzstart schon in der ersten Runde vom zwölften auf den fünften Rang vorgekämpft. Ein früher Boxenstopp und die Strafe des vor ihm liegenden Mercedes-AMG sicherten dem Porsche-Duo den letzten Podiumsplatz.

Stimmen nach dem Sonntagrennen

Jules Gounon: „Meine Karriere hat am Nürburgring begonnen. Deshalb ist es umso schöner, hier meinen insgesamt zehnten ADAC GT Masters-Sieg feiern zu können. Wir hätten lieber auf der Strecke im Zweikampf gewonnen, aber so ist Motorsport, da gibt es eben Regeln. Diesen Erfolg nehme ich gern mit.“

Fabian Schiller: „Natürlich war es für den vor uns liegenden Raffaele Marciello bitter, eine Strafe zu bekommen. Er ist vor mir aus der Box gefahren und sehr langsam geworden. Warum, weiß ich nicht, aber so etwas wird eben bestraft.“

WAM

Während der Pressekonferenz standen die Erstplatzierten Rede und Antwort.

Während der Pressekonferenz standen die Erstplatzierten Rede und Antwort.

Zieldurchfahrt am Samstag von Sieger Raffaele Marciello.

Zieldurchfahrt am Samstag von Sieger Raffaele Marciello.

Zahlreiche Überhohlmanöver aber auch Dreher und Unfälle gab es zu sehen.

Zahlreiche Überhohlmanöver aber auch Dreher und Unfälle gab es zu sehen.

Der Fahrerwechsel beim Boxenstopp, hier kommt es auf jeden Handgriff an.

Der Fahrerwechsel beim Boxenstopp, hier kommt es auf jeden Handgriff an.

Die Fahrzeuge und Fahrer präsentierten sich in der Startaufstellung. Fotos: WAMFO.DE

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