Fußball-Regionalliga Südwest - Saison 2019/20 - aktuell
Rot-Weiß Koblenz überraschte
Team von Manuel Fuster punktete beim Tabellenzweiten TSG Steinbach Haiger
Koblenz. Weiterhin sieglos. Aber trotzdem zufrieden. So lautet die Bilanz von Manuel Fuster nach seinem sechsten Arbeitstag. Am Montag hatte der neue Coach das Team am Oberwerth übernommen und blieb dabei ohne Niederlage. War der Erfolg beim Rheinlandligateam des SV Morbach noch als „normal“ einzustufen so muss der Punktgewinn im Hessenland durchaus als Überraschung gewertet werden. Immerhin war das Schlusslicht beim aktuellen Tabellenzweiten zu Gast. So war der Punkt zumindest ein Zähler für die Moral der Mannschaft, denn in der Tabelle brachte dieser Zähler nicht viel. Der Abstand zum ersten möglichen Nichtabstiegsplatz beträgt immer noch elf Punkte, sodass bereits jetzt feststeht, dass die Schängel nach Abschluss der Vorrunde die Rote Laterne innehalten.
„Schade wir hätten heute mit etwas Glück sogar gewinnen können“, war RW-Coach am Ende sogar ein wenig vom Ergebnis her enttäuscht. Aber eben nicht vom Auftritt. „Die Jungs haben von der ersten bis zur letzten Minuten alles gegeben“, so der Chef der Schängel. Die waren nach einer ausgeglichenen Anfangsphase sogar in Führung gegangen. Einen Fehler im Aufbauspiel der Hessen nutzte Justin Klein zur Balleroberung. Über Derrick Miles kam das Spielgerät erneut zu Klein, der freistehend ins Schwarze traf. In der Folge taten sich die Hausherren schwer. Zwar kam das Team immer wieder zu Halbchancen, aber so richtig gefährlich wurde es nur selten. Einzig Sascha Marquet (22., 32.) hatte den Ausgleich gleich zweimal auf dem Fuß, ließ aber die Gelegenheiten beide ungenutzt. So war es am Ende Christopher Kramer (40.) der noch vor der Pause für die Hessen traf. Sascha Wenningers Flanke von der rechten Seite vollendete Kramer aus dem Zentrum zum 1:1 (40.).
Auch nach der Pause tat sich der TSV schwer, sich gegen die gut agierende Koblenzer Abwehr durchzusetzen. Gefährlich wurde es aber erst wieder in der Schlussphase. Hier aber dann noch einmal auf beiden Seiten. Zunächst hatten die Gäste eine Gelegenheit, um erneut in Führung zu gehen. Marcus Fritsch hatte in der eigenen Hälfte aufgepasst und sofort umschalten können. Er passte den Ball punktgenau über das halbe Spielfeld in den Lauf von Sven König, der aber gegen TSV-Keeper Tim Paterok im 1 gegen 1 scheiterte. Auf der anderen Seite waren es dann zehn Minuten später Dennis Wegner (79.) und Manuel Hoffmann (80.) die Möglichkeiten auf einen Heimsieg ungenutzt ließen. Am Ende blieb es beim überraschenden Remis und einem verstimmten Adrian Alipour. „Wir haben es heute versäumt von Anfang an gegenzuhalten. In unserem Spiel war viel zu wenig Bewegung. Wir haben heute gegen eine taktisch gut eingestellte Mannschaft zwei Punkte liegen gelassen“.
Rot-Weiß Koblenz: Vincek, Masala, Kraemer, Baltic, Fritsch, Mateus, Miles, Weidenbach, Klein (88. Ahlbach), Stojanovic (74. Arndt), Noel (57. König).
Vorschau
Trendwende oder Strohfeuer. Innerhalb von zwei Wochen könnte sich das Blatt der Rot-Weißen drehen. Spiele beim Dreizehnten in Hoffenheim, gegen den Fünftzehnten Frankfurt und dann beim Vorletzten in Bahlingen stehen auf dem Spielplan und zeigen an, wie es am Oberwerth weitergeht. Bei optimaler Ausbeute könnten die Schängel sogar wieder in Sichtnähe eines Nichtabstiegsplatzes kommen. Auf der anderen Seite könnten man aber auch, sollte das Team nach den Duellen weiterhin sieglos dastehen, wohl endgültig die Regionalliga abhaken. Der kommende Gegner ist nur schwer einzuschätzen. Seit sieben Begegnungen wartet die Bundesligareserve auf einen Sieg. Allerdings zeigt das Team auch, zu was es in der Lage ist. Punktgewinne gegen die beiden Spitzenreiter Saarbrücken und Steinbach, Gegen den Tabellendritten Elversberg gab es sogar einen Sieg, der eindrucksvoll belegt, dass die TSG wohl vollkommen unberechenbar ist. TH
