Entscheidungsspiel in der A-Klasse Westerwald / Wied
SV Maischeid und SSV Heimbach- Weis spielten um den Relegationsplatz
SV Maischeid - SSV Heimbach-Weis 0:4 (0:2)
Puderbach. Wie schon ein Jahr zuvor war die Sportanlage in Puderbach auch zum Ende der Saison 2016/17 Austragungsort für ein Entscheidungsspiel - dieses Mal ging es allerdings nicht um den Aufstieg in die Rheinlandliga, sondern um den Abstieg aus der A-Klasse. Der SV Maischeid, der erst in dieser Saison aufgestiegen war, war an den letzten drei Spieltagen noch in den Abstiegsstrudel geraten und musste nun auf neutralem Boden gegen den SSV Heimbach-Weis um den Relegationsplatz kämpfen. Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichter Michael Groß, dem Marvin Conradi und Nils Lorenz an der Linie zur Seite standen. In der ersten Viertelstunde des Spiels belauerten sich die beiden Teams gegenseitig und man konnte die Anspannung auf beiden Seiten förmlich greifen. Nach einer Phase, in der die Maischeider mehr Spielanteile hatten, allerdings zu keiner zwingenden Torchance vor dem Heimbacher Tor kommen konnten, gelang es dem SSV Heimbach-Weis wie aus dem Nichts in der 29. Spielminute durch einen langen Ball aus dem linken Halbfeld von Michael Kley in Führung zu gehen. Der lange Schuss senkte sich über dem Maischeider Torhüter Daniel Buchner ins lange Eck.
Jetzt mussten die Maischeider kommen, wollten sie doch vor dem Halbzeitpfiff noch den Ausgleich erzielen. Gegen die starke Innenverteidigung des SSV Heimbach-Weis fand der Maischeider Sturm mit Jan Luca Drumm als vorderste Spitze allerdings kein rechtes Mittel. Eine kleine Vorentscheidung fiel mit der 2:0-Führung für Heimbach durch Christian Kley unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, die für die Maischeider ein kleiner Nackenschlag war. Dazu kam das verletzungsbedingte Ausscheiden von Kapitän Moritz Hörter, der nicht einfach so zu ersetzen ist.
Führung gibt Heimbach Sicherheit
Nach dem Seitenwechsel war der SV Maischeid in der Bringschuld, wollten sie den direkten Abstieg noch einmal abwenden. Doch die 2:0-Führung gab den Heimbachern mehr Sicherheit und so konnten sie immer wieder gefährlich vor dem Maischeider Tor auftauchen. Einer dieser Angriffe resultierte in der 3:0-Führung durch Kapitän Steven Reddmann, die für die Maischeider nun auf Grund der fortschreitenden Zeit kaum noch aufzuholen war. Trotzdem gaben sie nicht auf und probierten alles, um möglichst schnell zum Anschlusstreffer zu kommen, nach wie vor fehlte allerdings die Durchschlagskraft vor dem Tor von Schlussmann Steffen Blum. So machte der SSV Heimbach-Weis den Sack in der 77. Spielminute durch einen Treffer des gerade erst eingewechselten Marco Kappelmaier endgültig zu und rettete sich in die Relegationsrunde, während der SV Maischeid in der kommenden Saison den Weg in die B-Klasse antreten muss.
Doch auch der SSV Heimbach-Weis hat mit diesem Sieg nur einen ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt getan, denn mit dem TuS Niederahr, der in der vergangenen Saison in der B-Klasse so manchen Gegner das Fürchten gelehrt hat, wartet neben einer weiteren Mannschaft aus der B-Klasse ein ziemlicher Brocken, der erst einmal besiegt werden muss. Natürlich waren aus Niederahr auch Gäste da, die sich schon einmal über den kommenden Gegner informierten.
Puderbach ein geübter Gastgeber
Die inzwischen schon geübten Helfer der SG Puderbach sorgten im gut gefüllten Stadion für einen reibungslosen Ablauf und die hervorragende Versorgung aller Zuschauer mit kalten Getränken und Würstchen. So genossen die Besucher zum Ausklang der Saison 2016/17 noch einmal einen sonnigen Fußballabend.
Für den SSV Heimbach-Weis spielten: Steffen Blum (T), Marc Sendker, Lukas Endres, Steven Reddmann (K), Christian Kley, Christian Wilke, Michael Kley (74. Marco Kappelmaier), Marc Grünhäuser (81. Dominik May), Andre Ganzer (77. Ingo Kirst), Alper Deutsch, Christopher Eul.
Für den SV Maischeid spielten: Daniel Buchner (T), Moritz Hörter (K) (43. Andre Danner), Marius Fetter (45. Sascha Lücker), Lars Flammersfeld, Dennis Lücker (56. Alexander Morasch), Hamadi Douzi, Sebastian Brathuhn, Mario Fergen, Jan Luca Drumm, Simon Schuster, Sebastian Oremek.
