Lokalsport | 04.10.2021

Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V.

Schnelle Entscheidung im Hunsrück

Rheinlandliga: HSG Hunsrück – TSB I 37:28 (21:14)

Trainer Lucas Litzmann (r.), dirigiert von der Bank aus seine Mannschaft. Foto: privat

Bendorf. Keine 10 Minuten war das Spiel in der Kleinicher Hirtenfeldhalle alt, da musste Trainer Lucas Litzmann die grüne Karte zücken. Aber auch das obligatorische Wachrütteln half nichts, so dass die HSG Hunsrück einen blitzsauberen 6:1-Lauf hinlegte. Eingeschüchtert vom Tempo und der Wurfgewalt schien es so, als würde diese Auswärtsfahrt für die Bendorfer Falken bereits früh in der Partie zu einem Debakel werden. „Erst Mitte der ersten Halbzeit konnten wir uns zunehmend berappeln und uns allmählich mit dem Spielgerät anfreunden“, erläuterte Uwe Hofmann das zwischenzeitliche Verkürzen des Rückstandes auf 11:7. Hofmann spielte damit auf den ungewohnten Umgang mit Harz am Spielgerät an. Denn anders als in Bendorf durfte in Kleinich geharzt werden und das machte dem ein oder anderen Spieler zu schaffen. Weiterhin schien es so, dass auch etwas Harz unter den Füßen der Gäste klebte, denn die Rückwärtsbewegung ließ teilweise zu wünschen übrig. „Im Grunde genommen war das Spiel beim 21:14-Halbzeitstand vorentschieden. Wir können und dürfen mit dieser anfänglichen Leistung selbstverständlich nicht zufrieden sein, auch wenn mir Andi Dahmen, Philipp Majewski und Dustin Keip im Spiel fehlten“, so Litzmann. Das Fehlen der besagten drei Stammspieler durch Krankheit bzw. Verletzung, die in der Vorwoche noch zu den Leistungsträgern gehörten, spürte man an diesem Abend deutlich. In der zweiten Halbzeit zeigte Bendorf allerdings ein ganz anderes Gesicht. Die Turnerschaft kombinierte sich munter durch die Deckung der Gastgeber, die einen Gang zurückschaltete. Dennoch zeigte sich aus Bendorfer Sicht, dass etwas mehr Spannung drin gewesen wäre, hätte man von Anfang an mutiger gespielt. Herauszuheben war an diesem Abend Felix Kersten, der mit 8 Treffern und gefühlt ebenso vielen Vorlagen das Heft des Handelns an sich riss und zeigte, dass er noch mit seinem Spielwitz ein wichtiger Faktor für das Falken Spiel werden kann. „Felix ist unbedarft und mit Vorfreude an das Spiel mit Harz herangegangen. Ich freue mich, solche Jungs in der zweiten Reihe zu haben!“ lobte Coach Litzmann. Nach 60 Spielminuten verlor die TSB mit 37:28. Die HSG spielte einfach abgezockter und hatte sich den Heimsieg redlich verdient.

Das nächste Spiel bestreitet die Turnerschaft am Samstag, 23. Oktober 21 um 19 Uhr in der heimischen WRG-Arena gegen die HSV Rhein-Nette.

Es spielten für Bendorf I: Ley, Becher, Dahmen, Stritzke (2), Kersten (8/1), Baldus (1), Hofmann (3), Schmitt (5/1), Aschkowski (7/4), Schlicht, Gutfrucht, Kaltenbach (2); im Tor: Hemmerle, Abel.

Stimmen zum Spiel:

Constantin Becher: „Natürlich haben uns heute einige Jungs gefehlt, dennoch hat uns die zweite Halbzeit gezeigt, dass mehr drin gewesen wäre. Unser Ziel ist es nach der Pause wieder so zu spielen wie gegen den HC Koblenz, dann werden wir unsere Punkte holen.“

Jannis Hofmann: „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir es dem Gegner zu leicht gemacht haben. Aber wir arbeiten gut im Training und ich weiß, dass wir in den Heimspielen nach der Pause ein anderes Gesicht zeigen werden.“

Felix Kersten: „Ich habe mich heute gefreut, dass ich dabei sein konnte. Ich kann derzeit wegen meines Studiums wenig trainieren und spielen, aber wenn die Jungs mich brauchen bin ich da - ich glaube das hat man heute gesehen.“

Es spielten für Bendorf I: Ley, Becher, Dahmen, Stritzke (2), Kersten (8/1), Baldus (1), Hofmann (3), Schmitt (5/1), Aschkowski (7/4), Schlicht, Gutfrucht, Kaltenbach (2); im Tor: Hemmerle, Abel.

Trainer Lucas Litzmann (r.), dirigiert von der Bank aus seine Mannschaft. Foto: privat

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