Großer Osterpreis der Bade- und Rotweinstadt Ahrweiler 2019
Sieg im Hauptrennen geht an Maximilian Walscheid
Neuwieder siegt vor Nils Politt aus Hürth – Nachwuchs des Veranstalters mit ansehnlichen Ergebnissen
Ahrweiler. Auch in diesem Jahr drehte sich am Ostermontag in Ahrweiler wieder alles ums Rennrad. Der veranstaltende RSV „Sturmvogel“ um den 1. Vorsitzender Marc Wurms und seine Sponsoren hatten ihre organisatorischen und aufbautechnischen Aktivitäten zu Rennbeginn um 10 Uhr abgeschlossen. Das Wetter war so gut wie schon lange nicht mehr beim Osterrennen. Auf dem Grün zwischen Römerstraße und ‚Auf dem Green‘ waren Stände und ein Zelt aufgebaut, für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer sorgten die vielen Helfer im Startzielbereich.
Zum 71. „Großen Osterpreis“ des RSV „Sturmvogel“ Bad Neuenahr-Ahrweiler waren über 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet angereist und machten den 1,2 Kilometer langen Dreieckskurs mit Start und Ziel auf der Schützenstraße zu einer bunten Rennmeile mit regem Zuschauerandrang.
Der gesamte Tag brachte spannende Rennen, und die Zuschauer konnten wieder Fahrer der Extraklasse zu sehen. Nils Politt (Team Katusha Alpecin), der erst vor einer Woche beim legendären Klassiker „Paris-Roubaix“ als Zweiter durchs Ziel fuhr und vor zwei Wochen Fünfter bei der ebenso prestigeträchtigen Flandernrundfahrt wurde, sowie Christian Knees (Team Sky) hatten ihren Start zugesagt. Die Rennen wurden durch Christian „Stolli“ Stoll, der auch als Sprecher beim Berliner Sechs-Tage-Rennen aktiv ist, unterhaltsam und fachlich versiert kommentiert.
Um 10 Uhr starteten die 30 Senioren 2 und 3 aus der Altersklasse 40 bis 60 Jahre und fuhren 35 Runden mit einer schon rasanten Geschwindigkeit von mehr als 40 km/h. Die Spitze fuhr ein spannendes Rennen, das Patrick Vogt von der „Squadra Ciclismo Colonia e.V.“ am Ende knapp für sich entscheiden konnte. Anschließend gingen die Schüler U 11, U 13 und U 15 mit jeweils 20 Sekunden Abstand auf ihre fünf, zehn bzw. dreizehn Runden, hier konnte man schon das eine oder andere hoffnungsvolle Rad-Talent, oft lautstark durch die radsportbegeisterten Eltern angefeuert, erkennen. Von den einheimischen „Sturmvögeln“ konnte Katharina Bartsch in der U 13 den dritten Platz erringen. David Urbainczyk vom „Sturmvogel Mülheim-Ruhr“ errang den zweiten Platz in der U 15 Nach 25 Runden siegte Florian Henrik Dreis vom VfR Büttgen im U17-Rennen. Um die Mittagszeit fuhren die Senioren 4 und die Elite Frauen 30 bzw. 35 Runden, Lisa Bartsch von den „Sturmvögeln“ erreichte hier den achten Platz. Gegen 13 Uhr starteten die Amateure und die U19 ihre 55 Runden, Bei den Junioren setzte der RSV „Sturmvogel“ auf den Rheinlandpfalzmeister des letzten Jahres, Adil Bauer, der Rang 3 erreichen konnte.
Wie in den letzten Jahren auch, stattete die „Vor-Tour der Hoffnung“, die bisher bereits 4,3 Millionen Euro für krebskranke Kinder gesammelt hat, dem Rennen wieder einen Besuch ab, gegen 14.30 Uhr starteten ihre Teilnehmer nach einer symbolischen Scheckübergabe zu zwei Ehrenrunden auf dem Stadtkurs.
Nach diesen zwei Ehrenrunden durften die Jüngsten an den Start, insgesamt 20 Kinder der Jahrgänge 2007 bis 2013 fuhren in zwei sogenannten „Fette-Reifen-Rennen“ hochmotiviert zwei bzw. drei Runden, die jeweils drei Besten durften danach auf dem Treppchen stehen und ihre Medaillen in Empfang nehmen.
Im Hauptrennen ging um 15.20 Uhr die „KT Elite“ an den Start, dabei auch der einheimische Nico Brenner, der als Achter das Ziel erreichte. Maximilian Walscheid aus Neuwied, seit drei Jahren beim deutschen „Team Sunweb“ unter Vertrag, der als Sprintspezialist gilt, konnte sich im Schlussspurt auf der Zielgeraden gegen den Mitfavoriten Nils Politt aus Hürth durchsetzen. Im Interview nach dem Rennen erklärte Politt, der für das schweizerische Team „Katusha Alpecin“ fährt, Walscheid habe verdient gewonnen. Auf den dritten Platz kam der Meckenheimer Christian Knees, der 1990 seine Rennkarriere in Rheinbach begonnen hat und seit 2011 im Team „Sky ProCycling“ vor allem Helferaufgaben bei den „Tour de France“-Siegen von Bradley Wiggins und Chris Froome übernommen hat. Zwischenzeitlich hatte er, weil er kein Sprintspezialist ist, einen Ausreißversuch unternommen, wurde aber vom Rest der Spitzengruppe wieder eingeholt.

Ließt hier niemand Korrektur? Warum werden solche Artikel von "KG" unreflektiert veröffentlicht ?
David Urbainczyk ist von Sturmvogel Mülheim-Ruhr, das ist nicht der Sturmvogel Bad Neuenahr-Ahrweiler, auch wenn das für den Laien gleich klingen mag. Florian Henrik hat auch einen Nachnamen, er heißt Dreis ! Nachnamen benennen zeugt von Respekt.
Auch schade, dass die platzierten einheimischen, wirklichen Vereinsmitglieder und nicht erwähnt wurden...
Anm. d. Red.: Vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben die Korrektur im Artikel vorgenommen.
Wer siegte bei den Amateuren? Startnummer 40: Stefan Parinussa. Auch wenn der Blick-Aktuell nur regional erscheint, sollte so ein Bericht vollständig und damit einigermaßen objektiv sein. Sonst kommen die Teilnehmer eventuell im nächsten Jahr nicht wieder.
Rainer Gille
(Link zu externem Angebot von der Redaktion entfernt)