Erster Lauf der E-Sport Vereinsmeisterschaft des MSC Adenau
SimRacing – der etwas andere Motorsport
E-Sport findet immer mehr Fans und Aktive, da diese realitätsnahen Autorennen im Gegensatz zu vielen anderen Motorsportdisziplinen bezahlbar sind
Adenau. Ende 2018 wurde das sogenannte SimRacing (simulierter Rennsport) vom DMSB (Deutscher Motorsport Bund) offiziell als motorsportliche Disziplin anerkannt und somit der Weg geebnet, um nationale und internationale Wettkämpfe ausführen zu können. In der Computersimulation können die unterschiedlichen Rennstrecken, das Fahrverhalten der verschiedenen Fahrzeuge, die Wetterbedingungen und natürlich auch die mitfahrenden Gegner weitgehend real dargestellt werden. Für die E-Sportler bedeutet das eine geistige und körperliche Anstrengung, da die Spieler verschiedene mentale und motorische Fähigkeiten benötigen, um im Wettkampf erfolgreich zu sein. Während Motorsportler der realen Disziplinen immense Kosten für ihre motorisierten Fahrzeuge, deren Verschleiß oder für Reparaturen sowie Transportkosten zu bewältigen haben, was ohne Sponsoren heutzutage kaum zu machen ist, sind die Kosten für den elektronischen Motorsport überschaubar, was auch für die Nachwuchsförderung eine große Rolle spielt.
Kein Wunder, dass das SimRacing beim Motor-Sport Club (MSC) Adenau e.V. zu einem festen Bestandteil geworden ist und eine eigene Vereinsmeisterschaft hierfür ausgetragen wird. So fand der 1. Lauf der Saison 2020, bei dem Erwachsene sowie Jugendliche ab 13. Jahren teilnehmen können, im RaceRoom Nürburgring Boulevard statt, wo eine Vielzahl an Simulatoren zur Verfügung steht, um die 13 Teilnehmer dieses Laufes gegeneinander antreten zu lassen. Um niemandem Vorteile zu verschaffen, wurde die Rennstrecke sowie die Fahrzeuge erst kurz vor Veranstaltungsbeginn ausgelost, auf der die Racer das einstündige Rennen bestritten. Organisator der E-Sport-Veranstaltungen im MSC ist Michael Baur, der auch selbst ins Lenkrad greift. „Für heute wurde der Sachsenring gelost, den es mit LMP1-Rennwagen zu bewältigen gilt“, erklärt er. Kevin Walther ist der amtierende Vereinsmeister, der Informationen zu den Kosten des digitalen Motorsports gibt: „Die Nenngebühren sind recht gering, wie hier zum Beispiel 15 Euro. Um Zuhause trainieren zu können, braucht man natürlich einen geeigneten PC, Bildschirm, Lenkrad und Pedalerie, Einsteigersets neben dem Computer gibt es schon ab 250 Euro und mit circa 1.500 Euro hat man schon was Gutes, wobei auch hier je nach Ausstattung das finanzielle Engagement nach oben offen ist“.
Nach dem Rennen erfolgte die Punktevergabe entsprechend der Platzierung – eine Siegerehrung gibt es erst nach dem zehnten Lauf, wenn der Vereinsmeister feststeht. Somit bleibt Kevin Walter derzeit amtierender Vereinsmeister des E-Sports, den es in dieser Saison zu schlagen gilt – und das bewies er mit dem Sieg dieses Laufes.
Volle Konzentration beim amtierenden Vereinsmeister, Kevin Walther (ganz vorne).
Michael Bauer, Organisator der E-Sport-Veranstaltungen im MSC, greift auch selbst gerne ins Lenkrad.
E-Sport Center erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
