Lokalsport | 17.12.2019

Tischtennisbilanzen der Hinrunde

Sinziger Experimentierfreude in den Doppeln

Region. Die Halbzeitbilanz der SG Sinzig/Ehlingen in der Tischtennis-Rheinlandliga liest sich gut. 11:7 Zähler und ein solider vierter Tabellenplatz stehen zur Halbzeit auf dem Konto. Doch beim detaillierten Blick in die Bilanzen zeigt sich, dass der letztlich starke Auftritt in der Liga auch Licht und Schatten hatte.

Besonders gefordert waren einmal mehr Nils Damke und Philipp Guse am oberen Paarkreuz der Eliteliga des Verbandes, das von Saison zu Saison mehr und mehr an Stärke gewinnt. Nils Damke spielte eine grundsolide ausgeglichene 9:9 Bilanz und liegt in der Gesamtrangliste des vorderen Paarkreuzes damit auf Rang zwölf. Philipp Guse musste teils mit kleineren Verletzungen kämpfen, lieferte bei seiner Spielbilanz von 7:11 aber trotzdem eine gute Leistung ab.

Nicht ganz so gut lief es für die Sinziger am mittleren Paarkreuz. Henrik Euteneuer fuhr 6:9 Siege ein und blieb damit wohl etwas unter seinen Möglichkeiten. Der Form hinterher lief Christian Ehlers, der nie zu seiner wirklichen Spielstärke fand. Die Quittung nur 4:13 Erfolge.

Das Aushängeschild des Teams war in dieser Hinrunde ohne Zweifel das untere Paarkreuz. Mannschaftsführer Marcel Hippchen kassierte bei neun Siegen nur vier Niederlagen – mehr als eine grundsolide Leistung. So richtig in Szene setzen konnte sich aber Jonas Sonntag, der mit einer Traumbilanz von 13:0 in der Hinrunde ungeschlagen blieb. Dies wird für die Rückrunde Konsequenzen für die Mannschaftsaufstellung haben. Denn Jonas Sonntag, der zwei seiner Siege ebenfalls in der Mitte einfuhr, wird eben ins mittlere Paarkreuz aufrücken, Christian Ehlers spielt unten. In der Rückrunde könnte sich diese Umstellung durchaus als Vorteil für das Team erweisen. Überaus experimentierfreudig und teilweise auch der Not gehorchend ging es in den Sinziger Doppeln zu.

Insgesamt probierte man gleich 13 Doppelpaarungen aus, ohne wirklich tiefgreifende Erkenntnisse gewinnen zu können. Die Gesamtdoppelbilanz war mit 17:13 Siegen allerdings leicht positiv. Nils Damke und Philipp Guse spielten eine Bilanz von 4:1. Philipp Guse und Christian Ehlers 3:0. Kleine Randbemerkung: Das Notdoppel mit Henrik Euteneuer und Jonas Morschausen war bei seinen beiden Einsätzen siegreich. In Sinzig hat man also viele mögliche Alternativen, aber immer noch keine Stammformation gefunden.

Die Ahrkreis Teams

Etwas anders sieht es bei den Ahrkreis Teams in der extrem starken Bezirksliga aus. Mit 5:13 Zählern hält sich der TTC Karla gerade mal so auf Rang sieben und damit

auf einem Nichtabstiegsplatz. Der TuWi Adenau weist 4:14 Zähler auf und ist Vorletzter. Bei den Grafschaftern hofft man auf den Heimvorteil bei gleich sieben Heimspielen in der Rückrunde. In Adenau soll in der Rückrunde vermehrt Kevin Lopez zum Einsatz kommen.

Entsprechend durchwachsen sind die Bilanzen: Karlas Spitzenspieler Stefan Ockenfels, sonst regelmäßig einer der besten Akteure der Liga, spielte in dieser Vorrunde nur eine Bilanz von 8:7 Erfolgen. Marvin Krupp holte in der Mitte immerhin 7:5 Siege.

Auch nicht so richtig in Schwung kamen die Doppel der Karlas mit einer Gesamtbilanz von 9:19 Spielen. Das stärkste Grafschafter Doppel Stefan Ockenfels Peter Klöckner spielte 5:4. Beim TuWi Adenau ragte natürlich Fabian Berens mit 13:5 Erfolgen am Spitzenpaarkreuz heraus.

Berens war damit drittstärkster Spieler der Liga und bot in der Hinrunde eine ganz starke Leistung.

Sein Vater Josef Berens kam mit einer Gesamtbilanz von 5:11 Erfolgen an der Spitze und in der Mitte ebenfalls noch ganz gut zurecht. Ansonsten lief in Adenau aber nur wenig zusammen.

Einzig ausforschen lässt die 4:5 Bilanz von Nachwuchsspieler Dominik Schmitt in seiner Rolle als Ersatzmann. Auch in Adenau ist die Doppelausbeute mit 12:17 negativ und eher bescheiden.

Immerhin fuhren Fabian Berens und Dirk Drengwitz 7:4 Erfolge ein.

Erkennbare Gesamttendenz: Bei allen höherklassigen Ahrkreis-Teams wird man in der Rückrunde intensiv an den Doppeln zu arbeiten haben.

BL

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