Lokalsport | 09.08.2018

Spvgg. Lautzert/Oberdreis - 4:3 - SG Wiedtal Waldbreitbach/Neiderbreitbach

Spvgg. dreht Spiel in der Schlussviertelstunde

Die Freude und die Erleichterung aufseiten der Spvgg.war nach dem Eckball von Pascal Wycisk riesengroß. privat

Oberdreis. Das Positive vorneweg: Die Spvgg. Lautzert/Oberdreis hat nach einem hart erkämpften 4:3 bei der SG Wiedtal Waldbreitbach/Neiderbreitbach die 2. Runde im Rheinland-Pokal erreicht. Dabei hatte der Gegner von der Wied bis zur 70. Spielminute noch fast alle Trümpfe in der Hand und sah bis dorthin auch als sicherer Sieger aus. Doch die nervenaufreibende Schlussphase zeigte wieder einmal, wie unberechenbar der Fußball ist.

Nach einem Doppelschlag zu Spielbeginn (3. und 6. Spielminute) führte die Heimelf bereits mit 2:0 ehe unsere Truppe überhaupt wusste, was mit ihr geschah. Die Wiedtaler blieben fortan im gesamten ersten Abschnitt auch die bessere und gefährlichere Mannschaft, während die Elf von Frank Wohlert zu keinem Zeitpunkt ins Spiel fand. Zu allem Überfluss verletzte sich mit Roman Heiser auch noch ein weiterer Verteidiger, was die momentane Misere in der Innenverteidigung nicht gerade verkleinert. Mit einem verdienten 0:2 aus Lautzerter Sicht ging es dann auch in die Kabinen.

Zweite Halbzeit

Nach einigen Umstellungen in der Halbzeitpause fand die Mannschaft dann etwas besser ins Spiel, wobei die besseren Chancen zunächst weiterhin die Heimelf verbuchen konnte. Unnötige Ballverluste im Spielaufbau führten immer wieder zu gefährlichen Konteraktionen für die Heimelf, während uns im Offensivbereich nur wenig gelingen wollte. Ein solcher Konter führte dann in der 66. Spielminute auch zum bis hierhin durchaus verdienten 3:0 für die Wiedtaler. Kurze Zeit später bekam die Heimelf dann sogar noch einen Elfmeter zugesprochen, den Keeper Samuel Drees jedoch souverän parieren konnte. Dies war anscheinend der benötigte Weckruf für die Elf. Fortan blieb man zwar spielerisch weiterhin einiges schuldig, aber immerhin stimmte ab diesem Zeitpunkt die Einstellung. Nach einem Foul an dem Neuzugang Tom Schwartz konnte Semjon Brückmann den fälligen Strafstoß in der 73. Minute souverän verwandeln und läutete damit eine äußerst brisante Schlussphase ein. Das Spiel wurde nun von Minute zu Minute hektischer, was sich u. a. in einer Flut an gelben Karten zeigte. Zahlreiche Fouls, Diskussionen und Provokationen prägten die Schlussviertelstunde. Es dauerte jedoch bis zur 89. Minute ehe aufseiten Spvgg. dann noch einmal ernsthaft Hoffnung auf ein Weiterkommen aufkeimte. Einen Freistoß von Tim Lang konnte der gegnerische Torwart nur abprallen lassen, was Pascal Wycisk in bester Mittelstürmermanier zu nutzen wusste und den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte. Die Mannschaft warf nun alles nach vorne, während die Heimelf ihrem hohen Anfangstempo anscheinend Tribut zollen musste. Nur kurze Zeit später ergab sich dann tatsächlich die große Möglichkeit für die Elf den Ausgleich zu erzielen, nachdem Rene Benthaus seinem Gegenspieler über die rechte Seite enteilt war. Bevor er den Ball im Tor unterbringen konnte, wurde er allerdings unsanft vom Torwart gestoppt. Ein weiterer Strafstoß war die Folge. Semjon Brückmann übernahm erneut die Verantwortung und verwandelte wiederum sehr sicher zum 3:3 Ausgleich. Als dann Pascal Wycisk nach einem Eckball den Ball sogar zum 4:3 für die Männer in der Nachspielzeit ins Tor donnerte, war die Freude und die Erleichterung aufseiten der Spvgg. natürlich riesengroß. Dennoch muss man aufgrund der ersten 70 Minuten sicherlich von einem eher glücklichen Sieg und einer über weite Strecken recht dürftigen Leistung der Elf sprechen. Allerdings hat der Auftritt und gerade die Schlussviertelstunde auch gezeigt, dass die Moral in der Truppe stimmt und man auch konditionell voll da ist. Auf wen die Mannschaft in der zweiten Runde des Rheinlandpokals trifft, steht aktuell noch nicht fest.

Die Freude und die Erleichterung aufseiten der Spvgg. war nach dem Eckball von Pascal Wycisk riesengroß. Foto: privat

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