Wölflick Racing startet mit einem Ford Mustang beim ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring 2016
Teamchef betritt komplettes Neuland
Quiddelbach. Bei der 44. Ausgabe des ADAC Zurich 24h-Rennens Nürburgring-Nordschleife wird das in Quiddelbach beheimatete Wölflick-Racing-Team mit einem Ford Mustang GT V8 an den Start gehen. Seit mehr als zwölf Jahren startet das reine Privatteam auf eigens umgebauten Rennfahrzeugen beim Langstreckenklassiker. Dabei sind bis 2015 alle Generationen des Ford Focus erfolgreich zum Einsatz gekommen. Es gab mehrere Klassensiege in der Rundstrecken Challenge Nürburgring, bei der VLN und beim 24h-Rennen. 2007 erreichte das Team auf einem Ford Focus STR sogar Platz 24 von 220 Teilnehmern mit nur 15 Runden Rückstand auf den damaligen Gesamtsieger.
Im vergangenen Jahr entschied sich Teamchef und MSC-Adenau-Mitglied Stephan Wölflick zusammen mit dem langjährigen Hauptsponsor Montaplast, nun komplettes Neuland zu betreten und den neu erschienenen Ford Mustang GT V8 für das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife fitzumachen. Erstmals in der 50-jährigen Geschichte des Mustangs wird das neue Modell nun auch in Europa zum Verkauf angeboten. Als Grund für den Umstieg nannte Wölflick die Robustheit und die schiere Kraft, die das amerikanische Muscle Car auf die Straße bringt. „Das ist kein High Tech wie in den hiesigen GT3-Klassen, sondern einfacher Purismus und Kult, wie er auch in der amerikanischen NASCAR-Serie gelebt wird“, so der Teamchef weiter. So kam es dann auch, dass der Mustang auf den Namen „Sally“ als Hommage nach dem Lied „Mustang Sally“ von Wilson Pickett aus dem Jahr 1967 benannt wurde.
Bei den ersten Testfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife im vergangenen Herbst zeigte sich das Team äußerst überrascht von der Agilität, der Schnelligkeit und dem Handling, die das (noch) Serienfahrzeug auf die Strecke brachte. Über die Winterpause hinweg wurde der Mustang von den ehrenamtlichen Mechanikern des Teams sukzessive zum Rennfahrzeug umgebaut. Zusammen mit KW und Asch Motorsport wurde ein neues Fahrwerk entwickelt. Die Federführung in der Entwicklung hatte der aktuelle Meister der ADAC GT-Masters, Sebastian Asch, Sohn des ehemaligen DTM-Fahrers Roland Asch. Zudem wurden insgesamt 300 Kilogramm an Gewicht aus dem Auto entfernt. Die Motorhaube und die Kofferraumabdeckung wurden durch sehr viel leichteres CFK ersetzt. Die Motorleistung schöpft der Mustang aus einem leistungsstarken 5,0-l-V8-Benzinmotor, so wie er auch in der Serie angeboten wird.
Erstmals eingesetzt und getestet wird der Mustang beim ADAC Zurich 24h-Qualifikationsrennen, dann erst wird sich zeigen, wie die Umbaumaßnahmen harmonieren. Die Veranstaltung bietet auch den Fahrern enorm viel Zeit, sich auf das neue Fahrzeug einzustimmen. Beim ADAC Zurich 24h-Qualifikationsrennen und beim ADAC Zurich 24h-Rennen werden die Fahrer Stephan Wölflick, Urs Bressan und Jürgen Gagstatter an den Start gehen. Verstärkt wird die bewährte Konstellation durch den erfahrenen Rennfahrer Tobias Neuser, der 2012 beim 24h-Rennen in Dubai auf einem Lamborghini Gallardo GT3 in die Top Ten im Gesamtklassement fuhr.
Der Ford Mustang GT V8 wird beim Langstreckenklassiker in der äußerst konkurrenzstarken Klasse SP8 an den Start gehen. Mit Aston Martin und Toyota wird die Klasse hart umkämpft sein - das Team erhofft sich jedoch, aufgrund der langjährigen Erfahrung ein Wörtchen mitreden zu können und möchte wohlbehalten auf der bestmöglichen Position ins Ziel kommen.
