Saisonstart am Nürburgring mit Probe- und Einstellfahrten
Teams nutzten die Gelegenheit, ihre PS-starken Fahrzeuge zu testen
Nürburgring. Mit den Probe- und Einstellfahrten startete der Nürburgring in seine neue Motorsportsaison. Aller Anfang ist bekanntlich schwer und so stotterte der Motor, im Bezug auf die Wirtschaftlichkeit dieser Veranstaltung, die erstmals von den neuen Ringbesitzern ausgerichtet wurde, bei nur 70 teilnehmenden Teams noch stark vor sich hin.
Die Reduzierung des Teilnehmerfeldes um fast die Hälfte, gegenüber den vergangenen Jahren, dürfte aber nicht nur an der deutlichen Erhöhung des Nenngeldes auf 1600 Euro gelegen haben. Auch die kalten Wetterprognosen und die damit verbundene Unsicherheit, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden würde, wird manchen Teamchef dazu bewogen haben, seine Rennfahrzeuge in der Werkstatt zu lassen. Die am Ring beheimateten Spitzenteams von Black Falcon (Meuspath), Frikadelli Racing (Barweiler), GetSpeed (Meuspath), Manthey Racing (Meuspath) und RTR (Adenau) nutzten jedoch die Gelegenheit, ihre PS-starken Rennfahrzeuge zu testen.
Auch die kleineren Teams von Manheller Racing (Meuspath) und PRO Sport (Herschbroich) spulten bei Temperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt ihre Testkilometer ab. Neben den heimischen Teams waren auch die Werksteams von Audi, BMW und Aston Martin vertreten, die ihre Fahrzeuge schon mit Blick auf das 24h-Rennen abstimmten. Audi präsentierte dabei, nur elf Tage nach der Weltpremiere des neuen R8 LMS auf dem Autosalon in Genf, den Fans das Auto erstmals offiziell auf der Rennstrecke.
Am Steuer des von Phönix Racing (Meuspath) betreuten Ingolstädter-Boliden wechselten sich mit Frank Stippler und Markus Winkelhock zwei der Gewinner des letztjährigen 24-Stunden-Rennens ab. Für viele Fans dürfte aber der Maserati MC12 der Star des Tages auf der Nordschleife gewesen sein. Das Team von Vita4One des ehemaligen GT Weltmeister Michael Bartels testete den legendären Sportwagen erstmals in der Grünen Hölle. Ein eventueller Gaststart in der VLN wäre für das Team sogar denkbar, da der Sportwagen auf Grund seines Alters in der Gruppe H der Youngtimer Fahrzeuge, starten dürfte. Vielleicht können sich die Fans ja auf ein Wiedersehen mit dem Maserati MC12 beim 1. VLN Lauf am 28. März freuen. Fest steht, dass der Audi R8 LMS seine Rennpremiere bei diesem Rennen geben wird.
Den neuen Audi R8 LMS konnten die Fans erstmals auf der Rennstrecke bewundern.
Der Maserati MC12 war für viele der „Star des Tages“ auf der Nordschleife.
