FIM-European-Frauen-Trial-Europameisterschaft im polnischen Miekinia
Theresa Bäuml feierte einen Doppelsieg
Winningen. Die deutsche Fahrerin Theresa Bäuml (Bosi-Beta) erreichte beim zweiten Lauf zur FIM-European-Frauen-Trial-Europameisterschaft, der im polnischen Miekinia, vier Kilometer entfernt von Krzeszowice, ausgetragen wurde, den ersten Platz. Früh am Morgen setzte starker Regen ein, alle zwölf Abschnitte wurden sehr rutschig und somit ziemlich schwierig. Der gesamte Rundkurs, den es an jedem Tag zweimal zu bewältigen galt, war recht kurz, etwa drei Kilometer. Alle Abschnitte waren von den Zuschauern sehr leicht erreichbar.
Bäuml gewann mit deutlichem Vorsprung: In Runde eins benötigte sie nur 14 Strafpunkte, gegenüber den Mitstreiterinnen war das weniger als die Hälfte. Sara Trentini (Beta-Italy) auf dem zweiten Platz benötigte bereits 37 Strafpunkte. Mit diesem sicheren Vorsprung konnte Bäuml völlig entspannt die zweite Runde angehen. In Runde zwei wurden alle Abschnitte leichter, da das Gelände aufgrund der sehr heißen Temperaturen (über 30 Grad im Schatten) stark abtrocknete.
Die deutsche Fahrerin, am Start für den AC Mayen, konnte in Runde zwei ihre Fehlerpunkte auf 13 verbessern und kam in der Addition auf 27 Strafpunkte. Bäuml schaffte es somit, in zwei Runden weniger Strafpunkte zu erhalten, als die beste Mitstreiterin bereits aus einer Runde hatte. Sie hatte somit den Sieg bereits eingefahren. Trentini verbesserte ihre Punktzahl auf 22 Strafpunkte und kam in der Summe auf 37+22=59 Strafpunkte. Platz drei ging an Ingveig Hakonsen aus Norwegen.
Am zweiten Tag in Miekinia stand der dritte EM-Lauf an. Der Veranstalter stand komplett unter Zeitdruck - wegen einer angekündigten starken Unwetterfront. Teamchef Michele Bosi (TopTrialTeam) gab somit die Strategie aus, alle Abschnitte ohne anzuschauen schnellstmöglich zu bestreiten. Trotz des Zeitdrucks und dem schwül-heißen Wetter schaffte Bäuml die erste Runde mit nur drei Strafpunkten. Anschließend wurde nur kurz aufgetankt und in die zweite Runde gestartet.
Die Strategie war perfekt, denn erst als Bäuml zum letzten Abschnitt in Runde zwei einfuhr, erreichte die Gewitterfront den Veranstaltungsort. Bäuml erzielte mit insgesamt zehn Strafpunkten in zwei Runden wieder weniger Strafpunkte, als die Zweitplatzierte bereits in Runde eins hatte. Das Gewitter wurde jedoch so stark, dass der Veranstalter gezwungen wurde, die Veranstaltung abzubrechen.
Die zweite Runde wurde wegen der Unwetterfront aufgrund der Sicherheit der Fahrer gestrichen. Nach den Vorschriften war es möglich, den Lauf zu werten mit den Ergebnissen nach der ersten Runde.
Bäuml hatte keine Konkurrenz. Sie lieferte ihre Karte mit nur drei Fehlerpunkten ab. Hinter ihr landete Hakosen, Mette Fidje (ebenfalls Norwegen) wurde Dritte. Der Finallauf findet am 13. August in Großheubach (Deutschland) statt, Bäuml ist ganz nah an ihrem zweiten Titel in Folge.
Konzentration pur: Theresa Bäuml.
