Basketball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar - Saison 2017/18
Treis-Karden darf weiter hoffen
Der erste Auswärtssieg der TuS in Speyer sorgt für Spannung in der Liga
Treis-Karden. Der TuS Treis-Karden ist wieder im Boot im Kampf um den Klassenerhalt. Mit dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison haben die Moselaner bei der SG Towers Speyer/Schifferstadt den Grundstein gelegt um weiterhin vom Ligaerhalt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zu träumen. Mit einem 71:61 (55:41, 38:29, 21:11) gelang ein souveräner Sieg im Südwesten. Da der Südwestligist das geplante Rückspiel in Treis-Karden 24 Stunden später, wegen Mannschaftsschwierigkeiten absagte, werden wohl auch diese zwei Punkte dem Konto der Moselaner gutgeschrieben. Dadurch hat die Mannschaft von Marek Betz es nun fast wieder selbst in der Hand, mit einem Sieg über Saarbrücken, im letzten Heimspiel der Saison in zwei Wochen für den Klassenerhalt zu sorgen. Aber eben nur fast. Vielleicht kommt dem TuS hierbei zugute, dass den Saarländern selbst mit einem Sieg beim MJC Trier bereits am letzten Sonntag der eigene Klassenerhalt gelungen ist. Ein ganz entscheidender Punkt ist allerdings wohl der kommende Spieltag. Zwar ist der TuS Treis-Karden hier spielfrei, aber der direkte Konkurrent um den Ligaerhalt, die Reserve der DJK Saarlouis-Roden, empfängt Spitzenreiter BBC Montabaur. Und die Westerwälder dürften sich, wenn sie ihren Titeltraum weiter selbst in der Hand haben wollen, keinen Punktverlust erlauben. Denn im direkten Vergleich steht der Tabellenzweite aus Mainz eben besser da und würde bei einem Sieg der Saarländer an Montabaur vorbeiziehen müssen. Und genau diese direkten Vergleiche sind eben auch das Problem für den TuS Treis-Karden. Ein Sieg gegen Saarbrücken würden den Moselanern die Punkte fünfzehn und sechszehn einbringen. Aber diese Punkte würden, bei zwei Siegen der Saarländer, eben Punktgleichheit um Platz neun bedeuten und Saarlouis hätte durch die bessere Bilanz im direkten Duell die Nase vorne. So gilt es im Moselland, weiter abzuwarten und mit einem Auge ins Saarland zu blicken. Und dann eben auch noch die Regionalliga. Denn die Anzahl der Absteiger der Regionalliga bestimmt auch noch die Absteigerzahl der Oberliga. Mit dem BBC Horchheim steht hier schon der erste Absteiger für die Oberliga fest. Aber es könnte auch noch den letztjährigen Aufsteiger Bergzabern erwischen. Die stehen aktuell punktgleich im Klassenkampf mit dem TuS Makkabi Frankfurt, dem VfL Bensheim und der SKG Roßdorf. Bei zwei Siegen des TV Bad Bergzabern gegen Horchheim und in Roßdorf sollte hier der neunte Platz eingenommen werden können. Insgesamt bleibt, dass in allen Ligen noch viele Fragezeichen stehen. „Wir müssen eben erst einmal unsere Hausgaben machen und die Partie gegen Saarbrücken für uns entscheiden“, gibt sich Co-Trainer Hans Jakobs kämpferisch.
„Unter Druck scheinen wir besser zu funktionieren“, gab sich Marek Betz vor der Partie im Südwesten optimistisch. Und er sollte recht behalten. Seine Mannschaft startete furios und dominierte vor allem im ersten Viertel der Partie. Nach zehn Minuten lagen die Gäste mit 21:11 bereits klar in Führung. Und genau dieser Vorsprung sollte dann auch am Schluss noch bestand haben. Dazwischen lagen aber spannende 30 Minuten in denen sich die Betz Schützlinge letztendlich souverän präsentierten und somit sich en ersten Auswärtssieg nach Hause brachten. „Ein verdienter Sieg, der auch höher hätte ausfallen können“, gab sich Trainer Betz nach Spielende zufrieden, aber zurückhaltend. Denn auch er hatte gesehen das Speyer gesehen sich nochmals kurzzeitig bis auf vier Punkte (60:64) herangearbeitet hatte. Doch Steffen Nitzsche sorgte dann mit einem Dreier wieder für Ruge und am Ende konnte das Team sich über den sechsten Saisonsieg freuen.
Das in der Nacht dann wahrscheinlich siebter dazu kommen sollte ahnte zu diesem Zeitpunkt keiner. Unter dem Strich schien es den sportlich Verantwortlichen fast sogar peinlich, am grünen Tische die Punkte einzufahren. „Insgesamt ist es schade, wenn eine solche Entscheidung über einen Abstieg am grünen Tisch gefällt wird“, gibt sich hier Betz diplomatisch.
TuS Treis-Karden: Tim Seimet (6), Sebastian Hock (2), Marc Ernst (2), Steffen Nitzsche (12), Jan-Philipp Zilles (0), Stefan Haupt (2), Christopher Nitzsche (6), Marcel Bröhl (11), Felix Adams (9), Paul Klär (15), Andre Küpper (6). THhb
