Godesberger Motor-Club beim ersten Lauf zur Rundstrecken Challenge am Nürburgring
Turbulenter Saisonauftakt
Nürburgring. Mit starken Aprilwetter-Kapriolen startete der erste Lauf zur Rundstrecken Challenge am Nürburgring. Mit 195 Startern präsentierte sich ein volles Starterfeld und die Gleichmäßigkeitsprüfung, im Rahmen des 24h-Qualifying, war ebenfalls voll ausgebucht. Auch vom Godesberger Motor Club starteten jeweils zwei Teams in diesen stark besuchten Breitensportserien. Während das eine GMC Team sich mehr um den Fahrspaß kümmerte, stand für Fahrer Timo Walbröl und Hans-Christoph Schäfer auf dem betagten „Elektro Gestrich Golf 1“ ein Fahrertraining an.
Der Motorsporteinsteiger Timo hatte anfangs doch einige Schwierigkeiten, sich auf der 20 Kilometer langen „Grünen Hölle“ zurechtzufinden und die Passagen zuzuordnen. Jedoch konnte er sich nach und nach in seinen Geschwindigkeiten steigern und spulte seinen sechs Runden Turn ohne Ausritte und Kaltverformungen zügig ab. Danach nahm der erfahrene Hans-Christoph Schäfer selbst das Lenkrad in die Hand und zeigte eindrucksvoll, was noch so alles geht mit dem alten Golf, sehr zur Freude anderer Teilnehmer, die das Treiben mit dem Golf neidvoll bewundern mussten, da es zum vorbeiziehen keine Möglichkeit gab, außer auf der langen Geraden.
Regen überraschte die Fahrer
Im Anschluss stand die RCN an, Startfahrer Paddy Pomplun machte sich im „Heuser Seat-Leon“ startklar für den ersten Turn, Stammfahrer Dr. Michael Albertz startete wie üblich alleine zur 13 Runden-Jagd auf seinem „Bartesch Seat Leon“. Beide setzten von Anfang an auf Slicks und wurden bereits in der ersten Runde von plötzlich einsetzendem, heftigen Regen überrascht. Dennoch blieben die Fahrer draußen.
Die Unfälle auf der Strecke häufen sich zusehends und die Hektik in der Box, die passenden Reifen aufzuziehen, wurde immer größer. Unbeeindruckt blieben die beiden Fahrer bis zur Tankpause draußen und konnten sich somit nach und nach in die vorderen Ränge spülen.
Beim Fahrerwechsel war die Strecke bereits vollends abgetrocknet und H.-Chr. Schäfer übernahm das Fahrzeug von Paddy Pomplun, der es unversehrt nach ein paar Streckentipps übergab. Als H.-Chr. seine erste Runde beendete brach ein Platzregen herein, der das Fahrzeug nicht mehr sauber beschleunigen ließ. Hastig wurde die Box aufgesucht und die überraschte Boxenmannschaft rund um Michael Baresel hatte es schwer, einen gewohnt zügigen Wechsel zu absolvieren.
Auch die Zeitnehmerin Vicky Pomplun war von dem plötzlichen Boxenstopp überrascht worden, da das Schwesterfahrzeug noch draußen blieb. Mit aufgezogenen Regenreifen machte Schäfer einiges an Zeiten wieder gut und konnte sich trotz immer stärker abtrocknender Strecke in seinen Zeiten steigern. Im Ziel setzte er sich mit Platz 44 von 108 noch gewerteten Fahrzeugen deutlich vor das Schwesterfahrzeug von Michael Albertz auf Platz 57 und in der Klasse schaffte das Fahrerduo Pomplun-Schäfer somit den hervorragenden vierten Platz, obwohl das Fahrzeug noch nicht so gut lief wie erhofft.
Ausblick
Das nächste Rennen steht im Rahmen des 24h-Rennen an und wird wie immer ein Highlight in der Saison. Zur Zeit wird in der Halle des GMC noch der dritte Leon fertig gestellt, der dann auch nach dreijähriger Pause wieder auf die Strecke soll.
Der alte Golf mit Timo Walbröl und H.-Chr. Schäfer zeigte, was in ihm steckt.
