Lokalsport | 14.11.2018

SG Hocheifel

Unglücklich verloren

SG Westum - SG Hocheifel 4:2 (0:1)

Adenau / Westum. Die SG Hocheifel hat zum Rückrundenauftakt im Auswärtsspiel bei der SG Westum eine unglückliche 4:2 (0:1)- Niederlage hinnehmen müssen. Am späten Samstagnachmittag agierten die Gäste vom Nürburgring gegen die klar favorisierten Hausherren aus einer tiefen Grundordnung heraus, in der sie die SG Westum das Spiel machen ließen, um selbst mit schnellen Konterangriffen gefährlich zu werden. Diese Taktik ging sofort voll auf, denn es dauerte keine sechs Spielminuten, als Dennis Palarowski nach einem perfekten Zuspiel von Christoph Schumacher frei vor dem Westumer Keeper auftauchte und diesen mit einem platzierten Flachschuss keinerlei Chance ließ. Mit der frühen Führung im Rücken lauerten die Schützlinge von Tobias Weiler weiterhin auf Fehler im Westumer Aufbauspiel, und die Gastgeber hatten tatsächlich große Probleme, gegen die diszipliniert verteidigenden Adenauer gefährliche Tormöglichkeiten herauszuspielen. Vor allem Marvin Vitten und Hannes Schieler im Abwehrzentrum präsentierten sich in einer sehr guten Verfassung und gewannen eine große Zahl an direkten Zweikämpfen. Zweimal hatte die SGH dennoch Glück, als Westumer Angreifer jeweils hundertprozentige Tormöglichkeiten liegen ließen. Doch auch auf der Gegenseite hätte es vor der Pause noch ein weiteres Mal einen Treffer geben können, allerdings scheiterten sowohl Palarowski als auch Heintz bei ihren guten Versuchen knapp. Der Beginn der Zweiten Halbzeit war für die Gäste dann denkbar schlecht: nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff brachte Rechtsverteidiger Richard Schäfer seinen Gegenspieler im Strafrum zu Fall, wodurch es korrekterweise Elfmeter für die Hausherren gab. Diese verwandelten den Strafstoß souverän zum Ausgleich. Das Gegentor war ein deutlicher Wirkungstreffer bei den Gästen, die sich in den folgenden 10 Minuten eine ganz schwache Phase erlaubten und von den Westumern nun gehörig unter Druck gesetzt wurden. Fast schon folgerichtig gingen diese in der 56. Minute dann mit 2:1 in Führung, als die SGH Defensive es gleich mehrfach verpasste, den Ball aus dem Strafraum zu klären, ehe Eugen Puder durch einen Schuss aus dem Gestocher heraus überwunden wurde. Die Antwort der Gäste folgte aber praktisch postwendend, als der Sekunden zuvor eingewechselte Niklas Pauly mit seiner ersten Ballaktion überhaupt das Spielgerät aus gut 20 Metern in die linke untere Ecke beförderte und so den Ausgleichstreffer für sein Team erzielte. Fast wären die Gäste nur wenige Minuten später sogar wieder in Führung gegangen, doch ein toller Distanzschuss von Palarowski klatschte nur an den Außenpfosten. In der 71. Spielminute kam es dann zu einer spielentscheidenden Szene: Nach einem Schuss von Pauly übersah der Unparteiische ein ganz klares Handspiel eines Westumer Verteidigers im Strafraum und verwehrte den Gästen so den fälligen Elfmeter. Stattdessen rollte ein Westumer Konter an, an dessen Ende der bereits verwarnte Schäfer wegen wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte sah. In Unterzahl wurden die Kombinerten vom Nürburgring dann wieder zusehends in die Defensive gedrängt. Trotz einer weiterhin tadellosen kämpferischen Einstellung mussten sie in der 78. und 81. Minute dann einen Doppelschlag der Westumer hinnehmen, der die Partie letztendlich entschied. Zwar stemmten sich die Gäste bis zum Schlusspfiff gegen die Niederlage, allerdings fehlte ihnen zu zehnt sowohl die Kräfte als auch die Mittel, um die Westumer Defensive nochmals entscheidend zu gefährden. Alles in allem ist die Niederlage aufgrund des Spielverlaufs als unglücklich einzustufen. Die SGH hat bei einem absoluten Titelaspiranten ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert und eine geschlossene Mannschaftsleistung an den Tag gelegt. Dass diese nicht mit Punkten belohnt wurde, lag zum einen an der abermals ausbaufähigen Chancenverwertung und zum anderen an der „verhängnisvollen“ 71. Spielminute, als man zunächst einen Strafstoß verwehrt bekam und sich im Gegenzug selbst dezimierte. Nichts desto trotz macht die Vorstellung Mut für die drei verbleibenden Spiele in diesem Jahr, von denen vor allem die beiden Heimspiele gegen unter sich platzierte Teams unbedingt gewonnen werden sollen.

Für die SGH spielten: Puder-Schäfer, Schieler, Vitten, S. Schmitz (Prämaßing / 82.), Hertel (Baur / 72.), Weiler- Dederichs, Pauly / 56.), Schumacher, Palarowski- Heintz.

Ausblich: Die SGH trifft am Sonntag 18. November, zuhause auf den SV Rheinland Mayen. Das Spiel findet um 14.30 Uhr auf dem Hartplatz des Adenauer Eifelstadions statt.

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