TG 1888 Polch, Abteilung Gerätturnen männlich
Unter den Besten in Rheinland-Pfalz
Polch. Die 120 besten Turner aus Rheinland-Pfalz trafen sich in Gau-Odernheim zu den Einzelmeisterschaften. In verschiedenen Alters- und Wettkampfklassen wurde an den Geräten Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck um Punkte und Platzierung geturnt.
Die TG konnte auch in diesem Jahr vier junge Sportler an den Start schicken. Diego Kunz (Jahrgang 2006) zeigte saubere Übungen und verzichtete darauf, riskante und schwierige Übungen zu turnen. Einmal mehr ging es eher darum, sauber anstatt schwierig zu turnen. Als einer der jüngsten Starter in diesem Wettkampf konnte er mit dem einen oder anderen Konkurrenten (noch) nicht mithalten. Mit seinem achten Platz durfte er trotzdem sehr zufrieden sein.
Markus Otto und Kevin Henschel traten zusammen im Pflichtwettkampf der 14- bis 15-Jährigen an. Mit insgesamt elf Startern war dieses Teilnehmerfeld quantitativ wie auch qualitativ äußerst stark besetzt. Otto musste mit dem Handicap einer leichten Verletzung ins Rennen starten und hatte am Reck und am Pauschenpferd empfindliche Abzüge hinzunehmen. Selbst die guten Wertungen vom Sprung und Boden konnten das nur zum Teil wettmachen. Mit seinem neunten Platz konnte er trotzdem sehr zufrieden sein. Denkbar knapp ging es im Kampf um das Podest zu. Henschel turnte den gesamten Wettkampf sauber durch und wurde mit dem dritten Platz belohnt. Der Abstand auf den zweiten Platz war der kleinstmögliche mit 0,05 Punkten. Und selbst auf den ersten Platz hatte Henschel lediglich 0,35 Punkte Rückstand.
Lars Sippmann turnte am Nachmittag im zweiten Durchgang erstmals im Wettkampf der 18-jährigen Kürturner. In diesem Programm werden erhöhte Anforderungen an die Übungen gestellt. Aus den Erfahrungen des ersten Durchgangs stellte Sippmann die eine oder andere Übung zugunsten einer sauberen und sicheren Ausführung um. Diese Rechnung ging auch bis zum vorletzten Gerät, dem Reck, auf. Zu diesem Zeitpunkt lag er noch in einem Bereich, der einen Podestplatz gesichert hätte. Allerdings verließ ihn am Reck ein wenig die Konzentration und Spannung, so dass er einen als Sturz zu wertenden Fehler hinnehmen musste und insgesamt mindestens zwei Punkte verlor. Hätte er diese beiden Punkte nicht „auf der Matte liegengelassen“, wie es im Turnerjargon heißt, wäre der dritte Platz sicher gewesen. Letztlich kann er mit seinem sechsten Platz trotzdem zufrieden sein. Neben vielen Punkten sammelten die jungen Sportler auch jede Menge Erfahrung auf der Rheinland-Pfalz-Ebene, auf der die Anforderungen an die Sportler schon recht hoch sind.
