RTV-M1883 Handball
Verschenkter Punkt im Derby
Rheinbach.Das Rhein-Sieg-Derby in der Nordrheinliga hat keinen Sieger hervorgebracht: Der RTV M1883 und die HSG Siebengebirge haben sich vor 200 Zuschauern in der Sporthalle Berliner Straße mit 24:24 (13:11) getrennt. Während die Gäste mit dem Remis leben können, trauern die Rheinbacher Handballer einem verschenkten Sieg hinterher. Nach einer 5-Tore-Führung Mitte der zweiten Halbzeit stand der RTV in der 58. Minute beim Stand von 24:22 und Ballbesitz vor dem ersten Saisonsieg. Doch nach zwei Ballverlusten kam Siebengebirge noch zum Ausgleich. „Wir dominieren über die gesamte Spielzeit die Partie und schenken Siebengebirge in den Schlussminuten noch einen Punkt. Das ist bitter“, so Trainer Schwolow.
Der RTV bestimmte von Beginn an das Spiel. Nach einem 0:1-Rückstand gingen die Hausherren mit 6:2 (8.) in Führung. 9:5 hieß es nach 15 Spielminuten. Siebengebirge kam nun besser ins Spiel und verkürzte auf 11:10 (26.) und 12:11 (29.). Der in der ersten Halbzeit stark aufspielende Milan Künkler erzielte mit dem Pausenpfiff das 13:11. Auch nach dem Seitenwechsel lief für die Hausherren zunächst noch alles nach Plan. Bis zur 44. Minute baute Rheinbach seinen Vorsprung auf 21:16 aus. Trotz der Führung bewahrte der RTV allerdings nicht die nötige Ruhe. Unsicherheit und Hektik schlichen sich in das junge Team ein und nach einigen Fehlwürfen und Fehlpässen war Siebengebirge beim 22:21 (53.) und 23:22 (56.) wieder dran. Nach einer Rheinbacher Auszeit erhöhte Lukas Kazimierski auf 24:22 (58.) und als der gut aufgelegte Torwart Elias Hoven den nächsten Wurf parierte, schien der RTV endgültig auf die Siegerstraße eingezogen zu sein. Doch es folgten zwei schnelle Ballverluste und Siebengebirge schaffte mit dem siebten Feldspieler zehn Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich. Der letzte Rheinbacher Wurf auf das leere Gästetor verfehlte knapp das Ziel.
Es spielten: Elias Hoven (TW, 1 Tor), Leon Thürnau (TW), Timm Schwolow (3/1), Nicolas Eusterholz (1), Marius Schmitz (5), Wolfram Goetz (1), Simon Ollefs (4), Lukas Kazimierski (1), Milan Künkler (7), Florian Genn (1), Julians Stoetzel und Motoki Sato
