In Bremm dreht sich das Trainerkarussell
Vertrag mit Coach Reinisch nicht verlängert
Die SG Bremm sucht einen neuen Trainer
Bremm. Im Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es in der Fußball-Kreisliga A Hunsrück/Mosel eine überraschende Nachricht: Die SG Bremm hat den auslaufenden Vertrag mit Trainer Christoph Reinisch nicht verlängert und will den Trainerstuhl für die kommende Saison neu besetzen. Reinisch, der zuvor die A-Jugend der JSG Cochem betreute, war drei Spielzeiten in Bremm tätig. Im ersten Jahr schaffte er durch ein erfolgreiches Entscheidungsspiel gegen die Leiningen knapp den Klassenerhalt. Im Anschluss formte er eine junge und leistungsorientierte Mannschaft, die in den kommenden Spielzeiten Tabellenplatz vier und fünf belegte, aber auch die Ansprüche erhöhte. So in der vergangenen Saison, als die SG-Elf eine hervorragende Hinrunde spielte. Auf Augenhöhe mit den Spitzenmannschaften SV Hausbay-Pfalzfeld sowie Spvgg Cochem startete die Reinisch-Elf in die Rückrunde, um in den kommenden Begegnungen maßlos zu enttäuschen. Am Ende belegten die Reinisch-Truppe den fünften Tabellenplatz, 27 Punkte von Meister SV Hausbay-Pfalzfeld und 23 Punkte vom Tabellenzweiten Cochem getrennt.
Für die Bremmer Verantwortlichen einer von mehreren Gründen, um sich mit Reinisch zusammenzusetzen und die Situation zu analysieren. Sowie über ein Konzept, für die kommende Spielzeit, zu beraten“, macht der Bremmer Abteilungsleiter Jan Braun deutlich. „Beide Seiten haben sich große Mühe gegeben, sind aber nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Die unterschiedlichen Auffassungen der aktuellen und künftigen Entwicklung haben letztendlich zur Trennung geführt.“ Reinisch wurde nicht als Sündenbock alleine hingestellt, auch die Mannschaft hatte einen Teil zu der Negativentwicklung beigetragen, aber wie so oft trägt halt der Trainer die Verantwortung.
„Christoph hat in seiner Zeit in Bremm eine 110-prozentige Arbeit abgeliefert und auch menschlich war ihm nichts vorwerfen, deshalb ist uns der Entschluss, sich zu trennen, auch sehr schwergefallen“, betont Braun und fährt fort: „Den neuen Mann werden wir mit Sorgfalt aussuchen, auch wenn die Zeit dafür knapp geworden ist. Trainer an der Seitenlinie oder auch Spielertrainer, aber auf jeden Fall ein neues Gesicht, das nicht nur frischen Wind und Schwung mitbringt, sondern völlig unvoreingenommen die Sache angeht.“
Für Braun ist es wichtig, dass der kommende Coach hinter der Philosophie des Vereins steht, mit dem eigenen Nachwuchs zu planen und zu arbeiten. Und damit den Erfolg suchen.
„Um auch zukünftig in der Spitzengruppe der A-Liga mitzumischen, ist das nötige Potential zweifellos vorhanden. Wir vertrauen in die Jungs, die wir haben und werden diesen Weg weitergehen. Zu dem vorhandenen Kader stoßen mit Rainer Zenz, Jan Goldschmidt und Julian Justen drei talentierte A-Jugendliche, die schon in der A-Klasse eingesetzt wurden. Außerdem stehen mit Patrick Weirich und Patrick Jobelius wieder zwei wichtige Stammkräfte zur Verfügung“, erläutert Braun und hofft, dass er der Mannschaft in Kürze ihren neuen Chef vorstellen kann. LS
