SV Eintracht Mendig Abteilung Tischtennis
Wechselbad der Gefühle
Auswärtssieg der Außenseiter aus Mendig mit 9:5 gegen TuS Weitefeld-Langenbach II - 6:9-Niederlage gegen SF Nistertal 07 II - Mendiger Eintracht II: Niederlage gegen TuS Fortuna Kottenheim II
Mendig. Für das Spitzensextett der Mendiger Eintracht stand in der 2. Rheinlandliga ein Spieltag von richtungsweisender Bedeutung auf der To-Do-Liste. Immer herrischer klopfte in jüngster Zeit das Abstiegsgespenst an die Pforte der TT-Abteilung. Willenlos wollte man ihm nicht das Öffnen der Tür überlassen und die Chance nutzen, den ungebetenen Gast zu vertreiben. Dazu bot sich an diesem Tag gleich zweimal die Möglichkeit, denn am Koppelspieltag liefen die Mendiger im Westerwald bei zwei Konkurrenten auf. Zuerst stellte man sich dem TuS Weitefeld-Langenbach II, der als Tabellenzweiter den Relegationsplatz für den Aufstieg so gut wie in trockenen Tüchern hat. Die Favoritenrolle trug damit klar der Gastgeber.
Dennoch glaubten die Mendiger an eine kleine Siegchance, und die wollten sie nutzen. Schließlich gelang ihnen in der Vorrunde ein überraschender und denkbar knapper 9:7-Sieg über diesen Gegner. Wie in den vorausgegangenen Begegnungen erwiesen sich die Eröffnungsdoppel als Vorboten für die abschließende Punkteverteilung. Da sowohl Jonny Bogolowsky/Daniel Dechert als auch Sascha Müller/Dieter Uenzen ihre Partien gewannen, konnten die Vulkanstädter mit Optimismus und einer 2:1-Führung in die Einzel starten.
Im Oberen Paarkreuz punktete Daniel Dechert gegen Paul Richter, in der Mitte Dr. Claus Court gegen Danny Ott und im Unteren Paarkreuz Dieter Uenzen gegen Daniel Jakob. So konnte in der Runde der Überkreuzvergleiche der knappe Vorsprung bewahrt werden (5:4). Nun standen die Direktvergleiche an, und da trumpfte die Eintracht auf. In teils heiß umkämpften und eng verlaufenden Partien setzten sich Jonny Bogolowsky, erneut Dr. Claus Court, Sascha Müller und wiederum Dieter Uenzen durch. Damit stand der überraschende Auswärtssieg der Außenseiter aus Mendig mit 9:5 fest.
Mit der Euphorie dieses Erfolges rechnete man sich auch Chancen in der zweiten Begegnung des Tages bei den SF Nistertal 07 II aus. Abermals erwiesen sich die Eingangsdoppel als Weichensteller für den Ausgang der Partie. Alle drei Doppel holten sich die Gastgeber und so musste die Eintracht mit der schweren 0:3-Hypothek in die Einzel starten. Dass sie sich keineswegs aufgegeben hatten, bewiesen die folgenden Begegnungen.
Nur ein Sascha Müller konnte gewinnen
Jonny Bogolowsky, Daniel Dechert, Dr. Claus Court und Sascha Müller brachten mit ihren Siegen die Eintracht sogar mit 4:3 in Vorderhand. Dann rissen die Nistertaler das Heft des Handelns wieder an sich und führten zwischenzeitlich mit 6:4. Aber die Mendiger ließen nicht locker und hielten mit Erfolgen von Dechert und Court erneut dagegen. Der ausgeglichene Zwischenstand von 6:6 ließ noch alle Optionen offen. Als Kuriosität ist wohl zu vermerken, dass es zu einem Aufeinandertreffen von Sascha Müller (Nistertal) und Sascha Müller (Mendig) kam, welches folgerichtig nur ein Sascha Müller gewinnen konnte. Leider aus Mendiger Sicht der falsche.
Letztlich aber erwies sich der Rückstand der Eintracht nach den Doppeln als uneinholbar und es kam eine 6:9-Niederlage in die Annalen dieser Meisterschaftssaison. Es ist schon fast tragisch zu sehen, dass in der Bilanz der Einzel (z.B. häufig 6:6) die Mendiger ihre Konkurrenzfähigkeit bzw. Gleichwertigkeit unter Beweis stellen, aber durch die Doppelergebnisse ihre Konkurrenten mit den Punkten davonziehen lassen müssen.
Dennoch ist nach diesen beiden Begegnungen ein positives Resümee zu ziehen: Vorläufig hat man die Abstiegsplätze hinter sich gelassen und die Chancen auf den Klassenerhalt erhöht. Das Team weiß, dass es zum Zurücklehnen noch viel zu früh ist und es noch maximaler Anstrengungen bedarf, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.
Im Spitzenspiel blieb Überraschung aus
Zum Gipfeltreffen der Spitzenmannschaften trafen am vergangenen Freitag die Kreisligateams der Mendiger Eintracht II auf den bisher verlustpunktfreien TuS Fortuna Kottenheim II. Gastgeber Mendig, der sich als derzeitiger Tabellendritter noch berechtigte Hoffnungen auf den Relegationsplatz macht, empfing mit der Fortuna den diesjährigen Überflieger in dieser Spielklasse. Von Anfang an entwickelte sich ein munterer Kampf um jeden Ball, der in der ersten Phase der Partie die Fortune im sprichwörtlichen Glück sah.
So musste sich zum Beispiel Doppel Eins der Eintracht, Niklas Kohlhaas/Philipp Büchel, gegen die Kottenheimer Dennis Wallrich/Stefan Hilger erst im fünften Satz mit 18:20 geschlagen geben. Besseres bescherte das Schicksal dem Doppel Mirko Heuft/Andreas Weingart, die im Fünften mit 15:13 siegten. Nach den Anfangsdoppeln lagen demzufolge die Gastgeber mit 1:2 zurück. Der Rückstand vergrößerte sich in den ersten Einzeln auf 1:4. Niklas Kohlhaas und Martin Geilen ließen sich nicht entmutigen und stellten mit ihren Erfolgen den Anschluss wieder her. Das Geschehen wogte hin und her. Einzelsiege von Andy Weingart, Max Seul und Niklas Kohlhaas führten sogar zum hoffnungsträchtigen Zwischenergebnis von 6:6. Dann aber gelang den Vulkanstädtern nicht mehr viel und die Kottenheimer wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Eintracht konnte den Titelaspiranten fordern, aber letztlich nicht um die Punkte bringen. Dennoch bestehen noch reale Chancen, über die Relegation den Aufstieg zu erreichen.
Eich nicht zu bezwingen
In der 2. Kreisklasse tauchte der SV Eintracht Eich bei Mendigs Dritter in der Turnhalle auf. Für die Mendiger Eintracht ist die aus Eich schon seit Jahren ein Angstgegner. So sollte es auch diesmal kommen. Beide Doppel, eines davon im Fünften, holten sich die Gäste. Auch das erste Einzel von Rollstuhlfahrer Christian Reuter ging im Entscheidungssatz mit 13:11 an Eich. Auf Mendiger Seite konnte an diesem Tag nur der an Drei gesetzte Albert Munk punkten, dem das gleich zweimal gelang. So endete die Partie mit einer ernüchternden 2:8-Niederlage.
Training: Nachwuchs Donnerstag von 17.30 bis 19.30 Uhr, Herren Dienstag von 19 bis 22 Uhr, Donnerstag 19.30 bis 22 Uhr.
