Lokalsport | 23.05.2018

6:4, 6:3 im Finale der Tennis Rheinlandmeisterschaften gegen Neuwieder Djonov – Fabienne Schmidt Damen-Meisterin

Weiler gewinnt seinen ersten Herren-Titel

Im engsten Match des Tages setzte sich Christoph Hilpisch gegen seinen Diezer Dauerkonkurrenten Thomas Kießlich durch.

Koblenz. „Er hat verdient gewonnen“, lobte Benjamin Hassan seinen Nachfolger Raphael Weiler vom TC Mülheim-Kärlich, der bei den 69. Freiplatz-Meisterschaften des Tennisverbandes Rheinland (TVR) seinen ersten Herren-Titel gewann. Bei den Damen setzte sich Fabienne Schmidt (HTC Bad Neuenahr) in einem spannenden Finale gegen die Neu-Triererin Stephanie Schmitt durch.

Traditionellen Saisonhöhepunkt gefeiert

Bei allerbestem Tenniswetter, nur einmal von einem kurzen Gewitterguss unterbrochen, feierte der TVR seinen traditionellen Saisonhöhepunkt auf der Koblenzer Karthause „in einem vom Teilnehmerfeld her etwas kleineren Rahmen“, wie Verbands- und DTB-Präsident Ulrich Klaus feststellte, der gleichwohl betonte: „Auf der Anlage herrscht ein Betrieb wie in all den Jahren zuvor.“ Dabei habe man sogar mit etwas weniger Besuch gerechnet wegen des konkurrierenden zweiten Koblenzer Großereignisses an diesem Pfingstmontag, dem Pokalfinal-Derby auf dem Oberwerth. Zudem fehlte Seriensieger Hassan, „unser Aushängeschild.“ Der Neuwieder, seit einem Jahr als Profi unterwegs („Ich bin zufrieden mit der Entwicklung“), war zwar da, aber nicht auf dem Platz. „Für einen Schaukampf fehlte der Gegner“, erklärte Hassan, der seine Turnierteilnahme im englischen Loughborough kurzfristig abgesagt hatte. Beim Endspiel der Herren-Sonderklasse drückte er seinem Neuwieder Vereinskameraden Christian Djonov die Daumen. Im Halbfinale hatte das geholfen, Djonov gewann den Matchtiebreak gegen den Bad Emser Christof Brenner mit 10:6. „Meine Leistung war ausbaufähig, aber ich habe Matchpraxis gesammelt“, meinte Brenner und fügte hinzu: „Wenn man als Ungesetzter unter die letzten Vier kommt, kann man nur zufrieden sein.“ Im zweiten Halbfinale drehte Raphael Weiler den Matchtiebreak gegen seinen von Magenproblemen geplagten Neuwieder Gegner Promis Iwere („Ich habe mich während des gesamten Turnieres nicht wohlgefühlt“) nach 3:7-Rückstand zum 10:8-Erfolg. Das Endspiel schien dann ganz nach Weilers Vorstellungen zu laufen, als Djonov drei Spiele in Serie abgab. „Aber dann kam mein Aufschlag nicht wie geplant“, kommentierte Weiler seine drei Doppelfehler bei 5:3-Führung. Das prompte Rebreak brachte ihm den 6:4-Satzgewinn, im zweiten Durchgang (6:3) verwandelte Weiler nach dem Break zum 5:3 seinen zweiten Matchball. „Das Turnier lief für mich von Spiel zu Spiel besser“, so der Sieger, „aber das Finale war ein enges Match.“ Dem stimmte Vorjahres-Gewinner Benjamin Hassan zu: „Es war knapper, als das Ergebnis vermuten lässt.“ Christian Djonovs Erklärung für sein Nachlassen nach ausgeglichenem Beginn: „Beim Stand von 2:2 bekam ich Krämpfe und konnte nicht mehr mit der gewohnten Härte aufschlagen.“

Das Damen-Finale

Knapper ging es im Damen-Finale zu, das sich zum Teil mit dem Herren-Endspiel überschnitt. Fabienne Schmidt, favorisiert als Meisterin 2015 und 16, im Vorjahr im Halbfinale an der Oberwertherin Villa Daniella Wagenknecht gescheitert, die diesmal bei den Damen 30 souverän gewann, lag nach Fehlstart mit 2:5 zurück. Ihre fast namensgleiche Gegnerin, zu diesem Zeitpunkt noch ausgesprochen laufstark, kassierte zwar durch einen Doppelfehler den 6:6-Ausgleich, holte sich aber den Tiebreak. Im zweiten Durchgang machte Schmidt aus 3:2-Führung ein 6:2, „und im Matchtiebreak taten mir die Beine weh“, erklärte Stephanie Schmitt nach dem 7:10. „Mein Gegnerin hat richtig, richtig stark gespielt“, lobte die Rheinlandmeisterin, „das Spiel hätte auch umgekehrt ausgehen können.“ Die so Gelobte, ein Mädchen von der Karthause („Ich bin beim VfR Eintracht groß geworden“) und mit einigen Mädchen aus dem Sonderklassen-Feld gut bekannt bis befreundet, freute sich trotz der Niederlage, „denn ich habe berufsbedingt kaum trainieren können.“

Damen-Endspiel und Final- Resultat der A-Klasse Herren

Das Damen-Endspiel der A-Klasse gewann Meike Kohler (TC Mülheim-Kärlich) mit 6:2, 6:1 gegen Lilly Ann Schmidt vom TC Höhr-Grenzhausen, ähnlich deutlich das Final-Resultat der A-Klasse Herren: Der Mülheim-Kärlicher Dennis Krisch schlug David Ruthardt (ASG Altenkirchen) mit 6:2, 6:0. Im zweiten AK-Endspiel der Damen (neben dem 6:0, 6:2 von Wagenknecht gegen Anna-Sophie Fiederlein, ebenfalls TC Oberwerth) lieferten sich Ute Gilberg (TC RL Lahnstein) und die sieben Jahre jüngere Neuwiederin Christine Hölzke ein aufregendes W50-Drama mit dem besseren Ausgang für Gilberg: 10:4 im Matchtiebreak. „Ich bin eine Kämpferin und habe alles gegeben“, freute sich Ute Gilberg und versprach: „Jetzt greife ich wieder an.“ Im letzten Spiel des Tages nutzte Timo Kathke (TC BW Bad Emd) den Aufwind des Tiebreak-Gewinns zum 7:6, 6:1-Sieg gegen M40-Titelverteidiger Matthew Feeney (TC Oberwerth). Zuvor hatte M30-Favorit Philipp Gödtel (HTC Bad Neuenahr) beim 6:1, 6:1 gegen Christian Klapthor (Höhr-Grenzhausen) bewiesen, dass er ebenso gut in der Sonderklasse hätte antreten können, „aber ich wollte mich nicht mit den Jüngeren messen.“ M55-Sieger Stefan Otten aus Trier stellte nach dem 6:2, 6:4 gegen Christof Einig (TV Kleeblatt im TuS Mayen) fest: „Am Ende wurde es eng, mein Gegner hatte Spielball zum 5:5.“ Der Koblenzer Postler Lutz Krauthakel gewann das M70-Endspiel gegen Peter Buhr vom TC BW Herschbach, den eine Wadenverletzung handicapte, mit 4:6, 6:3 und 10:4. Im engsten Match des Tages setzte sich Christoph Hilpisch vom TC Rh.-W. Neuwied nach großem Kampf mit 6:7, 7:6, 11:9 gegen seinen Diezer Dauerkonkurrenten Thomas Kießlich durch und nahm damit Revanche für das verlorene Rheinland-Pfalz-Hallenfinale. Kießlich hatte im Halbfinale Seriensieger Horst Kelling ausgeschaltet, der mangels M65-Teilnehmern bei den Sechzigjährigen antreten musste. Der eine oder andere Oberliga- oder Verbandsligaspieler fehlte auf der Karthause, weil Nachholspiele angesetzt waren. „Das muss anders werden“, so TVR-Präsident Ulrich Klaus. Landesverbands-Präsident Dieter Kirschenmann, gern gesehener Gast in Koblenz, lobte indes die schöne Atmosphäre: „Ich bin jedes Jahr hier bei diesem tollen Turnier“.

Pressemitteilung

des Tennisverbandes Rheinland

Ute Gilberg gewann mit 10:4 im Matchtiebreak.

Ute Gilberg gewann mit 10:4 im Matchtiebreak. Foto: Wolfgang Heil

Villa Daniella Wagenknecht gewann bei den Damen 30 souverän.

Villa Daniella Wagenknecht gewann bei den Damen 30 souverän. Foto: Wolfgang Heil

Raphael Weiler gewann bei den 69. Freiplatz-Meisterschaften des Tennisverbandes Rheinland (TVR) seinen ersten Herren-Titel.

Raphael Weiler gewann bei den 69. Freiplatz-Meisterschaften des Tennisverbandes Rheinland (TVR) seinen ersten Herren-Titel. Foto: Wolfgang Heil

Im engsten Match des Tages setzte sich Christoph Hilpisch gegen seinen Diezer Dauerkonkurrenten Thomas Kießlich durch. Foto: Wolfgang Heil

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