Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Landessportlerwahl 2016: Zehnkämpfer der LG Rhein-Wied gewinnt zum dritten Mal in Folge

Welte, Kazmirek und Thürmer/Thürmer machen das Rennen

Nachwuchsförderpreis geht an Amelie Föllinger und Niklas Märkl

Welte, Kazmirek und Thürmer/Thürmer machen das Rennen

Die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres (Mitte v.l.) Miriam Welte (1. FC Kaiserslautern), Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) und die als Team ausgezeichneten Nadja und Julia Thürmer (RV Finthen) freuen sich über die Ehrung, mit ihnen freuen sich LSB-Präsidentin Karin Augustin (ganz links), Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner (2.v.l.) sowie LSB-Vizepräsident Jochen Borchert (2.v.r.) und Sportminister Roger Lewentz (ganz rechts). Foto: LSB/B. Eßling

17.01.2017 - 14:00

Mainz. Miriam Welte bei den Frauen, Kai Kazmirek bei den Männern und Julia & Nadja Thürmer bei den Teams heißen die Gewinner der 2016er Landessportlerwahl des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB). Die Ehrung fand mit 200 Freunden, Familienangehörigen und Wegbegleitern der Athleten am Sonntagabend im Foyer des Landesfunkhauses des SWR in Mainz statt. In der Sendung „Flutlicht“ wurden die Gewinner anschließend auch der Öffentlichkeit vorgestellt.


Kazmirek erneut Sportler des Jahres


Zehnkämpfer Kazmirek gelang damit das Kunststück, zum dritten Mal hintereinander ganz oben zu landen auf den Treppchen der Publikumsgunst. Das hatte zuletzt der Florettfechter Peter Joppich geschafft, der diesmal nicht zur Wahl stand. Joppich hatte es in den Jahren von 2006 bis 2009 sogar gepackt, gleich viermal hintereinander vorne zu landen. Nachdem der mit einem enormen Willen, großer Selbstdisziplin und einer hohen Bereitschaft zum Leiden ausgestattete Kazmirek vor zwei Jahren mit 22,66 Prozent und zuletzt mit 21,59 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, reichten dem Neuwieder diesmal 21,14 Prozent der Stimmen, um seinen Titel erneut zu verteidigen. Fünf Jahre in Folge Zehnkämpfe auf einem Niveau jenseits der magischen 8.000 Punkte, dazu drei neue Bestleistungen auf- bzw. eingestellt und sein bisheriges Rekordergebnis um stolze 109 auf nun 8.580 Punkte gesteigert: Das Ass der LG Rhein-Wied, das eng mit einem Psychologen zusammenarbeitet und bei den Olympischen Spielen in Rio einen famosen vierten Platz belegte, zählt schon jetzt zu Deutschlands großen Hoffnungen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Platz zwei bei der 21. Auflage der Sportlerwahl erreichte Ruderer Richard Schmidt vom RV Treviris Trier. Auf den großen Routinier, den Experten auch schon mal als „Kopf und Stimme“ des Deutschlandachters bezeichnen und der mit dem DRV-Paradeboot in Rio Silber holte, entfielen 20,29 Prozent der Stimmen. Zuletzt war der Modellathlet von der Mosel, der im vorolympischen Jahr unglaubliche 8.000 Kilometer im Boot absolviert hatte, zweimal Dritter geworden. Diesmal landete der mit beeindruckenden Leistungen überzeugende Triathlet Boris Stein (RSG Montabaur), EM-Dritter im Ironman, mit exakt 20,00 Prozent der Stimmen auf dem Bronzerang. Der drahtige Westerwälder konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen, da er im Trainingslager in Spanien weilte.


Bahnradsprinterin Miriam macht bei den Frauen das Rennen


Bei den Frauen sicherte sich Bahnradsprinterin Miriam Welte vom 1. FC Kaiserslautern zum dritten Mal nach 2013 und 2014 den Sieg. Die 29-Jährige hatte bei den Spielen in Rio an der Seite ihrer kongenialen Partnerin Kristina Vogel nach Gold in London 2012 diesmal die Bronzemedaille im Teamsprint gewonnen. Die in blauer Dienstuniform aufgelaufene Welte, die sich als Polizeikommissarin auch für die Opferhilfeorganisation „Weisser Ring“ engagiert, vereinte 24,01 Prozent der Stimmen auf sich und gewann damit relativ deutlich vor der gerade einmal 22 Jahre alten Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken (20,10 Prozent). Hussong („Rio war ganz komisch – ich habe im Stadion gestanden und wusste nicht, was ich machen sollte“) war 2016 Olympia-Zwölfte und Deutsche Meisterin geworden. Den dritten Platz sicherte sich Stabhochspringerin Lisa Ryzih vom ABC Ludwigshafen, EM-Zweite und Olympia-Zehnte, mit 20,01 Prozent der Stimmen. Die Vorjahres-Siegerin Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach belegte diesmal den vierten Rang. Die 24-Jährige hatte die Qualifikation für Rio verpasst, war aber Deutsche Meisterin geworden und hatte erstmals den Gesamt-Weltcup gewonnen. Zu Weltes Auszeichnung meinte Ricarda Funk: „Ein megaverdienter Preis für eine Topleistung.“


Kunstrad-Duo ist Team des Jahres


In der Kategorie „Team des Jahres“ hatte wie schon so oft ein Kunstrad-Duo die Nase vorne. In die Fußstapfen der Vorjahressieger und inzwischen vierfachen Weltmeister André und Benedikt Bugner vom RSV Klein-Winternheim – die diesmal nicht zur Wahl standen – traten die inzwischen zweifachen Weltmeister im Kunstradfahren der Frauen, Julia und Nadja Thürmer vom RV Mainz-Finthen, mit 22,05 Prozent. Das Schwesternpaar, das bis zu fünfmal pro Woche trainiert und einzelne Übungsteile hunderte Male wiederholt, reihte bei der Heim-WM in Stuttgart eine Höchstschwierigkeit an die andere und verwies die Konkurrenz auf die Plätze. „Es war unglaublich, vor 6.000 Zuschauern zu fahren“, schwärmten die Thürmers, deren Mutter bei der Verkündung der Entscheidung im SWR-Fernsehen die Freudentränen kamen. „Stuttgart hat gezeigt, dass Kunstradfahren olympiawürdig wäre.“ Zweiter bei der Landessportlerwahl wurden die mit einem herausragenden Teamgeist ausstaffierten Sitzvolleyballer des amtierenden Deutschen Meisters BSG Emmelshausen mit 20,69 Prozent der Stimmen. Mit Heiko Wiesenthal, Barbaros Sayilir und Christian Heintz standen gleich drei BSG-Leistungsträger im deutschen Nationalteam, das bei den Paralympics in Rio den sechsten Platz belegte. Der Deutsche Baseball-Meister Mainz Athletics um Coach Uli Wermuth und Nationalspieler Max Boldt („Ich habe mir schon zweimal die Nase gebrochen, als mir der Ball ins Gesicht geflogen ist“) wirkte einfach ausgeglichener als die Konkurrenz, vereinte bei der Landessportlerwahl 20,39 Prozent der Stimmen auf sich und wurde damit Dritter.

„Wir sind unglaublich stolz auf die herausragenden Leistungen, die die unsere Sportler gebracht haben“, resümierte LSB-Präsidentin Karin Augustin. „Was können wir mehr erwarten?“ Die „großartige Arbeit der Trainer“ habe gefruchtet. Aber auch Bundeswehr und Polizei leisteten sehr viel. Wichtig sei jetzt, dass das neue Leistungssportkonzept „auch auf DOSB-Ebene nach unten durchdekliniert“ werde. Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner betonte, sein Unternehmen habe seine „Hausaufgaben gemacht“, was die Unterstützung des rheinland-pfälzischen Nachwuchssports anbelange. „Wir brauchen die vertikale Richtung in der Organisation der Spitzensportverbände“, betonte Jochen Borchert, LSB-Vizepräsident Leistungssport. „Dann können wir erst sagen, wie wir uns im Nachwuchsleistungssport aufstellen.“ Fest stehe, dass man „ziemlich früh im Jahr mit einer Arbeitsgruppe an den Start gehen – auf uns wartet in jedem Fall viel Arbeit.“


Nachwuchsförderpreise


Der Nachwuchsförderpreis, den der Landessportbund zum achten Mal verlieh, ging an die 16 Jahre Amélie Föllinger von der TSG Haßloch, die als eine der großen deutschen Turnhoffnungen gilt und sich im Bodenfinale bei der EM in Bern nach einer herausragenden Leistung den achten Platz sicherte, sowie das 17 Jahre alte Ausnahmetalent Niklas Märkl (RSV Linden), der bei der U19-Rad-WM in Doha die Silbermedaille gewann.

Über den von der Jury zum vierten Mal vergebenen Trainerpreis freuten sich Michael und Stefanie Kaul, die unter anderem Trainer von Niklas Kaul (U20-Weltmeister im Zehnkampf) sowie Manuel Wagner (U18-Europameister im Zehnkampf/beide USC Mainz) sind.

Pressemitteilung Landessportbund Rheinland-Pfalz

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

FSV 1912 Dieblich e.V., Abteilung Volleyball

Start in die Beachvolleyball-Saison

Dieblich. Der FSV Dieblich ist mit zwei neu zusammengestellten Teams in die Beachvolleyball-Saison 2018 gegangen. Theresa Reif und Kim Schwank sowie Cecilia Kock und Franciska Zastrow bilden die Teams, nachdem in den letzten Jahren Theresa Reif und Cecilia Kock sehr erfolgreich waren. mehr...

Monatlicher Stammtisch des VdK-Ortsverbandes Niederlahnstein

Eine gesellige und informative Runde

Niederlahnstein. Zu ihren monatlichen Stammtisch trafen sich die Mitglieder und Freunde des VdK-Ortsverbandes Niederlahnstein im Restaurant „De Michele“ auf der Terrasse. mehr...

Schifferverein Lahnstein

Sommerfest bei strahlendem Sonnenschein

Lahnstein. Einen herrlichen Tag hatten sich die Verantwortlichen des Schiffervereins Lahnstein ausgesucht, um beim Vereinslokal „Zur Rheinterrasse“ ihr diesjähriges Sommerfest zu feiern. Keine Wolke trübte den Himmel, und so konnte der Erste Vorsitzende Rolf Dasting schon am frühen Nachmittag eine stattliche Anzahl Gäste begrüßen, unter ihnen die beiden Ehrenmitglieder Maria Wirges und Karl-Heinz Caspari. mehr...

Förderkreis präsentiert neue Benefizuhr

Zeit für die Johanniskirche

Lahnstein. Wie in jedem Jahr feiert der Förderkreis Johanniskirche Lahnstein e.V. auch 2018 das Johannisfest und lädt dazu die Öffentlichkeit ein. Aus organisatorischen Gründen findet die Feier bereits am Johannisabend, also am 23. Juni (Sonnabend) statt. Sie beginnt mit der Johannismesse um 18 Uhr in der Johanniskirche. Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums des Vereins wird der Barbarachor unter der Leitung von Wolfgang Kemp den feierlichen Gottesdienst musikalisch umrahmen. mehr...

Weitere Artikel

Carneval Comité Oberlahnstein e.V. (CCO)

Nachwuchs zu Gast bei den Römern

Lahnstein. Kinder und Jugendliche, die im CCO aktiv sind, werden einmal im Jahr von ihrem Verein zu einem besonderen Erlebnistag eingeladen. So standen schon Zoobesuche, Ausflüge in Erlebnisparks, Wanderungen, Grillabende und vieles mehr auf dem Programm. mehr...

Leichtathletik beim TSV Moselfeuer Lehmen

Tolle Leistungen beim Mini-Internationalen

Lehmen. Beim traditionellen Mini-Internationalen auf dem Koblenzer Oberwerth waren mit Silas Etzkorn, Jannik Aldekamp, Moritz Etzkorn und Lucia Sturm auch vier Athleten des TSV Moselfeuer Lehmen am Start. mehr...

Außerordentliche Mitgliederversammlung bei der Karnevalsgesellschaft Unkel 1930 e.V.

Neue Vorstandsmitglieder

Unkel. Der neugewählte Vorstand der Karnevalsgesellschaft Unkel 1930 e.V. geht nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung motiviert in die Vorbereitungen für die nächste Karnevalssession. Die Rücktritte des Zweiten Vorsitzenden und des Geschäftsführers machten satzungsbedingt eine außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig. mehr...

Weitere Artikel

Arbeitskreis Familienforschung

Familiengeschichte aufarbeiten

Mayen. Der Arbeitskreis „Familienforschung“ trifft sich regelmäßig bei der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel. Es handelt sich hierbei um einen offenen Arbeitskreis, dem sich jeder, der Interesse an seiner Familiengeschichte hat, anschließen kann. mehr...

Schulentlassfeier in der Genoveva-Schule

„Anker lichten, ein neuer Lebensabschnitt beginnt!“

Mayen. Kürzlich versammelten sich Schüler, Eltern, Freunde und Lehrer der Genoveva-Schule in der Kapelle des St. Elisabeth Klinikums, um gemeinsam mit Diakon Thomas Thomiczny in feierlicher Atmosphäre ihren Schulentlassgottesdienst zu feiern. In diesem Jahr fanden der Gottesdienst und die Feierlichkeiten rund um das Thema `Anker lichten, ein neuer Lebensabschnitt beginnt´ statt: Die Schüler verlassen... mehr...

DLRG Bad Honnef-Unkel e.V. auf Jugend- und Ausbilderfahrt

Von Unwetter überrascht

Unkel. Ein abwechslungsreiches Wochenende in der Luxemburgischen Schweiz, Orientierung im Wald und in der Stadt, Kanufahren auf der Sauer, Schwimm- und Ausbildungstraining im fließenden Gewässer und Freibad: Das war der Plan für die diesjährige Jugend- und Ausbilderfahrt der DLRG-Ortsgruppe Bad Honnef-Unkel. Teilgenommen haben 17 Mitglieder aus der Gruppe der aktiven ehrenamtlichen, überwiegend jugendlichen Mitarbeiter in Ausbildung und Einsatz. mehr...

Kantor Thomas Schnorr und eine Reihe von Gastorganisten

Orgelmusik zur Marktzeit

Mayen. Wer im sommerlichen Treiben der Stadt eine Auszeit sucht und dabei abwechselungsreicher Orgelmusik und kurzen geistlichen Impulsen lauschen möchte, ist bei der „Orgelmusik zur Marktzeit“ in der Mayener Clemenskirche genau richtig. An fünf Samstagen in der Zeit von 11.30 bis 12 Uhr werden Kantor Thomas Schnorr, sowie eine Reihe von Gastorganisten die Orgel in Mayens ältester Pfarrkirche erklingen lassen. mehr...

neues format
Regionale Kompetenzen

 
gesucht & gefunden
Kommentare
J. Holstein:
Es steht zu hoffen, dass die Planer bei einer zukunftsfähigen Lösung für die Innenstadt nicht ausschließlich für das Verkehrsmittel Auto planen. Während man in vielen Städten ja bereits verzweifelt überlegt wie man Belastung in den Innenstädten verringern kann, sollte man in Sinzig aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und bei der Planung den Fokus auf die emissionsfreien Verkehrsmittel Fahrrad und Füße richten. Eine Anbindung an den Bahnhof oder die Ahr muss in Sinzig nun definitiv nicht auf Autoverkehr ausgerichtet sein - zum Glück sind es ja jeweils nur wenige hundert Meter! Mit einem vernünftigen, funktionierenden Leihradkonzept, echten Radwegen und einer autofreien Anbindung an Wanderstrecken könnte Sinzig seine Attraktivität als touristisches Ziel zukunftsfähig ausbauen.
Michael Daum:
CDU fordert...so so. Wer fordert, sollte eigentlich auch bezahlen. Das hat man hier auch mit überreichlich viel Steuergeld der Bürger (nicht der CDU) getan. Erst das Objekt überteuert kaufen, dann für viel Geld abreißen und sich dann zum Fototermin aufbauen. So einfach geht Poltik. Aber wenn man einen Goldesel namens Bürger hat, dann ist das ja alles kein Problem. Dann noch ein Brunnen auf der Verkehrsinsel? Möchte mal wissen, wie der bei diesem Verkehr nach 2-3 Jahren aussieht. Wahrscheinlich genau so wie die vor Jahren "begrünten" Überquerungshilfen, von denen heute nur noch der Schotter übrig ist. Aber schöner Schein ist ja ohnehin das, was die Stadt am besten kann.
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
Neues Format
anzeige
Service
Lesetipps
GelesenBewertet