Lokalsport | 19.11.2019

Burgbrohler Werfertag erneut ein voller Erfolg!

„Wetter gut, Stimmung gut, Wettkampf gut“ - Ein Wettkampf für alle Aktiven

Die Anlage in Burgbrohl ist einzige olympische Wurfanlage im Brohltal. Fotos: privat

Burgbrohl. Mittlerweile ist diese Sportveranstaltung auf der „Willi Esser Wurfanlage“ des wunderbar gelegenen Sportplatz „Auf dem Strauben“ in Burgbrohl, eine feste Größe im Veranstaltungskalender des Leichtathletikverbandes Rheinland (LVR).

Einmal mehr organisierten die Leichtathleten der SpVgg Burgbrohl, in bewährter Kooperation mit den Leichtathleten des TUS Niederoberweiler, diese Freiluftveranstaltung mit Liebe zum Detail und viel Elan.

Nicht zuletzt deswegen findet dieses sportliche Event mit betont familiärem Charakter, welches bewusst zum Abschluss der leichtathletischen Freiluftsaison ausgerichtet wird, seit Beginn dieser Serie auch zunehmend überregional Beachtung.

Mit zahlreichen persönlichen Bestleistungen und auch der ein oder anderen Qualifikationsleistung für nationale Wettkämpfe konnte auch das 2019.er Meeting einem beachtlichen Leistungsanspruch gerecht werden.

Markenzeichen und Anspruch dieses Wurfwettkampfes ist es aber, dass sich von der traditionell stark vertretenen Jugend, über die Aktivenklassen bis hinauf in die älteren Jahrgänge, alle Altersklassen gemeinsam, beim sportlichen Wettkampf und Austausch, ein sportliches Stelldichein geben.

So treffen sich JUNG & ALT auf dem einmalig gelegenen Rasensportplatz in Burgbrohl um sich in den verschiedenen olympischen Wurfdisziplinen der Leichtathletik, dem Diskuswurf, dem Speerwurf sowie dem Kugelstoßen, sportlich zu messen.

Dass für die jüngeren Altersklassen auch die Disziplin des Schlagballwurfes (80 bzw. 200 g) zeitgleich angeboten wird, ist auf LVR-Verbandsebene ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des hiesigen Werfertages.

Hammerwurf stand leider auch in diesem Jahr nicht auf dem Programm. „Diese Disziplin ist technisch sehr anspruchsvoll“, erklärt Wettkampfleiter Markus Gilles – „der Wurfring ist für diese faszinierende Wurfdisziplin bereits ausgelegt, aber der Wurfsektor konnte bis dato leider noch nicht vollständig fertig gestellt werden“. Für die Zukunft hat man dies jedoch fest im Visier.

44 Aktive aus 14 Vereinen fanden dieses Jahr den Weg nach Burgbrohl. Damit waren es weniger Teilnehmer als in den Jahren zuvor, was verschiedenen nationalen aber auch internationalen Parallelveranstaltungen gezollt war. Viele der in diesem Jahr leider nicht erschienenen Sportler ließen sich jedoch entschuldigen und versicherten, dass man im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein wolle in Burgbrohl.

Unter dem Strich bleibt fest zu halten, dass auch dieses Jahr erfolgreiche Teilnehmer deutscher sowie europaweiter Meisterschaften auf Senioren- und Junioren-ebene in Burgbrohl vertreten waren.

Die größten Teams stellten aktuell die Leichtathleten aus Waldbreitbach (8) sowie die heimischen Aktiven (14).

Jugend war stark vertreten

Mit insgesamt 19 Athletinnen war auch in diesem Jahr die Meldeliste der Schülerinnen auffallend stark vertreten.

Unbedingt erwähnenswert ist, dass darunter ein Zwillingsduo, die Geschwister Hoffmann (LG Kurpfalz), eine 200 km weite Anreise nicht scheuten, um mit Spaß und Ehrgeiz an allen Disziplinen, mit Erfolg, teilzunehmen.

Jüngster Teilnehmer in diesem Jahr war David Stommel (6 Jahre), ein Nachwuchssportler der ausrichtenden Burgbrohler Vereine. Er überzeugte beim Schlagballwurf (80 g) immerhin mit einer Weite von 12,00 Metern.

Ältester Starter war in 2019 Herbert Brück (70) vom TUS Mayen. Er schleuderte den Speer auf 27,84 m und stieß die Kugel (4,00 kg) auf starke 9,30 m.

In der Hauptklasse der Männer konnte Justin Lösch (LG-Rhein Wied) mit 49,00 m das Speerwerfen (800 g), wie bereits in den Vorjahren, für sich entscheiden.

Leider war es dem amtierenden Inhaber des Meetingrekords mit dieser Weite nicht vergönnt, noch ein paar Zentimeter auf die Rekordweite drauf zu satteln. Wie bereits im letzen Jahr, so war auch dieses Jahr die frisch gebackene Deutsche Mehrkampfmeisterin ihrer Altersklasse in 2019, Merit Jöris, (TUS Bad Kreuznach, weibliche Jugend u 16) anwesend. Diese erfolgreiche Athletin von der Nahe ließ es sich nicht nehmen, gleich in allen drei olympischen Disziplinen anzutreten und unterstrich zum Saisonende ihre solide Jahresleistung (Kugel (3,00 kg): 8,60, Diskus (1,00 kg): 20,68 m; Speer (500 g): 27,67 m).

Zweimal drehen und das mit 13! Rebecca Hofmann, ein Eigengewächs der SpVgg Burgbrohl, zeigte Diskuswurf vom „Feinsten“ (0,75 kg; 17,65 m) und unterstrich ihre Rolle als Kreismeisterin, wobei sie ihre persönliche Bestleistung aus dem Frühjahr bestätigte.

Insgesamt sichert ihr diese Weite, 2019, nachhaltig einen Platz unter den 10 besten Diskuswerferinnen ihrer Altersklasse im Landesverband Rheinland.

Zwei mal drehen und das mit 13! Rebecca Hofmann (SpVgg Burgbrohl, 13), Diskuswurf (0,75 kg)

Erstmals vertreten war in diesem Jahr eine rege Abordnung der LG Sieg. Unter diesen, auch Gregor Blanke, amtierender Referent für Jugend- und Kinderfragen des Leichtathletik Verbandes Rheinland (LVR), welcher sich, lobend über das „familiäre Klima“ der Burgbrohler Veranstaltung äußerte.

Ohne ehrenamtliche Mitstreiter geht es nicht

Denn: nicht nur die Organisatoren aus den Reihen der SpVgg Burgbrohl hatten mehr als genug zu tun. Auch rings herum auf der schönen Sportanlage war reges sportliches Handeln mit Wurf- und Stoßgeräten angesagt.

Doch: ohne fleißige, ehrenamtliche „MACHER“, läuft wie gewöhnlich „NIX“.

So ist ein kleiner Kreis begeisterter Werfer der Burgbrohl Leichtathletikszene ganzjährig Motor und Macher aller Aktivitäten auf der heimischen Wurfanlage.

In diesem Sinne darf auch in diesem Jahr nicht vergessen werden allen aufmerksam agierenden, netten, fairen und freundlich Kampfrichtern sowie Helfern zu danken.

Aber auch den Unterstützern aus der kommunalen Politik, in Person des Verbandsbürgermeisters Johannes Bell sowie der stets offenen und nachhaltig unterstützenden Ortsgemeinde Burgbrohl, persönlich repräsentiert durch Bürgermeister Walter Schneider in Begleitung von Simone Schneider, waren, wie immer, gern gesehene Gäste, welche mittlerweile auch reichliche Sachkunde beitragen konnten.

So sprach Markus Gilles im Namen aller Burgbrohler Leichtathleten ein Lob an die lokale Politik aus und hob hervor, dass Burgbrohl, nicht zuletzt dank der großzügigen Unterstützung der Gemeindeverwaltung, die einzige olympische Wurfanlage im Brohltal und gleichzeitig eine der schönsten Wurfanlagen im Leichtathletik Verband Rheinland, besitzt.

Für das kommende Jahr hoffen die Veranstalter erneut auf eine rege Teilnahme aber v.a. auch auf deutlich mehr interessierte Zuschauer aus der Region.

Alle Ergebnisse können in der Wettkampfdatenbank auf der Homepage des LVR eingesehen werden.

Die Jugend war bei diesem Wettkampf stark vertreten.

Die Jugend war bei diesem Wettkampf stark vertreten.

Die Anlage in Burgbrohl ist einzige olympische Wurfanlage im Brohltal. Fotos: privat

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