Lokalsport | 20.11.2023

Fußball-Bezirksliga Mitte, 16. Spieltag

„Wir haben es richtig, richtig gut gemacht“

SG Eintracht Mendig setzte sich bei der SG Liebshausen mit 3:2 (1:1) durch und übernahm wieder die Tabellenführung

In der Kabine ließen es die Spieler der SG Eintracht Mendig nach dem Auswärtssieg so richtig krachen.  Foto: SK

Liebshausen. Der Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Mitte nimmt immer groteskere Formen an. Die SG Eintracht Mendig übernahm durch einen 3:2 (1:1)-Sieg bei der SG Liebshausen mit nunmehr 34 Punkten wieder die Tabellenführung. Die Mannschaft von Trainer Jörg Schäfer profitierte dabei allerdings vom Ausrutscher des bisherigen Spitzenreiters SG Vordereifel Laubach, der sich beim Abstiegskandidaten SG Westum/Löhndorf mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben musste und mit jetzt 33 Zählern auf Rang zwei zurückfiel. Auf den Plätzen drei und vier folgen mit ebenfalls 33 Punkten der TuS Oberwinter nach einem harterkämpfen 2:0 (0:0)-Erfolg über die SG 2000 Mülheim-Kärlich II und der TuS Mayen nach einem 1:0 (0:0)-Arbeitssieg beim SV Weitersburg.

„Wir sind natürlich ohne Niklas Heinemann und ohne den gesperrten Pascal Zimmer mit einem mulmigen Gefühl nach Liebshausen gefahren, aber die Jungs haben es auf diesem Acker richtig, richtig gut gemacht. Die Spieler haben großartig gekämpft, als Team dagegengehalten und nicht unverdient gewonnen“, freute sich der Sportliche Leiter Frank Schmitz nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Robert Depken, der erst nach vier Minuten Nachspielzeit ertönte und das Nervenkostüm der Gäste beruhigte.

Vor 155 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Liebshausen brachte der agile Tim Montermann, der in einem 4:4:2-System auf der linken Außenbahn agierte, die Eintracht mit 1:0 in Führung (16.). Die Rote Karte gegen den Hunsrücker Daniel Röhmer, der nach exakt einer halben Stunde bei einem Laufduell mit Leonard Zerwas den Ellbogen auspackte und den linken Außenverteidiger im Gesicht traf, spielte kurioserweise eher den Hausherren in die Karten. Sie agierten in Unterzahl besser als vorher mit elf Akteuren, setzten den Gegner unter Druck und kamen durch Kapitän Simon Peifer in der dritten Minute der Nachspielzeit von Hälfte eins zum nicht unverdienten 1:1-Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff spielten die Gäste den Berg runter, der Platz weist ein Gefälle von drei Metern auf. Mit zusätzlichem Rückenwind gab die Eintracht in der Folgezeit den Ton an und verzeichnete zahlreiche Eckbälle. Zwei Pässe in die Tiefe verwertete der von der zweiten Mannschaft ausgeliehene Alexander Court, der im Sturm prächtig mit Brice Braquin harmonierte und so die 3:1-Führung sicherstellte (60., 72.). „Der einzige Wermutstropfen war, dass wir viel mehr Tore hätten erzielen müssen. Wir haben mehrmals das Aluminium getroffen und standen häufig frei vor der Bude. Die Hektik zum Schluss hätten wir uns ersparen können“, ärgerte sich Schmitz. Glücklicherweise war das unglückliche Eigentor, das Lukas Binder in der dritten Minute der Nachspielzeit unterlief, nicht mehr der Start zu einer Aufholjagd.

SG Liebshausen: Maurice-Michel Nellen, Maximilian Elz, Nico Wilki, Dominik Kunz, Robin Gründer, Simon Peifer, Daniel Römer, Marco Krenn, Raphael Kauer (79. Florian Speth), Leo Wilhelm (11. Jonas Melsheimer, 71. Nico Mariano Mang), Leon Schulzki.

SG Eintracht Mendig: Robin Rohr, Julian Groß, Lukas Binder, Nikolas Groß, Leonard Zerwas, Finn Müller (84. Joachim Akwapay), Damir Mrkalj, Martin Breil, Tim Montermann, Brice Braquin (90. + 4 Janek Braun), Alexander Court.

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz).

Zuschauer: 155.

Torfolge: 0:1 Tim Montermann (16.), 1:1 Simon Peifer (45. + 3), 1:2, 1:3 Alexander Court (60., 72.), 2:3 Lukas Binder (Eigentor, 90. + 3).

Besonderheit: Rote Karte für Daniel Röhmer (30., SG Liebshausen) wegen einer Tätlichkeit.

Nächste Aufgabe für die SG Liebshausen: am Samstag, 25. November, um 20 Uhr bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich II.

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig: am Sonntag, 26. November, um 15 Uhr gegen den SV Weitersburg.

In der Kabine ließen es die Spieler der SG Eintracht Mendig nach dem Auswärtssieg so richtig krachen. Foto: SK

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