SG Eintracht Mendig/Bell steigt nach kurzer Pause wieder ins Ligageschehen ein
Zwei schwierige Aufgaben warten
Spiele gegen die Sportfreunde Eisbachtal und den SV Morbach stehen an
Mendig. Die Aufgaben für Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell werden nicht einfacher: Am Mittwoch. 17. August erwarten die Vulkanstädter um 19.30 Uhr an der heimischen Brauerstraße die Sportfreunde Eisbachtal, bevor am Sonntag, 21. August die Reise zum SV Morbach führt. Anstoß im Hunsrück wird um 14.30 Uhr sein.
Vom Spielplan waren die Verantwortlichen der SG nicht gerade begeistert. Nach der unglücklichen 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Aufsteiger SV Windhagen musste die Mannschaft von Trainer Florian Stein durch die Aufstockung der Rheinlandliga auf 19 Teams am zweiten Spieltag gleich pausieren - und bestreitet dadurch ihre zweite Begegnung erneut zu Hause.
Um im Rhythmus zu bleiben, absolvierten die Mendiger am vergangenen Freitag ein Freundschaftsspiel beim A-Ligisten Sportfreunde Höhr-Grenzhausen und setzten sich im Westerwald nach Toren von zweimal Niklas Heinemann, Milan Rawert, Tobias Schumacher und Giorgi Piranashvili (hinzu kam ein Eigentor der Gastgeber) mit 6:2 (3:0) durch. Großartige neue Erkenntnisse gewann der Trainer nicht. „Es war ein gelungener Test, mehr nicht“, räumte Stein ein. „Durch die vielen Spieler, die wir zu integrieren haben, endet unsere Vorbereitung praktisch erst Ende August. Ich betone es noch einmal: Wir benötigen Zeit, wir dürfen nicht in Hektik verfallen.“
Mit den Sportfreunden Eisbachtal kommt am Mittwoch der Tabellenzweite nach Mendig. Zwei Spiele, sechs Punkte, 4:0 Tore - besser hätte die Bilanz nicht sein können. Nach dem 2:0 (1:0) beim Aufsteiger TSV Emmelshausen behielten die Westerwälder auch gegen den favorisierten FSV Trier-Tarforst mit 2:0 (1:0) die Oberhand. Beide Treffer (38., 56.) erzielte David Röhrig, der damit bereits auf drei Saisontore kommt. „Es wird eine schwierige Aufgabe, keine Frage“, gibt Stein im Vorfeld zu. „Eisbachtal taucht urplötzlich im Kreis der Spitzenmannschaften auf, die beiden Siege haben der Mannschaft sicherlich Selbstvertrauen gegeben. Dieses Gefühl fehlt uns ja leider noch. Selbstbewusstsein müssen wir uns durch kleine Erfolgserlebnisse erst noch holen.“
Am Mittwoch kann die SG zum zweiten und vorerst letzten Mal auf Piranashvili zurückgreifen. Nach zwei Jahren und zehn Monaten in Deutschland wird der Georgier bereits am Donnerstag im Flieger sitzen und in seine georgische Heimat nach Tiflis zurückkehren. Die SG hatte ihm zwar eine Arbeitsstelle besorgen können, das Visum war jedoch an eine Sprachschule gekoppelt, die Piranashvili zuletzt in Koblenz absolvierte. Eine äußerst komplizierte Angelegenheit.
Auch für Stein heißt es am Donnerstag Abschied nehmen, schließlich hatte der Georgier in den vergangenen Wochen bei ihm gewohnt. Einen möglichen Nachfolger haben die Mendiger schon an der Angel. Hamza, ein gebürtiger Marokkaner, der auch bald den italienischen Pass erhalten soll, trainiert seit zwei Wochen als Gastspieler mit und hat einen guten Eindruck hinterlassen. Ob er schon am Sonntag beim SV Morbach auflaufen wird, steht allerdings noch in den Sternen.
Neuzugang Max Sauerborn durfte gegen Windhagen ran.
