38. Dolomitenradmarathon „Maratona dles Dolomites“ 2025
Zwischen Hochgefühl und Höhenmetern
Neuwied. Gleichzeitig mit dem größten Weltradsportereignis Tour de France startete der 38. Dolomitenradmarathon der italienischen Alpen in Corvara Alta Badia mit genau 7.964 Radrennfahrern. Die diesjährige Ausgabe war dem Licht gewidmet, im ladinischen Wortsinn Lüm genannt.
Um 6.30 Uhr eröffnete der Präsident der Maratona dles Dolomites Michil Costa mit seinem Vintage-Hochrad den Start. In seiner ihm eigenen poetischen Art philosophierte er: „Das Licht ist das, was wir in uns tragen, auch wenn die Welt ins Wanken gerät. Ein Licht, das wir als Wunsch verstehen, möge uns nicht nur auf den Straßen begleiten, sondern auch in unserem Innersten - dort wo Gedanken, Emotionen und Utopien entstehen.“
Aber es sind nicht nur die vielen Amateurradrennfahrer, die der Maratona dles Dolomites das Gepräge geben. Zum Sport gesellen sich auch Show, Politik sowie Unternehmertum. Viele ehemalige Champions wie Peter Sagan, der fünfmalige Tour de France Sieger Miguel Indurain, der zweimalie Straßenradweltmeister Paolo Bettini, der Giro d‘ Italia Sieger Gianni Bugno sowie weitere ehemalige Profis waren mit dabei, als Renndirektor Claudio Canins den Startschuss gab.
Hinzu kamen namhafte Persönlichkeiten aus italienischen Radsport-Unternehmen und Schlüsselindustrien der Energie- und Transportwirtschaft.
Beispielsweise waren dies Fausto Pinarello (Radproduzent Pinarello), Pierluigi Alessandri (Fitnessgerätehersteller Technogym) sowie Alberto Cremonese (Radsportbekleidung der Marke Castelli).
Unter den Teilnehmern aus 91 Nationen mit einem Durchschnittsalter von 48,5 Jahren waren auch Josef Bommersbach, Matthias Becker und Nils Arnold, die das Glück der Teilnahmemöglichkeit aus rund 32.700 Bewerbern hatten. Sie alle hatten die Wahl aus 3 Strecken zwischen 55 und 138 km mit bis zu 4.230 Höhenmetern und sieben Dolomitenpässen.
Trotz der hohen Teilnehmerzahl kommt durch das Begleitprogramm mit Walking Acts und Musikkapellen, etc. gleichwohl noch eine familiäre Atmosphäre auf. Dies macht die Maratona so beliebt. Und wenn Präsident Michil Costa die Finisher der Langstrecke bei der Zieleinfahrt persönlich begrüßt und abklatscht, so kommt das besonders gut an.
Wie drückte es einer der zufriedenen Teilnehmer im Interview aus: „Wenn es die Maratona nicht gäbe – sie müsste glatt erfunden werden!“
Nebenbei setzt die Maratona ein großes Zeichen der Solidarität, erwirtschaftete sie doch einen Erlös von über 73.000 Euro. Dieser kommt drei gemeinnützigen Organisationen in Italien und Zentralafrika zugute.
So zeigten sich auch Nicole Dorigo und Stefanie Irsara von der Presseabteilung äußerst zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Maratona dles Dolomites.
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