13. internationale Fastenaktion gegen Atomwaffen
Auftakt in Büchel
Büchel. Die 13. internationale Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland/Büchel endet am 9. August, dem Nagasaki-Gedenktag, in Berlin. Vom 6. bis 9. August finden Mahnwachen vor dem Bundeskanzleramt und den Botschaften aller neun atomwaffenführender Staaten statt. Zum Auftakt versammelten sich Aktivisten des Initiativkreises gegen Atomwaffen/Regionalgruppe Cochem-Zell des Internationalen Versöhnungsbundes vor dem Haupttor des Atomwaffenlagers Büchel. Sie unterstützten die Wiener Erklärung der UN-Konferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag vom 23. Juni: „Wir verurteilen unmissverständlich alle nuklearen Drohungen, ob explizit oder implizit und unabhängig von den Umständen. Wir werden nicht aufhören, bis der letzte Staat dem Vertrag beigetreten ist, der letzte Sprengkopf abgebaut und zerstört wurde und die Atomwaffen vollständig von der Erde verschwunden sind“. Pfarrer Dr. Engelke, Initiator dieser Fastenaktion mit jährlich einem weiteren Fastentag bis zum vollständigen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, erläuterte: „Von soldatischer Seite aus bekamen wir verschiedentlich zu hören: ‚Ihr seid falsch hier! Ihr müsst in Berlin
demonstrieren!‘ Die diesjährige Fastenaktion endet in Berlin. Nun wollten wir hören, welche Botschaft von soldatischer Seite aus wir mit nach Berlin nehmen können. Der Einladung zum Gespräch unterm Ahornbaum beim Haupteingang ist leider niemand gefolgt.“ Er fuhr fort: „Auch wenn jetzt nicht wissen, warum wir in Büchel am falschen Ort sein sollen, wird die Fastenaktion dennoch nach Berlin gehen, weil dort die Botschaften aller neun atomwaffenführenden Staaten sind. Dort und vor dem Bundeskanzleramt werden wir dazu mahnen, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.“
Pressemitteilung
Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes
