„Eazebär“ in Pech
Pech. Mit lautem Getöse und Musik zieht er mit seinem närrischen Gefolge am Rosenmontag ab 10 Uhr durch die Straßen von Pech. Gemeint ist der „Eazebär“, der eine regionale Variante des Karnevals (Winteraustreibung) verkörpert. Nach altem Brauch ist er nur durch Spenden, Essen oder Trinken zu besänftigen. Seinen Namen erhielt der „Eazebär“, weil sein Kostüm früher aus getrocknetem Erbsenstroh gefertigt wurde. Schon im Mittelalter zogen junge Burschen mit dem „Eazebär“ durchs Dorf und trieben Schabernack. Vor dem Krieg waren es vor allem Kinder, die mit dem Tier von Haus zu Haus zogen. Seit den Fünfzigerjahren wird dieser Brauch vor allem von den Mitgliedern des FC Pech gepflegt. Seit einigen Jahren hat der „Eazebär“ auch die große Ehre, den Pecher Karnevalszug anzuführen. Mit den gesammelten Spenden werden verschiedene Organisationen im Ort unterstützt. So kamen im vergangenen Jahr knapp 3.000 Euro für acht Projekte in Pech zusammen, unter anderem für die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr. BA
