Pax-Christi-Gruppe

Gegen das Vergessen

Am Dienstag, 9. November

22.10.2021 - 10:39

Lahnstein. . In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland die Synagogen geschändet und angezündet, Juden tätlich angegriffen, jüdische Einrichtungen zerstört sowie Geschäfte und Wohnhäuer von Juden geplündert. Auch die Lahnsteiner Stadtgeschichte berichtet von den Pogromen in jener Nacht. Wie in den vergangenen Jahren gibt es am Dienstag, 9. November wieder eine Gedenkveranstaltung um 19 Uhr in der evangelischen Kirche Oberlahnstein. „Kampf ums Überleben“ ist der Titel des Gedenkens, welches unter anderen von Pfarrerin Yvonne Fischer und Pater Wolfgang Jungheim vorbereitet wurde für die Kirchengemeinden Lahnsteins. Musikalisch umrahmt wird das Gedenken und Erinnern von der jüdischen Klezmer-Künstlerin Odelia Lazar mit dem Gitarristen Michael Wienecke. Ein Lichter-Schweigegang soll abschließend von der evangelischen Kirche in der Nordallee zum Salhofplatz Lahnstein, vor die Gedenktafel, mit welcher an die Verbrechen gegenüber den jüdischen Bürgern erinnert wird, führen. Eingeladen sind alle Bürger der Stadt, rote Grabkerzen sollten mitgebracht werden.


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24.10.2021 02:42 Uhr
juergen mueller

Ich bin auch dafür, dass unsere Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, eine Vergangenheit u. deren Vergessen, an die wir wohl ein Leben lang immer wieder erinnert werden u. mit uns Generationen.
Doch das sollte Grenzen haben, da es, wie andere Geschehnisse, zur deutschen Geschichte gehört, wie in anderen Ländern u. deren ebenso.
Dieses Bedürfnis bestimmter Gruppierungen, gegen das Vergessen anzugehen u. daran zu erinnern, ist ein sich jährlich wiederholendes Ritual, mit dem man nicht nur an ein Vergessen erinnert, den Geschehnissen folgenden Generationen ein Schuldgefühl aufbürdet, das diesen nicht gerecht wird.
Veranstaltungen dieser Art, entbehren meiner Auffassung nach jeder Ehrlichkeit, sondern sind nur sich alljährlich sich wiederholende Gedenkszenarien, die ihren festen Kalender-Platz haben.
Genauso wie die Kranzniederlegung in Rübenach am Ehrenmal für Gefallene der Weltkriege, ein alljährliches Ritual, dem sich die Politik verpflichtet fühlt - mehr auch nicht.




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Kommentare

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Gabriele Friedrich:
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