Termine | 21.05.2021

Herzenssprechstunde im Mehrgenerationenhaus Koblenz

Mehr als ein Kaffeekränzchen

Koblenz. Die Herzenssprechstunde ist ein interessantes Zwischending: Tiefer gehend als ein Kaffeekränzchen, aber keine Selbsthilfegruppe mit einem bestimmten Problem. Ein Projekt von und für Nachbarinnen und Nachbarn. Die Herzenssprechstunde bietet die Möglichkeit, uns mit unserer persönlichen Lebensgeschichte auseinanderzusetzen bzw. unsere Herzenswünsche und Erinnerungen hervorzurufen und diese mit anderen zu teilen. Ein Gespräch mit anderen Menschen über das, was jedem Einzelnen wichtig ist, ist schlicht und einfach eine schöne Erfahrung. Durch einen gemeinsamen starken Herzenswunsch können Ideen für kleine Mini-Projekte entstehen.

In vier Treffen ermutigt die Herzenssprechstunde, für die eigenen Herzensanliegen aktiv zu werden, lädt ein, mit Menschen in Kontakt zu kommen und gibt Impulse sich zu engagieren. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches und kreatives Programm, welches Musik, Worte, Farben, Bilder, Alltagsgegenstände und Düfte miteinbezieht.

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Kommentare
26.05.202110:54 Uhr
Gabriele Friedrich

Die Mehrgenerationenhäuser haben ihren Sinn lange verloren. Die jungen Leute müssen lange arbeiten und für vieles gerade stehen. Die sind auch teils am Limit und viele wollen gar nicht erst Kinder haben.Der Sinn der Familie und des direkten Umfeldes ist heute nicht mehr vorhanden. Mutter und Vater kommen alleine klar, wenn nichts mehr geht- Pflegeheim. Selber pflegen das geht heute kaum mehr, obwohl 75 % in Deutschland die Menschen zu Hause versorgt werden. Schwer für alle Beteiligten, da gehören aber auch behinderte Kinder zu. Die Kassen zahlen immer weniger. @Herr Müller, ich habe mir vor ein paar Jahren in Neuss ein MG-Haus angesehen. Ich hätte arabisch lernen müssen und die paar alten Deutschen die dort wohnten da konnte man nicht mehr viel mit anfangen. 2008 von U.v.d.Leyen eingweiht, heute versifft und Ratten ohne Ende. Das liegt an der Entsorgung des Mülls rundherum. Zum Piepen, was den Deutschen alles so einfällt. WGs schaffen, Studenten einbeziehen wenn man ein Haus hat.

24.05.202120:12 Uhr
juergen mueller

Ich sehe Mehrgenerationenhäuser als etwas an, das über Jahrzehnte mit der gesellschaftlichen Veränderung an Anreiz verloren hat. Etwas, das früher, vor allem im ländlichen Bereich, ein fester Bestandteil dessen war, was man heutzutage erst wieder erlernen muss, das Miteinander von jung und alt, das Austauschen, Übernehmen von Erfahrungen, vor allem Verantwortung, Fürsorge u. Rücksichtnahme auf eine Generation, die in ihrem letzten Lebensabschnitt besseres verdient hat, als heutzutage in einem Alten-/Pflegeheim zu landen. Die gesellschaftliche, soziale Umwandlung von Verantwortungsbewusstsein für die ältere Generation in eine ICH-Mentalität ist zum Großteil politisch geschuldet u. das bis heute. Politik springt ja auf alles auf, was für sie von Nutzen ist.
So jetzt auch in Bezug auf den Bau von Mehrgenerationenhäusern, etwas, das man Jahrzehnte vernachlässigt, ignoriert hat u. den Bau von Alten-/Pflegeheimen (möglichst privat) favorisierte. Eine politisch verlogene Welt.

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