Gedenkgottesdienst
„Scheurener-Bürger gegen das Vergessen“
Scheuren. Am 9. März sind alle Scheurener Mitbürger zum Gedenkgottesdienst im „Scheurener Dom“, zu Ehren des jungen Scheurener Alex Schmitz der vor 80 Jahren im Alter von 16 ½ Jahren am 9. März 1945 den Tod fand herzlich eingeladen. Beginn der Messe ist 09 Uhr.
Die Erinnerungen an Geschehnisse müssen weitergeben werden, die besonders die Scheurener betreffen, damit diese Ereignisse der Nachwelt erhalten bleiben. Am 8. März 1945 erreichte der 2. Weltkrieg mit all seinen Grauen Scheuren, zuvor hatten die Amerikaner am Nachmittag des 7. März 1945 die Rheinbrücke zwischen Erpel und Remagen eingenommen. Nach den Kämpfen um Scheuren wurde die Bevölkerung am 9. März 1945 zum eigenen Schutz, Frauen und Kinder in die Kapelle und männliche Personen im Kellerraum des Anwesen Korf zwangsuntergebracht. Am Nachmittag des Tages betrat ein amerikanischer Soldat den Innenraum der Kapelle und befahl den auf der Empore stehenden Alex Schmitz hinunter zukommen. Aus unerfindlichen Gründen nahm er den jungen Scheurener mit. Wenig später vielen Schüsse und Alex wurde später erschossen „Im Winkel“ gefunden. Vikar Wilhelm Lueger hielt diese unbegreifliche und unsinnige Tat, die sich vor 80 Jahren ereignete, in dem von ihm gefertigten Totenzettel als Nachlass für spätere Generationen fest. Seinem Wirken verdanken die Scheurener auch die Prozession zur Kirmes sowie die Errichtung des Gedenkkreuz am „Scheurener Dom“.
