RS plus Nentershausen
Überzeugende „Einklicke“ am digitalen Tag der offenen Tür
Nentershausen. Die Überlegung „Ein digitaler Tag der offenen Tür – kann das Experiment funktionieren?“ war im Kollegium der Realschule plus nach fast einjähriger Erfahrung im Online- Unterricht eigentlich gar keine Frage mehr. Fit geworden waren die Lehrerinnen und Lehrer im vergangenen Jahr in einem digitalen „Entwicklungsschub“ sowohl mit internen sowie externen Fortbildungen als auch in einem von versierten Kollegen organisierten Studientag. Und dies stellten etwa 20 Akteure eindrucksvoll zur Schau.
So erlangten zahlreiche kleine und große „Besucher“ trotz räumlicher Distanz einen tollen Einblick in die Nentershäuser Schule. Und das ging so: Schon im Vorfeld konnten sich Interessierte über die Homepage ihre Zugangsdaten für die Teilnahme anfordern.
Nach einer Test-Videokonferenz am Vorabend waren dann alle für den Samstag gerüstet.
Und so wurde das herkömmliche körperliche „Hereinschauen“ zu einem virtuellen „Hineinklicken“ - zu entdecken gab es dabei mindestens genauso viel wie an einem realen Tag der offenen Tür.
Eine erste Orientierung gab ein von Schulleiter Stephan Szasz eröffnetes Video-Meet, in dem sich die Schulleitung vorstellte und Struktur und Möglichkeiten des digitalen Kennenlerntages erklärte.
Digitale Sprechzeiten
In bestimmten Zeitfenstern konnten sich die Eltern und ihre Kinder dann in Sprechzeiten einwählen. Hier waren dann informative Einzelgespräche mit Lehrern, der Schulleitung sowie verschiedenen anderen Akteuren des Schulalltags möglich. Beispielsweise standen Frau Breitenfeld für den Bereich der Ganztagsschule, Herr Faber für Fragen zum Einsatz des Whiteboards oder Frau Prüfer für das Sekretariat den Interessierten Rede und Antwort. Alle Sprechstunden deckten das breite Spektrum des schulischen Angebotes ab: Berufsorientierung, Digitales Lernen, Schulsozialarbeit, das Thema Schwerpunktschule, aber auch die Eltern- und Schülervertreter informierten über ihre Arbeit.
Die wichtigsten „Einklicke“, nämlich die in den Unterricht, durften natürlich nicht fehlen und wurden eindrucksvoll von Vertretern der Fachbereiche Deutsch, Mathe, Naturwissenschaften und Englisch gewährt. Online konnten die gespannten Grundschüler so an einem fächerübergreifenden Escape-room im Live-Unterricht von Frau Diel teilnehmen oder englische Vokabeln spielerisch mit Frau Otthoff lernen. Ein interaktives Mitmachangebot in Mathe zum Thema „Würfel“ von Frau Kauth sowie Live-Physikexperimente der Klasse 8c unter der Leitung von Herrn Fries, die zu Hause mitgemacht werden konnten, rundeten das spannende Angebote ab.
Kurzfilme gaben einen interessanten Einblick in die Fächer
Zahlreiche kindgerechte Kurzfilme auf der Startseite der Homepage - wo sie weiterhin einsehbar sind - gaben den interessierten Grundschülern Einblicke in die verschiedenen Fächer. Besonders imposant war dabei ein von Schülern produzierter Film mit Drohnenflug um die Schule und anschließender Präsentation der technisch modern ausgestatteten Räumlichkeiten durch drei Acht- und Neuntklässlerinnen.
Nur eines kam digital zu kurz: Zwar wurde das vor wenigen Jahren sanierte Schulgebäude „erlebbar“, aber das Leben, das sich dort während des Präsenzunterrichts abspielt, spielende Kinder und plaudernde Jugendliche während der Pausen, das geschäftige Gewusel, das die Schule so lebendig macht, fehlten.
Dass das Experiment trotzdem gelungen ist, bestätigten in der Rückschau nicht nur die Fakten: Circa 60 Haushalte mit ungefähr 200 Eltern und Grundschulkindern nutzten die digitale Schulvorstellung, der Server hielt dem hohem Aufkommen problemlos stand. Auch die im abschließenden „Farewell-Event“ mit allen Ansprechpartnern und Gästen geäußerten Eindrücke von Kindern und Eltern spiegelten wider, dass der familiäre Charakter der Schule und die Freude am gemeinsamen Lernen durchaus auch durch das Internet vermittelt werden konnten. Auf den Punkt brachte das einer der teilnehmenden Grundschüler, er bestätigte freudestrahlend: „Jetzt weiß ich, dass ich da hin möchte.“
Der digtale Tag der offenen Tür wurde gut angenommen.
