Theater am Ehrenbreitstein
"Und dann kam Mirna"
Koblenz. Am Samstag, den 7. März findet die Premiere des Theaterstücks "Und dann kam Mirna" von Sibylle Berg unter der Regie von Gabriel Diaz statt.
Das Stück handelt vom Generationskonflikt zwischen den heute Dreißigjährigen und ihren Kindern. Es erzählt die Geschichte von jungen Frauen und Müttern, die sich alleinerziehend prekär durchs Leben schlagen. Aber auch mit Mitte 30 sind sie voller Ideale, Träume und Sehnsüchte, zum Beispiel ein Umzug aufs Land zum Aufbau einer ökologisch korrekten Freundinnen-Kommune. Irritierenderweise legt aber der pubertierende Nachwuchs einen spätkapitalistischen Überlebenswillen an den Tag, der eigene Ziele verfolgt, die nicht mit denen der Mütter identisch sind.
Immerhin bäumen sich die Frauen noch einmal auf, wollen ihre gentrifizierten Wohnviertel verlassen und von der Stadt aufs Land ziehen, weg von Sozialhilfe oder Betreuungsgeld, hin zur autonomen Selbstversorgung.
Nur die Begeisterung ihrer Kinder hält sich in engen Grenzen. Raffiniert hat Sibylle Berg in ihrer Mutter-Suada, die um Genderfragen, Kapitalismus, Klimawandel, Bürgerkriege oder die Allmacht von Google kreist, eine zweite Ebene eingezogen. Denn längst gibt es, verkörpert durch die Tochter Mirna, eine neue Generation, die ein gänzlich anders Umgehen mit den Ängsten und Idealen ihrer Eltern entwickelt hat.
Sybille Berg wurde mehrfach ausgezeichnet. 2008 verlieh man ihr den Wolfgang Koeppen-Preis, 2019 gewann sie den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Weitere Termine: Freitag, den 20. März, Samstag, den 25. April‚ Samstag, den 30. Mai und Samstag, den 20. Juni, jeweils um 19:30 Uhr
