BUND, Regionalbüro Koblenz
„Warme Füße mit Kohle aus Kolumbien?“
Am 27. März
Koblenz. Till Groth ist Referent für internationale Klimapolitik beim BUND Bundesverband und wird am Montag, den 27. März, um 19 Uhr im Dreikönigenhaus (Kornpfortstr. 15, Koblenz) als Kohleexperte zur Situation im Steinkohletagebau in Kolumbien berichten.
Die Energiewende ist in aller Munde, und doch haben mit der russischen Invasion in der Ukraine die Braun- und die Steinkohle eine gewaltige Wiederbelebung zur Deckung unseres Energiebedarfs erlebt. Deutschland führt schon seit Jahren Steinkohle aus Kolumbien ein, um einige seiner Kraftwerke damit zu bestücken. Die Schiffe, die mit Kohle beladen rhein- und moselaufwärts die Koblenzer Schleuse passieren, transportieren oft Kohle aus Kolumbien.
Till Groth gibt einen Überblick über die Steinkohlenimporte nach Deutschland und was sich seit der russischen Invasion verändert hat. Als Kolumbienexperte nimmt er die Situation in der Region La Guajira mit der Mine El Cerrejón in den Blick und weist auf die Verletzung der Rechte der Wayúu-Indigenen hinweisen. Die spärlichen Informationen der Kraftwerksbetreiber, die Steinkohle zur Energieerzeugung nutzen, sind gesammelt und werden vorgestellt. Die Komplexität der Lieferkette vom Abbau bis zum Endverbraucher soll durch Fragen vertieft werden und zu mehr Engagement für Erneuerbare Energien und Menschenrechte ermutigen.
Pressemitteilung BUND, Regionalbüro Koblenz
