SPD Urbar feiert Jubiläum
100 Jahre kommunalpolitische Tradition
Urbar. Die SPD Urbar feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben die Sozialdemokraten am vergangenen Wochenende zu diesem besonderen Ereignis eingeladen. In ihrer Begrüßung führte die Ortsvereinsvorsitzende und Ortsbürgermeisterin Karin Küsel die Gäste durch die lange Geschichte der Urbarer SPD. 1919, im Gründungsjahr der SPD Urbar, war es nicht einfach, sich als Genossin oder Genosse zu erkennen zu geben. Arbeitslosigkeit, soziale Absicherung und gute Bildung für Alle waren drängende Themen, die zur Gründung der Partei geführt haben. Leider ist wenig über die Zeit vom Beginn des Ortsvereins bis zum Ende des Krieges bekannt. Trotz Repressalien und Anfeindungen während der Diktatur des Nationalsozialismus standen die Mitglieder der SPD für ihre Werte ein. Verfolgung, Unterdrückung und Verhaftung drohten auch den Mitgliedern in Urbar. Nach dem Krieg waren die Urbarer Ortsbürgermeister Josef Kammertöns, Werner Stangier und Dr. Dieter Börsch mit ihren Mitgliedern in Fraktion und Partei unverzichtbarer Bestandteil der Urbarer Politik.
Der Ort ist in dieser Zeit gewachsen, hat sich als lebendiger Ort entwickelt und sich selbstbewusst als ebenbürtiger Partner zur Nachbarstadt Koblenz aufgestellt. Ein Zeugnis des Urbarer SPD Vorsitzenden Hans Schneiders von 1970 mit der Bitte nicht nach Koblenz eingemeindet zu werden, findet sich in einer Broschüre, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens erstellt worden ist. „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ist seit über 150 Jahren unser Leitfaden“, betonte der SPD Landesvorsitzende und Innenminister Roger Lewentz, der zu Feierlichkeit gekommen war und die Festansprache hielt. Mit einer besonderen Überraschung wandte sich Karin Küsel an Dieter Börsch. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden verlieh sie ihm an diesem Abend die Willy Brandt Medaille, die höchste Auszeichnung, die die Sozialdemokratie zu vergeben hat. „Unsere Werte halten uns seit 100 Jahren zum Wohle der Menschen zusammen. Dieter Börsch ist vor 50 Jahren in die SPD eingetreten, war 25 Jahre Vorsitzender in Urbar und 13 Jahre Ortsbürgermeister. Er hat maßgeblich die Geschicke des Ortes mitgestaltet und geprägt“, betonte die heutige Vorsitzende. Dass nicht nur die Vergangenheit in der SPD Urbar eine Rolle spielt, sondern auch die Zukunft, zeigt sich darin, dass an diesem Abend zwei junge Mitglieder in die Partei aufgenommen wurden.
„Im Wandel der Zeit haben sich die Bedürfnisse geändert. Dem versuchen wir auch weiterhin in sozialen aber auch in umweltpolitischen Fragen gerecht zu werden. Für die SPD bedeutet das Verpflichtung und Verantwortung zu den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Ich freue mich, dass dies auch für die junge Generation ein tragender Pfeiler für die politische Arbeit vor Ort ist.“ Die SPD Urbar ist seit ihrer Gründung in der Kommunalpolitik verwurzelt. Besonders hat sich daher die SPD über das Geschenk anlässlich ihres Jubiläums, ein Apfelbaum vom Urbarer Vereinsring gefreut, der vom Vorsitzenden Timo Krämer überreicht worden ist.
Pressemitteilung
der SPD Urbar
