Politik | 24.03.2015

VG Rat Vallendar hat kein Verständnis für Rechnung des Tierschutzvereins

1400 Euro für leicht verletzte Katze!?

Neuer Nahverkehrsplan diskutiert

Vallendar. Ob der Tierschutzverein Koblenz künftig noch Spenden von der Verbandsgemeinde Vallendar erhält, ist fraglich. Denn bei der jüngsten Ratssitzung des Verbandsgemeinderats teilte VG-Bürgermeister Fred Pretz mit, dass für eine leicht verletzte, herrenlose Katze, die ins Tierheim gebracht worden war, eine Rechnung über mehr als 1400 Euro kam. „Rechtlich ist dagegen nichts zu machen, da wir kein Tierheim haben“, erklärte Fred Pretz und fügte hinzu, dass er Tierliebhaber sei, aber der Rechnungsbetrag doch unverhältnismäßig hoch sei. So reagierten auch die Ratsmitglieder und einige meinten, man solle die Spenden an den Tierschutzverein überdenken.

72 Flüchtlinge aufgenommen

Zu den Mitteilungen der Verwaltung gehört auch die Information, dass die VG Vallendar derzeit 72 Flüchtlinge betreut. „Wir gehören zu den wenigen Kommunen, die mehr Flüchtlinge aufgenommen haben, als zugeteilt worden sind und freuen uns über die Unterstützung der Bevölkerung“, führte der Bürgermeister aus und fügte hinzu, dass es ein Erstaufnahmelager in Schönstatt wohl nicht geben wird.  

Haushaltssatzung und Etatplan der VG Vallendar wurden von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als Aufsichtsbehörde genehmigt.

Hangrutsch, Jugendtreff und Realschule Plus

Das Haus, das durch einen Hangrutsch hinten zugeschüttet wurde, wird im vorderen Teil wieder bewohnt, das Betreten des hinteren Teils ist jedoch verboten. „Da das Grundstück dahinter niemandem gehört, ist die Verbandsgemeinde zuständig“, informierte der Bürgermeister.

Außerdem wird Anfang Mai der Jugendtreff im Haus Wasserburg eröffnet.   Diskussionen gab es zudem über die Realschule Plus auf  dem Mallendarer Berg. „Die Schülerzahlen, aktuell 426 Schüler, sind  in den letzten fünf Jahren um 43 Prozent gestiegen. Außerdem bekommt die Schule das Zertifikat rheinland-pfälzische Europaschule, was Schüleraustausch, Europa-Projekttage und Ähnliches auslöst“, teilte der Verwaltungschef ferner mit.

Diskussionen gab es um eine evtl. Änderung in der Trägerschaft auf den Kreis. Da dabei auch die Turnhalle eingeschlossen wäre, sehen einige Ratsmitglieder dies mit Sorge. Fred Pretz beschwichtigte jedoch: „Wir dürfen das alles nicht öffentlich diskutieren, weil dies dazu führen könnte, dass die Anmeldezahlen zurückgehen.“

Initiative Koblenz Mittelrhein und Bauarbeiten

Wegen der Umbenennung der Initiative Mittelrhein in Initiative Koblenz Mittelrhein regte Pretz an, die Mitgliedschaft der VG Vallendar zu überdenken. Denn für die Umbenennung gebe es weder einen Grund noch einen Anlass. Nach Absprache mit anderen Bürgermeistern sei die VG Weißenthurm bereits ausgetreten. „Ich habe noch nie einen so erbosten VG-Bürgermeister Georg Hollmann erlebt“, berichtete Fred Pretz.

Bei den insgesamt 12 Tagesordnungspunkten der öffentlichen Sitzung ging es auch um die Vergabe der Bauarbeiten für die Offenlegung des verrohrten Abschnitts des Ferbachs im Bereich der Firma Göbel. Eine Firma aus Dörth erhält als preiswertester Anbieter von rund 317.000 Euro den Auftrag. So können die Arbeiten bald beginnen. Da der Radweg noch nicht beschlossen ist, konnte er noch nicht in die Planung aufgenommen werden.

Neuer Nahverkehrsplan

Der Landkreis Mayen-Koblenz ist derzeit mit der Planung eines neuen Nahverkehrsplans beschäftigt. Der durch das Planungsbüro PTV GmbH, Karlsruhe, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Nahverkehrsplan Mayen-Koblenz, erarbeiteter Plan, steht auch bereits im Einklang mit dem parallel, im Aufbau befindlichen, Buskonzepts des Landes (ÖPNV-Konzept RLP Nord). Die vorgesehenen Veränderungen in dem Linienangebot für den Bereich der Verbandsgemeinde Vallendar wurden den Ratsmitgliedern zur Kenntnisnahme vorgelegt. Jedoch wird die Verbandsgemeindeverwaltung an der Fortschreibung des Nahverkehrsplans beteiligt und hat die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken schriftlich bis zum 17. April  einzureichen.

Folgende Forderungen werden dem Kreis mitgeteilt hinsichtlich: des Angebotes für Urbar bzw. die Aufrechterhaltung des bisherigen Fahrplans, der unzureichenden Anbindung des Bereichs des Gumschlags (im Nahverkehrsplan “Rosenberg“ genannt) und der fehlenden Spätverbindungen auf der Schienenstrecke. In der Vorlage heißt es weiter: Insgesamt wäre es für das Gebiet der Verbandsgemeinde erstrebenswert, wenn eine busmäßige Verbindung zwischen Weitersburg – Vallendar einschließlich Mallendarer Berg/Gumschlag  – Urbar in einem regelmäßigen Takt bestehen würde. Dem kommt die neue Linie 150 weitgehend nach, sie schafft unter anderem erstmals eine Direktverbindung vom Ortskern Urbar nach Vallendar – wenn auch mit längerer Fahrzeit durch die Bedienung des Mallendarer Bergs – sowie auf die linke Rheinseite via A 48. Die Aufwertung der Griesar-Linie könnte Weitersburg eventuell je nach Ausgestaltung eine regelmäßige ÖPNV-Verbindung auch an Sonntagen bringen, zudem wäre die VG Vallendar erstmals direkt mit Montabaur verbunden. Eine Verbesserung würde auch dadurch entstehen, dass abgestimmte Fahrzeiten zwischen Bus und Bahn am Bahnhof Vallendar erreicht werden sollen. Damit würde es erstmals auch, in den Raum Neuwied hinein, umfassendere, Anbindungen gegeben. Bei der Anbindung des Gumschlags wäre zumindest ein bedarfsorientiertes Grundangebot bei geringer Nachfrage durch eine Anruf-Linien-Fahrt (ALF) zu gewährleisten.

Als mögliche Anregungen zum Nahverkehrsplan wurden vom Rat noch einige  Einzelmaßnahmen als Stellungnahme beschlossen. Hans-Peter Kuhl, Fachbereichleiter bei der VG-Verwaltung, wies aber darauf hin: Wir geben nur eine Stellungnahme ab, die Entscheidung ist Aufgabe des Kreistags.“

Ferner beschäftigte sich der VG-Rat noch mit Ergänzungswahlen zum Schulträgerausschuss, der Neuausschreibung der Stromlieferverträge und den Regelungen für Annahmen von Spenden.          

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