Vier außergewöhnliche Gesangsgruppen begeisterten beim Vallendarer A-Cappella-Festival das Publikum
Ausdrucksvolle Stimmen ganz ohne Instrumente
Vallendar. Zum bereits sechsten Mal veranstaltete die Vallendarer Kolpingsfamilie ihr A-Cappella-Festival in der extra für dieses Event umgestalteten Kreuzkirche auf dem Mallendarer Berg.
Erneut waren es vier Gruppen, die ihr gesangliches Können unter Beweis stellten und dabei ein sehr facettenreiches Programm präsentierten.
Den Beginn machte mit „Vokalista“ eine Gesangs-Formation aus Koblenz, deren hörbar ausgebildete Stimmen sofort Eindruck erzeugten. Dass sie sich auf der Vallendarer Bühne wohlfühlten, ließen die drei Damen und vier Herren den voll besetzten Saal mit ihren Songs regelrecht spüren. Von Cohens „Hallelujah (im Satz von „Pentatonix“) über „So soll es bleiben“ („Ich und ich“) bis hin zu Grönemeyers „Mambo“: Die Zuschauer waren ganz berauscht vom Start in diesen Konzertabend.
Selten hat das Vallendarer A-Cappella-Festival ein solch breites Spektrum erlebt wie an diesem Tag. Es folgten „Die singenden Feuerwehrmänner“ aus dem Taunus-Städtchen Weisel. Acht Herren mit entsprechendem Stimmvolumen und ausreichend Schalk im Nacken eroberten auf erfrischende Art und Weise die Herzen der Anwesenden. Und egal ob „Biene Maja“, „Buena Sera“ oder „Tanze Samba mit mir“: Der Applaus war ihnen gewiss und die Zugabe natürlich auch.
Souverän durch den Abend geführt
Ebenso locker und leicht, wie dieses Männerensemble sang, wurde das A-Cappella-Festival moderiert von Lea Wächter und Albert Ahanda, die erstmalig und äußerst souverän durch den Abend führten. So war es denn auch den beiden Moderatoren überlassen, nach den „Feuerwehrmännern“ den ersten Teil zu beenden und das Publikum in eine 20-minütige Pause zu entlassen.
Der dritte Programmpunkt des Konzerts rief bei dem ein oder anderen Besucher Erinnerungen wach: Es hieß „Bühne frei!“ für „Cosima“, sieben ausdrucksstarke Damen, die bereits vor ein paar Jahren beim A-Cappella-Festival in Vallendar zu Gast waren. Und man merkte sofort: Diese Sängerinnen haben nichts verlernt! Ihr Start mit „Cantate Domino“ und „Hebe Deine Augen auf“ zeigte schnell, wie vielseitig und regelrecht Gänsehaut-erzeugend A-Cappella-Musik sein kann. „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ und „Der Mond ist aufgegangen“: Die Zuhörer genossen die Sopran- und Altstimmen.
Abgerundet wurde dieses außergewöhnliche und breit gefächerte Festival, das auch in diesem Jahr von zahlreichen Helfern der Kolpingsfamilie organisiert und durchgeführt wurde, durch den Auftritt der „Komischen Harmoniker“. Mit einer Hommage an ihre Heimatstadt Vallendar – „Du bis die Stadt“ – begannen sie ihren Part des Konzertabends. Seit knapp 25 Jahren sind Martin Ginap, Joachim Kahn, Benedikt Ohlig und Michael Wächter gesanglich zusammen unterwegs und schafften es – als Lokalmatadore – auch dieses Mal wieder, die Anwesenden in ihren Bann zu ziehen.
Hingerissenes Publikum
Doch ganz egal, ob sie ein „One-Night-Ständchen“ sangen oder den „Hambacher Forst“ zum Thema hatten: Das Publikum war hingerissen. Und die tolle Zeit, die es gemeinsam mit den Zuhörern an diesem Abend erlebte, hätte man abschließend kaum besser als mit „Superjeilezick“ ausdrücken können.Zum großen Finale rief das Moderatorenteam alle Aktiven noch mal zum traditionell gemeinsamen „Veedel“ auf die Bühne. Fazit: Ein wunderbar kurzweiliger, unterhaltsamer Abend, kurzum: Ein großartiges, breit gefächertes A-Cappella-Festival, bei dem hoffentlich die siebte Folge nicht allzu lange auf sich warten lässt!
Vokalista.
Die komischen Harmoniker.
