Schwester Anneclaire Gerharz verlässt die Schönstätter Marienschule
Beliebte Pädagogin in den Ruhestand verabschiedet
Vallendar. In der Aula der Schönstätter Marienschule (SMS) ein Festakt anlässlich der Verabschiedung der Leiterin der Schule statt, zuvor gab es einen feierlichen Gottesdienst für alle Gäste, Lehrer, Mitarbeitern und Schülerinnen. Oberstudiendirektorin Schwester Anneclaire Gerharz leitete die Schule seit 2002, also fünfzehn Jahre lang. Ihre Nachfolge übernimmt Schwester Gabriele Schreck. Mit einem bunten Programm verabschiedeten die Schülerinnen der Klassen 5 – 10 Schwester Anneclaire schon eine Woche zuvor.
Welchen großartigen Ruf diese außergewöhnliche Schule nicht nur in Vallendar und dem Kreis Mayen-Koblenz und darüber hinaus hat, zeigte die Liste der Redner beim Festakt. Die SMS ist die einzige Mädchenschule in der Region. Der stellvertretende Schulleiter, Studiendirektor Wilfried Claessen, begrüßte zahlreiche Ehrengäste, die zu Schwester Anneclaire, ihrer Nachfolgerin Schwester Gabriele Schreck, zu den Mitarbeitern der Schule, dem Lehrerkollegium, Schülerinnen der Oberstufe und weiteren Gästen sprachen: Provinzoberin Schwester Marisa Spickers, Landrat Dr. Alexander Saftig, Verbandsbürgermeister Fred Pretz, Stadtbürgermeister Gerd Jung, der Leitende Regierungsschuldirektor Hendrik Immel, Oberstudiendirektor Albrecht Adam vom Generalvikariat in Trier, Oberstudiendirektor Rudolf Loch von der Bezirksdirektorenkonferenz. Außerdem wurde der Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert herzlich begrüßt. Zu den Anwesenden sprachen ebenso Vertreter des Schulelternbeirates, vom Ehemaligenverein und vom Freundeskreis. Ebenso Vertreter der Mitarbeitervertretung und Schülersprecherinnen. Die SMS hat auch einen Realschulzweig und so sprach auch Realschulrektorin Schwester Elvira Jutz ein Grußwort. Die Festtagsgäste hörten viel über die außergewöhnliche Persönlichkeit der scheidenden Schulleiterin und man spürte, dass der Dank und die vielen Wünsche der Redenden aus dem Herzen kamen. Schwester Anneclaire habe Spuren hinterlassen, eine starke Gemeinschaft mit Reichtum in Vielfalt geschaffen, sie habe einen alltagstauglichen Glauben vermittelt, sei zielstrebig und verantwortlich in ihren Tun gewesen, habe sich für ihre SMS eingesetzt, Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorangebracht. Sie sei den Menschen zugewandt und mit Mut, Klugheit und Durchsetzungsvermögen habe sie Spuren in den Herzen hinterlassen. Das Motto der Schönstätter Marienschule: „Wir kümmern uns – wir fördern – wir engagieren uns“ setzte die engagierte Pädagogin gezielt um und das über den Schulalltag hinaus. Als Stichwort sei hier die Partnerschaft mit der E.T.G. (Ecole Technique de Gestion) genannt, einer Schule in Burundi/Afrika. Die Provinzoberin Schwester Marisa Spickers brachte es auf einen Punkt: „Schwester Anneclaire hat an der Schönstätter Marienschule unverwischbare Spuren hinterlassen“.
Der wichtigste Faden ist der nach oben
Die Geehrte dankte allen Redner, Schülerinnen, Kollegen und Mitarbeitern auf das Herzlichste. Die Schönstätter Marien Schule möge so bleiben, wie sie ist, wünschte sie sich für die Zukunft. Die Initialen „SMS“ seien mehr als nur ein Name, sie sind Programm und könnten ebenso bedeuten: „Schön - Maria – stark“. In ihrer Dankesrede nahm sie das Bild eines Spinnennetzes auf. So wie das Spinnennetz miteinander verknüpft sei, so sollen auch weiterhin alle an dieser Schule verknüpft sein. Der wichtigste Faden, wie bei einem Spinnennetz, sei jedoch der erste Faden, und dieser gehe immer nach oben; dafür stände das „M“ im Schulnamen.
Eine ehemalige Schülerin wurde zur Schulleiterin
Anneclaire Gerharz war der Schule in ihrem Lebenslauf auf das Engste verbunden. 1969 legte sie an der SMS ihr Abitur ab. Sie war Internatsschülerin. Schon ein Jahr trat sie in die Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern ein. 1972 leistete sie Jugendarbeit in Linz/Rh. Von 1973 bis 1975 arbeitete sie als Erzieherin im Internat Haus Wildburg. Es folgte ein Studium in Mainz, ergänzt durch eine institutseigene Ausbildung. Nach ihrem Referendariat war sie Lehrerin an der SMS. Von 1986 bis 1995 Dozentin für Pädagogik, Psychologie und Liturgik im Gemeindepastoral Koblenz Mitternich. Ab 1995 war sie Lehrerin an der SMS, 2002 wurde sie Schulleiterin.
In einem persönlichen Gespräch sagt Anneclaire Gerharz: „Ich werde mich jetzt erstmal ein wenig ausruhen und mich dann überraschen lassen, welche neue Aufgabe, welche neue Berufung auf mich zukommt.“
Festliches Rahmenprogramm
Die festliche Veranstaltung wurde moderiert von Annette Niklas-Wirth und Bernhard Karl. Das in der Mädchenschule auch künstlerisch und kulturell ein Schatz zu Hause ist, spürten die Gäste im Rahmenprogramm. Das Schulorchester unter Leitung von Jutta Jocks zeigte sein Können. Ebenso unterhielt der A-Capella-Chor und der Chor unter der Leitung von Inshad Maasri auf das Beste. Die Sonate für drei Flöten von Joseph Bodin de Boismortier und ein Schülerinnentanz zu „Grown woman“ von Beyoncé, ebenso das Verabschiedungs-Rhythmical von Richard Fitz waren richtig klasse.
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Neben weiteren zahlreichen Ehrengäste dankten auch Stadtbürger Gerd Jung (rechts) und Beigeordneter Wolfgang Helbach Schwester Marieclaire.
kurzweilig führten Annette Niklas-Wirth und Bernhard Karl durch das Programm
