Allgemeine Berichte | 12.12.2016

Club für Bildung und Freizeit e. V. Vallendar

Besuch des Christkindlesmarktes in Nürnberg

Treffpunkt zur Stadtführung mit knurrendem Magen. privat

Vallendar/Nürnberg. Nachdem wir morgens noch bei grauem Himmel und winterlichen Temperaturen Richtung Nürnberg losgefahren waren, zeigte sich bald das Wetter von seiner strahlend sonnigen Seite. Die gute Laune wurde dadurch nachhaltig verstärkt, sodass wir die langen Autobahnstaus gelassen hingenommen haben.

Die zeitverzögerte Ankunft im Hotel ließ wenig Gelegenheit, bis zur Stadtführung etwas Essbares zu uns zu nehmen. Umso köstlicher schmeckte später der zünftige Imbiss auf dem Weihnachtsmarkt, zum Beispiel Nürnberger Bratwürstchen. Die Führung erfolgte per Bus und zu Fuß, mit einer Informationsfülle, die kaum in Gänze aufzunehmen war. Nürnberg (circa 0,5 Mio. Einwohner) ist die heimliche Hauptstadt Frankens mit kultureller Vergangenheit und einer fast tausendjährigen Geschichte. Das Stadtbild prägt ein lebendiges Miteinander verschiedener Kulturen und das harmonierende Nebeneinander von erlebbarer Historie und Moderne. Die warmen, roten Giebeldächer geben der Stadt insgesamt einen malerischen Reiz. Nürnberg verfügt über eine Vielzahl an prachtvollen Kulturbauten, die hier im Einzelnen nicht genannt oder favorisiert werden können. Ein längerer Aufenthalt ist notwendig, um die vielen Sehenswürdigkeiten und imposanten Gebäude sowie die Hinterlassenschaften des sogenannten Dritten Reiches in der Stadt Albrecht Dürers besichtigen zu können. Nürnberg war auch die Stadt der Reichsparteitage; hier wurden die Reichsgesetze erlassen und fanden die Nürnberger Prozesse statt. Als wir im Anschluss an die Führung auf dem Weihnachtsmarkt den ersten Hunger gestillt hatten, schlenderten wir, umgeben von herzhaften und süßen Weihnachtsdüften, nur noch schnuppernd über einen Teil des Marktes, denn ein leckeres Abendessen im nahegelegenen Hotel wartete auf uns. Der Christkindlesmarkt findet hauptsächlich auf dem Hauptmarkt statt, der dadurch in der Adventszeit seinen größten Glanz entfaltet. Mit seinen rot-weiß-beschirmten etwa 160 Buden, die auch entlang der nahegelegen Straßen aufgestellt sind, lockt er Millionen Touristen, selbst aus Japan, China, Australien und Amerika, an. Seine Einrichtung geht auf die von Martin Luther eingeführte Sitte zurück, an Weihnachten die Kinder zu beschenken. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts gibt es diesen Weihnachtsmarkt; er gilt als der älteste Deutschlands. Vor ein paar Jahren ist auf dem Hans-Sachs-Platz zusätzlich ein Kinder-Weihnachtsmarkt zum Spielen, Karussellfahren und Märchen anhören aufgebaut worden. Am zweiten Tag unserer Tour – ebenfalls bei strahlendem Wetter – hatten wir genügend Zeit und konnten uns in aller Ruhe dem mannigfaltigen Angebot der vielfältigen Buden hingeben. Wer interessiert war, hatte die Gelegenheit, kleine entzückende Lädchen und auch große moderne Kaufhäuser zu durchstöbern oder noch mal durch die Altstadt mit dem Handwerkerhof zu laufen, die traditionelle Handwerkskunst zu bewundern und anderes mehr.

Erfüllt von den vielen Eindrücken brachte uns kurz nach Mittag der Busfahrer wieder heil nach Vallendar zurück. Es war eine rundum erlebnisreiche und harmonische Reise. Eins ist klar, das war nicht der letzte Besuch in Nürnberg; es gibt noch viel geschichtsträchtiges zu entdecken.

Treffpunkt zur Stadtführung mit knurrendem Magen. Foto: privat

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