CDU nimmt Stellung zu den Leserbriefvorwürfen
Containerlösung ist nicht gesundheitsgefährdend
Urbar. In der jüngsten Vergangenheit gab es leider Missinterpretationen und unberechtigte Vorwürfe, die Joachim Gallensteins Aussagen zum Thema „Erweiterung des Urbarer Gemeindekindergartens“ betreffen. Dieser Artikel erklärt Hintergründe und stellt die Haltung des Fraktionsvorsitzenden der CDU Urbar zu dieser Thematik klar.
Unstrittig ist, dass Urbar dringend zusätzliche Kindergartenplätze benötigt, vornehmlich im U3-Bereich. Um diesen Zustand zu korrigieren, entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für einen Anbau an den kommunalen Kindergarten.
Des Weiteren ist es wichtig zu berücksichtigen, dass in den nächsten zwei Jahren ein Kindergarten mit zusätzlichen Gruppen als Ersatz für den renovierungsbedürftigen Katholischen Kindergarten gebaut und bezogen werden soll. Da dadurch der Bedarf an Betreuungsplätzen gedeckt sein wird, folgte Herr Gallenstein der Empfehlung des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Abteilung Kindergärten, bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens, der den fehlenden Platzbedarf abdecken wird, vorübergehend zwei Kindergarten-Container aufzustellen. Dies schlug der CDU-Fraktionsvorsitzende auf der Gemeinderatssitzung am 2. April vor.
Ein wesentlicher Grund für dieses Vorgehen war, dass eine Erweiterung in Container-Modulbauweise innerhalb kurzer Zeit, nach Fertigung einer Bodenplatte und Anschluss an die Versorgung, bezogen werden kann. Dem gegenüber stand die Überlegung, dass der Anbau an den Gemeindekindergarten, mit Genehmigungsverfahren und Bauausführung, fast so lange dauern würde wie der geplante Neubau des Katholischen Kindergartens.
Für Joachim Gallenstein, selbst Großvater zweier Enkel, die den kommunalen Kindergarten besuchen, war ein weiterer wichtiger Aspekt, für die vorübergehende Containerlösung zu votieren, dass der Anbau zulasten des ohnehin relativ kleinen Außengeländes gehen wird. Kinder benötigen zum Wohlbefinden nicht nur altersgerechte Innenräume, sondern auch ein großzügiges Außengelände, wo sie sich austoben können. Bei einer temporären Containerlösung wäre auch die Spielplatzeinschränkung nur vorübergehend gewesen.
Auf diesen Entschluss, der nach Abwägung rationaler Argumente getroffen wurde, reagierte ein Urbarer Bürger mit einem emotionalen Leserbrief, in dem er über Joachims Gallensteins Haltung „mehr als empört“ sei und ihm darüber hinaus vorwarf, aus Kostengründen leichtfertig die Gesundheit der Kinder zu gefährden. Diese, scheinbar ohne ausreichendes Hintergrundwissen formulierte Unterstellung ist infam, trägt sie doch nicht der umsichtigen und verantwortungsvollen politischen Arbeit Joachim Gallensteins Rechnung. Wie der Verfasser des Leserbriefes zu dem Schluss kommt, Kindergartencontainer seien gesundheitsgefährdend, ist nicht nachvollziehbar.
Es gibt mehrere Städte und Gemeinden, zum Beispiel Wolken, in denen auf diese temporäre Lösung für Kindergärten zurückgegriffen wurde.
Des Weiteren wurde in den Ausschüssen des Haupt- und Technischen Ausschusses der Ortsgemeinde Urbar, unter Beteiligung aller Fraktionen, bereits über eine Containerlösung beim Bau des neuen Katholischen Kindergartens beraten. Außerdem sind über diese Modulbauweise bereits Krankenhäuser und Senioren- bzw. Pflegeheime erweitert worden.
Dass diese Möglichkeit keine Dauerlösung ist, ist unbestritten. Hierbei eine Gesundheitsgefährdung zu unterstellen, entbehrt allerdings jeglicher Grundlage.
Es ist bedauerlich, dass der Verfasser des Leserbriefs für seine Kritik den Weg über die öffentlichen Medien gewählt und nicht das persönliche Gespräch mit Joachim Gallenstein gesucht hat.
An dieser Stelle betonen die Mitglieder des CDU Ortsverbandes noch einmal, dass sie offen für jegliche Art von Anregungen der Urbarer Bürger sind. Eine hervorragende Plattform für einen konstruktiven Gedankenaustausch stellt unter anderem der mehrmals jährlich stattfindende CDU-Stammtisch dar. Die CDU Urbar hofft, mit diesem Artikel wieder zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen.
Pressemitteilung
CDU Ortsverband Urbar
