Besinnungstage in Schönstatt
„Da öffnen sich Türen“
Vallendar. „Da öffnen sich Türen“ - unter diesem Thema gestaltete die Pilgerzentrale in Schönstatt zwei Besinnungsnachmittage in der Woche vor dem Advent. Mehrere Busgruppen aus Koblenz, aus dem Westerwald und der Eifel und auch einzelne Personen hatten sich wieder für die Veranstaltungen angemeldet, die schon seit vielen Jahren in Schönstatt stattfinden. Ein besonderer Programmpunkt war die Aufführung des gleichnamigen Theaterstücks, welches die Schülerinnen der Klasse 6 d der Schönstätter Marienschule in der Pilgerkirche aufführten
Geschlossene und offene Türen
Nach dem Gebet im Urheiligtum waren die Pilger in diesem Jahr wieder eingeladen, einen Impuls in der Pilgerkirche aufzunehmen. Zuvor spielten die Schülerinnen der Schönstätter Marienschule gekonnt das adventliche Theaterstück „Da öffnen sich Türen“. Maria und Josef haben es vor 2000 Jahren sehr deutlich erleben müssen, wie ihnen die Tore der Herbergen verschlossen blieben. Sie erfahren: Gott hält dennoch immer wieder eine offene Tür bereit. Das moderne Stück, geschrieben und vertont von Wilfried Röhrig, ermuntert, auf Gottes offene Türen zu achten und selbst eine offene Tür für Gottes Liebe zu sein. Die zeitgemäßen Lieder zwischen den Szenen regen zum Nachdenken an. Dass die Botschaft übergekommen ist, zeigte der große Applaus, den die Anwesenden den Mädchen gaben. Neben den Pilgern waren weitere Besucher, Schönstätter und die Familien der Schülerinnen gekommen. Der sich anschließende Impuls von Schwester M. Doriett Möllenkamp griff das Thema auf und zeigte Wege, wie wir unsere Herzenstür für Gott und für unsere Mitmenschen öffnen können. Vorbild ist dafür die Gottesmutter Maria. Durch ihr Ja ist Gott in Christus Mensch geworden.
„Dieser Tag ist immer sehr nachhaltig bei uns“, erzählt dankbar eine Frau während des Kaffeetrinkens. Schon auf dem Weg zum Speisesaal hatte sie sich intensiv über das Gehörte mit ihrer Mutter ausgetauscht. Beide kommen jedes Jahr zu den Besinnungstagen nach Schönstatt.
Zum Abschluss des Nachmittags feierten die Teilnehmer eine heilige Messe in der Hauskapelle des Pilgerhauses. Pater Herter, Wallfahrtsleiter in Schönstatt, machte in seiner Predigt deutlich, wie Gott im Leben immer wieder offene Tür schenkt und ermutigte, daraufhin die Zeichen Gottes wahrzunehmen. Als Erinnerungszeichen nahmen die Pilger gerne eine Karte vom Urheiligtum in Schönstatt mit, die man wie eine „Doppeltür“ öffnen kann.
Auch im nächsten Jahr wieder dabei
„Schon über 40 Jahre komme ich zu den Besinnungstagen und ich gehe immer beschenkt nach Hause“, äußerte sich eine Frau beim Verabschieden. „So Gott will, bin ich auch im nächsten Jahr wieder dabei.
Die Besinnungstage finden an mehreren Tagen in der Fastenzeit und in der Adventszeit statt. Weitere Informationen und Flyer sind dazu in der Pilgerzentrale in Schönstatt erhältlich.
