„Niederwerther Karneval – Mitten im Paradies!“
Das Männerballett „Bauarbeiter“ begeisterte die weiblichen Jecken
Niederwerth. Sieben Mal konnte das närrische Publikum bisher den Karneval mitten im Paradies, auf der wunderschönen Insel Niederwerth, erleben, und man kann wirklich sagen, dass bei allen sieben ausverkauften Sitzungen der karnevalistische Funke durch den echten, urigen Humor der Narren von der Insel auf das begeisterte Publikum übergesprungen ist.
Nachdem die Niederwerther Funken mit einem wunderschönen Gardetanz das Publikum verzaubert hatten, betrat Toni-Peter Pütz als Chefkoch Toni die Bütt. Er schwang seine Kelle, um ein „Markkliesjenssüppche“ zu kredenzen, und brachte dem staunenden Publikum eindrucksvoll näher, dass man dafür drei Tage alte Brötchen reiben muss. Doch spätestens am zweiten Tag hätte er aufgegeben, weil seine Hand lahm wurde. Außerdem vermittelte er mit ganzem Körpereinsatz, wie man mit den Hüften eine leichte Welle bei der Wassergymnastik auslöst und stellte fest, dass die Hunde heute auch nicht mehr das sind, was sie früher mal waren. Mit einem Krampf im Allerwertesten beschloss er deshalb, jetzt nur noch für seine Frau zu kochen und die Zuschauer belohnten diesen tollen Vortrag mit donnerndem Applaus, bevor das Duell der Schlagerköniginnen auf den Brettern der Rheinschanz entbrannte. Keine Geringeren als Helene Fischer, Andrea Berg und Florian Silbereisen entfachen ein einmaliges, musikalisches Gefecht und Sabine Reichert, halb Helene und halb Andrea, verdrehte Florian Silbereisen alias Volker Teschke gleich von zwei Seiten den Kopf. Hier wurde „Tausend Mal gelogen“ und „Die Hölle morgen früh“ war ihnen auch egal. Aber Gott sei Dank hatten „Die Gefühle Schweigepflicht“ und so verließ man „Atemlos“ die Bühne.
Das Publikum klatschte und sang begeistert mit und belohnte diesen musikalischen Schlagabtausch natürlich mit einer Rakete, bevor nun die schönsten Gockel der Verbandsgemeinde den Hühnerstall „Zur Rheinschanz“ aufmischten. Jürgen und Alexander Portugall „mit doppel L“ brillierten mit tierischem Humor und brachten alle Hennen im Stall in Ektase. Wie kalt und ungemütlich es am Morgen auf dem kalten Misthaufen sein kann und was passiert, wenn man seine Hennen nicht im Griff hat, schilderten sie krähend dem begeisterten Publikum, das sich vor Lachen seine nassen Hühneraugen rieb. Für diesen Vortrag der Spitzenklasse ernteten die beiden Akteure natürlich viel Applaus, und ohne Rakete schickte Sitzungspräsident Thomas Stein auch diese beiden Akteure nicht von der Bühne.
Ein Höhepunkt jagte den nächsten, denn die Zuschauer hatten kaum Zeit, sich zu fassen, als zwei Entertainer den Saal stürmten. Mit Gesang, Grimassen, viel Humor und Slapstick zelebrierten Matthias Nitsch Günter Klöckner und Felix Elvis Gerd Hause Entertainment in höchster Kultur. Erst im zweiten Jahr dabei und als Nachwuchs des KVN bezeichnet, brachten sie die Stimmung schier zum Überkochen. Alleine das Wort „Entertainment“, Niki Lauda und auch eine fantastische Elvis Parodie rissen das begeisterte Publikum von den Stühlen, und natürlich wurde auch für diese beiden tollen Akteure eine Rakete gezündet, bevor Thomas Stein die wohl verdiente Pause einläutete.
„Talentfrei“ brachten die Stimmung zum Überkochen
Zu Beginn der zweiten Sitzungshälfte heizte jedoch die Band „Talentfrei“ dem närrischen Publikum wieder mächtig ein und brachte den gesamten Saal schnell wieder auf Betriebstemperatur. Frei nach dem Motto „Let me entertain you“ brachten Marcus Hoffmann, Stefan Maxeiner, Leon Hause, Alexander Portugall und als Einpeitscher und Stimmungsmacher die beiden Entertainer der ersten Hälfte, Nitsch und Fehl, die Stimmung schier zum Überkochen. Mit kölschen Liedern wie „Piraten“, „Mama“ oder „Hey Kölle“ brachten sie den gesamten Saal zum Klatschen und Mitsingen und natürlich gingen die „kölsche Jungen“ nicht ohne eine Rakete von der Bühne. „Es ist so schön, der Werther Präsident zu sein!“ - mit dieser Feststellung eroberte nun der Sitzungspräsident des KVN, Thomas Stein, die Herzen des närrischen Publikums. Mit einmaliger Mimik und Gestik ließ er alle Narren wissen, welche großen und schwierigen Aufgaben er tagtäglich bewältigen muss. Ob die Niederwerther Funken mal wieder unbedingt neue Schuhe brauchen, ob das Klopapier fehlt, oder ob es darum geht, die Pappnasen im Elferrat auf Touren zu bringen, für all das gibt es nur einen Verantwortlichen, nämlich ihn. Sogar seine eigene Tochter, die nun Mitglied bei den Niederwerther Funken ist, widerspricht ihm und stellt all seine Anweisungen infrage. Was für ein Schicksal? Doch letztendlich stellt er auch klar, dass er diesen tollen Verein mehr als sein Leben liebt und dass er stolz ist, der Werther Präsident zu sein! Dieser tolle Vortrag und diese wunderschöne Liebeserklärung wurden vom närrischen Publikum natürlich mit tosendem Applaus belohnt.
Doch nun hatten die Männer im Saal alle Hände voll zu tun, ihre Frauen im Zaum zu halten, als das Niederwerther Männerballett als Bauarbeiter die Bühne der Rheinschanz stürmte. Stefan Kaul, Achim Münz, Jonas Willmes, Matthias Klöckner, Jörg Jächel, Jens Brink, Christoph Hilden, Julian Kopp, Manfred Hause, Frank Zisgen und Martin Zweck waren eben noch Werther im Spargelfeld und nun konnte man sie als Bauarbeiter, die den Chippendales die Tränen in die Augen schießen lassen, bewundern. Diese Metamorphose hatte Michaela Hahn vollbracht, die ihre Mannen durch fleißiges Proben zu Höchstleistungen anstachelte und sie somit das begeisterte Publikum als sexy Coca Cola Muskelmänner mächtig auf Touren brachten. Doch nun sollte der „mündige Bürger“ alias Norbert Weber ebenfalls den Saal der Rheinschanz zum Kochen bringen, wovon jedoch in der nächsten Ausgabe berichtet werden wird, wenn es wieder heißt: „Niederwerther Karneval – Mitten im Paradies!“.
Zwei Entertainer: Matthias Klöckner und Felix Hause.
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