Allgemeine Berichte | 28.09.2018

Diözesanleiter des Katholischen Bibelwerks tagen in Vallendar

Die Bibel zu den Menschen bringen

Dr. Katrin Brockmöller, Generalivikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Dr. Andrea Pichlmeier und Georg Falke.Julia Fröder (Bistum Trier)

Vallendar. „Das Katholische Bibelwerk bringt die Bibel zu den Menschen, indem der Verein lebensnahe Zugänge zu ihr bietet“, hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg anlässlich der Diözesanleiter-Konferenz und der Mitgliederversammlung des Katholischen Bibelwerks gesagt.

Das Bibelwerk hat es sich vor bereits 80 Jahren zur Aufgabe gemacht, das Verständnis der Bibel und die persönliche Beziehung der Menschen zur Heiligen Schrift zu fördern. In jedem deutschen (Erz-)Bistum ist der Verein durch einen Leiter oder einer Leiterin präsent. Das jährliche, mehrtägige Treffen fand nun in Vallendar statt.

„Uns geht es darum, zu verdeutlichen: In der Bibel geht es um dein Leben“, erklärte die Vorsitzende der Diözesanleiter Dr. Andrea Pichlmeier eines der Ziele des Bibelwerks mit seinen 16.000 Mitgliedern. „Es ist wichtig, mit der Bibel im Gespräch zu bleiben“, formulierte Andrea Pichlmeier. Aus diesem Grund veröffentlicht der Verein Mitgliederzeitschriften, Materialien und bietet Kurse an. Dort finden sich Anregungen zum Lesen, Verstehen und Meditieren sowie methodische Tipps für die Arbeit in Gruppen.

Bibelwerk von Laien gegründet

„Als Grundimpuls dient uns die Tatsache, dass das Bibelwerk von Laien gegründet wurde“, betonte Dr. Katrin Brockmöller, geschäftsführende Direktorin.

Abgesehen von den lobenden Worten für die Arbeit des Bibelwerks ging von Plettenberg auf die tags zuvor veröffentlichte Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ ein.

Dem Machtmissbrauch entgegenwirken

In diesem Zusammenhang wurde vom Plenum die Sonderstellung des Priesters innerhalb der Gemeinden kritisiert. Von Plettenberg wies darauf hin, dass die „Pfarrei der Zukunft“, deren Konzept aus der Umsetzung der Bistumssynode hervorgeht, von einem Team bestehend aus einem Pfarrer und zwei Ehrenamtlichen, geleitet wird. Dies könne einem Machtmissbrauch mitunter entgegenwirken.

Territoriale Größe der neuen Pfarreien

Des Weiteren ging der Generalvikar auf Fragen zur territorialen Größe der neuen Pfarreien ein. „Wir haben uns bisher zu sehr auf unseren Kirchturm konzentriert. Jugendliche fahren zum Beispiel auch dorthin, wo ihr Thema angesprochen oder angeboten wird“, sagte von Plettenberg den rund 30 Teilnehmenden.

„Wir wollen es fördern, dass man sich um Themen und Projekte gruppiert und das muss nicht territorial gemeint sein“, erklärte er. „Unser Bestreben ist es, uns vielfältiger aufzustellen und damit Menschen anzusprechen, die wir bislang nicht erreicht haben.“

Workshops zur strategischen Weiterentwicklung

Neben biblischen Vorträgen und Projekt-Präsentationen aus den Diözesen gab es unterschiedliche Workshops, die sich unter anderem mit der strategischen Weiterentwicklung des Bibelwerks beschäftigten.

„Wie können wir unsere Magazine in die digitale Welt übertragen und unsere Homepage attraktiver gestalten?“, „Sollen wir auf Instagram aktiv werden?“, „Wie können wir Bibeltexte übersichtlich darstellen?“, „Auf welche Weise können wir neue Mitglieder gewinnen?“, lauteten Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Verabschiedet wurde während der Tagung Georg Falke, Diözesanleiter für das Bistum Trier. „Sie sind ein Anwalt für die Bibelarbeit in unserem Bistum gewesen“, dankte von Plettenberg dem Koblenzer.

Weitere Informationen gibt es auf www.bibelwerk.de.

Dr. Katrin Brockmöller, Generalivikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Dr. Andrea Pichlmeier und Georg Falke.Foto: Julia Fröder (Bistum Trier)

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