Eine Liebesgeschichte ohne Gleichen
Die Welt zu Gast in Vallendar
Schönstattbewegung wird 100 Jahre alt
Vallendar. Am 18. Oktober 1914 schloss Joseph Kentenich, ein Pallottinerpater, in der kleinen Kapelle im Vallendarer Schönstatttal ein Liebesbündnis mit Maria, der Mutter Jesu. Kentenich muss ein Mann mit Charisma und Überzeugungskraft gewesen sein. Immer mehr Menschen schließen sich seiner Bewegung an. Das Liebesbündnis mit Maria ist eine sehr persönliche Verbindung, eine echte Liebesgeschichte beginnt und ist wohl weltweit ohne Gleichen.
Auf der ganzen Welt gibt es heute 210 Zentren der Schönstattbewegung in 110 Ländern und mindestens 140.000 Mitglieder in zwanzig unterschiedlichen und unabhängigen Gemeinschaften. Die Bewegung sagt, dass mehr als 15 Millionen Menschen in Kontakt mit Schönstatt stehen. In jedem Zentrum steht eine original große Nachbildung der Vallendarer Marienkapelle mit dem Schönstätter Marienbild.
Vom 16 .- 19. Oktober feierte man den Schönstattgeburtstag mit einem großen Festival, das ohne Zweifel sehr gelungen und außergewöhnlich eindrucksvoll war. Mehr als 10.000 Menschen aus über fünfzig Ländern waren zu Besuch in Vallendar. Darunter zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Gesellschaft und Politik. Die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sprach ein Grußwort beim Festakt, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gratulierte ebenso. Papst Franziskus schickte einen Gesandten und ein persönliches Grußwort.
Die Veranstaltungen in der Pilgerarena waren sehr beeindruckend. Als am Freitagabend die Gruppe der Fackelläufer von oben in die Arena einliefen, ist es bei den rund 10.000 Besuchern erst andächtig still und dann erhebt sich ein Applaus, Bravorufe, Fahnenschwenken ohne Gleichen. Neunzig junge Männer liefen insgesamt 1.800 Kilometer von Pompeji nach Vallendar, in der Hand eine Fackel, die Papst Franziskus entzündet hatte.
Während der gesamten Festtage herrschte eine spürbar positive Atmosphäre. Am Samstagnachmittag erneuerten mehr als 10.000 Menschen das sogenannte „Liebesbündnis mit Maria“ - überall Lächeln, Freundlichkeit, bunte Kostüme, fröhliches Singen, andächtiges Hören und was besonders auffällt: ganz, ganz viele junge Menschen. Besonders auf sie scheint die Schönstattbewegung eine Sogwirkung zu haben. Sie fühlen sich in und bei Schönstatt zu Hause, engagieren sich für andere und sie tun dies gerne.
900 Helfer aller Altersgruppen sorgten dafür, dass das Fest funktionierte. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und anderen Organisationen waren im Einsatz. Das Schönstatttal ist eng und die Kapelle hat gerade mal Zimmergröße und alle wollen das Original Marienbild sehen und da sitzen und beten, wo es einst der Gründer vor einhundert Jahren tat - organisatorisch eine enorme Herausforderung.
Neben den großen Feiern in der Arena fanden im gesamten Schönstattbereich und den Gebäuden auf dem Berg, dort ist auch Kentenich´s Grab, zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Am frühen Sonntagabend wurden die Vallendarer Feierlichkeiten beendet. Eine Romwallfahrt schließt sich an. Man bat Gott um seinen guten Segen für die Heimreise.
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Die Welt zu Gast in Vallendar. Foto: AND
Jugendvigil am Freitagabend vor dem Bild der Schönstattmadonna. Foto: AND
Auch viel Prominenz war vertreten. Foto: AND
Während der gesamten Festtage herrschte eine spürbar positive Atmosphäre. Foto: AND
